Wissenswertes zu SparbriefenSparbriefe sind eine beliebte Anlageform mit Laufzeiten zwischen einem und 10 Jahren, wobei die Mehrzahl der Sparbriefe eine Laufzeit von 4-8 Jahren haben. Die Bezeichnung Sparbrief kommt von der Urkunde, die dem Kunden nach Vertragsabschluss ausgehändigt wurde. Darin ist die Verpflichtung des ausgebenden Kreditinstitutes verbrieft, ihm an einem bestimmten Tag einen bestimmten Betrag gegen Vorlage der Urkunde auszuzahlen. Inzwischen wird auf die Ausstellung in vielen Fällen verzichtet. Die Mehrzahl der Sparbriefe wird unter der Bezeichnung Sparkassenbrief von Sparkassen ausgegeben. Ein Sparbrief kann an jedem beliebigen Tag zu den aktuellen Konditionen gekauft werden. Dabei ist die Anlagesumme völlig frei wählbar, wobei die Institute zumeist einen Mindestanlagebetrag vorschreiben. Abgesehen von der Laufzeit werden Sparbriefe auch nach Verzinsungsart unterschieden. So sehen ausschüttende Sparbriefe eine jährliche Verzinsung vor. Demgegenüber ist bei Sparbriefen, die nur eine einmalige Zinszahlung am Ende der Laufzeit vorsehen nochmals zu unterschieden zwischen dem aufgezinsten (thesaurierenden) Sparbrief und dem abgezinsten Sparbrief. Die Unterschiede verdeutlicht das nachfolgende Beispiel eines Sparbriefes mit einem Nennbetrag von € 10.000, einer 5-jährigen Laufzeit und einem Nominalzins von 4%. Sparbrief mit jährlicher Verzinsung: Bei einem Sparbrief mit jährlicher Verzinsung werden 5 Jahre lang je € 400,-- Zinsen und am Ende der Laufzeit die € 10.000 ausgezahlt. Die erzielte Rendite ist somit identisch mit dem Nominalzins von 4 %. Aufgezinster Sparbrief: Bei einem aufgezinsten Sparbrief werden am Ende der Laufzeit die €10.000 zuzüglich der gesammelten Zinsen ausgezahlt, in unserem Beispiel €12.166,53, was bei einem jährlichen Zins von 4,00 % eine Rendite von 4,33 % entspricht. Abgezinster Sparbrief: Bei einem abgezinsten Sparbrief werden die gesammelten Zinsen (€ 1.780,73) beim Kauf des Sparbriefes abgezogen, so dass für den Sparbrief der „krumme“ Betrag von € 8.219,27 Euro zu zahlen ist. Die € 10.000 werden am Ende der Laufzeit ausgezahlt und bedeuten für den Sparer ebenfalls eine Rendite von 4,33 % pro Jahr. Bei den letztgenannten Optionen wirkt der so genannte Zinsenzinseffekt aus. Dadurch fallen die Renditen höher aus als der Nominalzins. Gerade im Hinblick auf die zurückliegende Finanzkrise kommt dem Aspekt der Sicherheit eine herausragende Bedeutung zu. Insoweit ist insbesondere zu berücksichtigen, in welchem Umfang Sparbriefe unter die entsprechenden Einlagensicherungssysteme fallen. Allgemein gilt, dass alle sogenannten Namensschuldverschreibungen unter die diversen Sicherungssysteme fallen. Die meisten Sparbriefe fallen hierunter. Dies erkennt man insbesondere daran, dass diese keine Wertpapierkennnummer (WKN) besitzen und nur durch eine Abtretung übertragen werden können. Es gibt aber auch sog. "Sparbriefe" von Sparkassen, bei denen es sich nicht um Sparbriefe im eigentlichen Sinne sondern um Inhaberschuldverschreibungen handelt, eben nicht durch den Einlagensicherungsfonds abgesichert sind. Erkennbar sind diese durch eine WKN. Auch haben diese in der Regel eine geringfügig höhere Verzinsung. Im Zweifelsfall bleibt einem nichts anderes übrig, als den Verkaufsprospekt zu lesen. Sparbriefe sind eine klassische Anlageform mit geringem Risiko.
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