Glossar

       
       

A

Zur Erläuterung bitte jeweils das HYPOXX:-Symbol anklicken.

HYPOXX AG:  Altersvorsorge (kapitalgedeckt)

Dabei werden die Sparanteile aus den Beiträgen der Versicherten am Kapitalmarkt angelegt und für jeden einzelnen Versicherten wird ein Deckungskapital gebildet, das nach dem Ansparende die zu zahlenden Leistungen abdecken soll. Alle laufenden und zukünftigen Ansprüche werden aus diesem individuellen Deckungskapital in entsprechender Höhe bedient. Vergl. hierzu die umlagenfinanzierte Altersvorsorge.

       

HYPOXX AG:  Altersvorsorge (umlagenfinanziert)

Die gesetzliche (=umlagefinanzierte) Rente basiert darauf, dass die Beiträge, die heute eingezahlt werden, nicht den Einzahlenden selbst, sondern den heutigen Rentnern zugute kommen. Vergl. hierzu die kapitalgedeckte Altersvorsorge.

       

HYPOXX AG:  Ansparsumme

Unter Ansparsumme versteht man, die Gesamtheit der monatlichen Sparraten einschliesslich der aufgelaufenen Zinsen. Das Erreichen eines bestimmten Wertes ist, neben der Anspardauer, eine Voraussetzung für die Zuteilung des Bausparvertrages.

       

HYPOXX AG:  Anzahl Kinder

Entscheidend für die Berücksichtigung von Kindern ist die steuerliche Zuordnung, wofür die entsprechenden Angaben auf der Lohnsteuerkarte bzw. die Zahlungen des Kindergeldes maßgeblich sind.

       

HYPOXX AG:  Auflassung

Auflassung bedeutet: Die zur Übertragung des Eigentums an einem Grundstück nach § 873 BGB erforderliche Einigung des Veräußerers und des Erwerbers über den Eigentumswechsel. Sie wird nach § 925 BGB vor dem Notar erklärt, genügt allein allerdings zum Eigentumsübergang noch nicht. Es muß noch die Eintragung des Eigentumswechsels im Grundbuch hinzukommen.

       

HYPOXX AG:  Auflassungsvormerkung

Vorstufe zur Auflassung. Die Auflassungsvormerkung wird zur Sicherung des Anspruchs auf die Übertragung des Grundstücks an den Erwerber in das Grundbuch eingetragen.

       

HYPOXX AG:  Aufteilungsplan

Der Aufteilungsplan ist eine von der Baubehörde bestätigte Bauzeichnung, aus der die Aufteilung des Gebäudes sowie die Lage und Größe der im Sondereigentum und der im Gemeinschaftseigentum stehenden Gebäude und Gebäudeteile (Räume) ersichtlich sind.

       

HYPOXX AG:  Ausbau

§ 17 II. WoBauG - Schaffung von Wohnraum durch bauliche Veränderungen in oder an bestehenden Wohngebäuden ohne wesentliche Eingriffe in den Bestand oder die Konstruktion, für die in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich ist. Typisches Beispiel: Ausbau des Dachgeschosses.

       

HYPOXX AG:  Ausfallbürgschaft

Bürgschaft, bei der der Bürge erst in Anspruch genommen werden kann, wenn der Gläubiger nachgewiesen hat, dass zumindest teilweise ein Ausfall seiner Forderung endgültig eingetreten ist, d.h. die Bank einen Verlust erlitten hat.
Vgl. hierzu Wikipedia-Artikel.

       

HYPOXX AG:  Ausschreibung

Aufforderung des Bauherrn durch seinen Architekten an Baufirmen und Bauhandwerker, auf der Grundlage vorgegebener Leistungsverzeichnisse verbindliche Angebote abzugeben.

Ziel ist der Abschluss von Bauverträgen (Vergabe), deren Bedingungen dem Anbieter in der Ausschreibung ebenfalls mitgeteilt werden.

       

HYPOXX AG:  Auszahlungsbetrag

Unter Auszahlungsbetrag versteht man die Darlehensumme abzgl eventueller Kompensationen für einen besonders attraktiven Zins oder zzgl. einer Kompensation für die Bereitschaft zur Übernahme eines Darlehensvertrages mit einem Zins über dem Marktniveau.

       

HYPOXX AG:  Auszahlungskurs

Der Prozentsatz, zu dem der Kredit ausgezahlt wird. Agio/Disagio.

       

HYPOXX AG:  Außenanlagen

Dazu gehören u.a. Ver- und Entsorgungsleitungen vom Hausanschluss bis zur Grundstücksgrenze, Einfriedungen und Gartenanlagen, Fahrwege und Befestigungen. Steuerrechtlich gehören die Kosten für einen Teil der Außenanlagen, nämlich für die Ver- und Entsorgung sowie für Einfriedungen und Wegebefestigungen zu den Herstellungskosten.

       

HYPOXX AG:  Außenbereich

§ 35 BauGB - Im Außenbereich liegt ein Grundstück dann, wenn es außerhalb eines im Zusammenhang bebauten Ortsteiles und außerhalb eines Bebauungsplanes liegt. Seine Bebauung ist nur unter besonderen Bedingungen möglich.

       

HYPOXX AG:  Außerkollektive Kredite

§ 1 BausparkV - Kredite einer Bausparkasse, die nicht der Zuteilungsmasse entnommen werden. Dabei kann es sich um Eigenmittel der Bausparkasse oder um Fremdmittel vom Kapitalmarkt handeln. Sie dienen z.B. zur Abdeckung von Finanzierungsbedarf vor Zuteilung der Bausparsumme.

Zu den außerkollektiven Krediten zählen Sofortdarlehen, Vorfinanzierungs- und Zwischenkredite. Zur Refinanzierung von Vorfinanzierungs- und Zwischenkrediten können in begrenztem Maße auch kollektive Mittel herangezogen werden.

       

HYPOXX AG:  Avalkredit

Kreditform, bei der das Kreditinstitut für seinen Kunden einem Dritten gegenüber eine Bürgschaft oder Garantie übernimmt.

Anwendung findet der Avalkredit in der Praxis u.a. als Bauträgerfinanzierungen oder als Gewährleistungsbürgschaft im Baugewerbe.

       
  
   

B

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HYPOXX AG:  b.a.w. Konditionen

Darlehen mit Konditionen, die nur "bis auf weiteres" gelten.

       

HYPOXX AG:  Bankfeiertage

Nach tarifvertraglicher Regelung haben Kreditinstitute am 24. und 31. Dezember geschlossen.

       

HYPOXX AG:  Bankvorausdarlehen

Darlehen, zu deren Tilgung gleichzeitig ein oder mehrere Bausparverträge abgeschlossen werden. Die Bausparsumme entspricht dabei der Darlehenshöhe. Neben den Zinsen für das Bankvorausdarlehen sind bis zur Zuteilung Sparbeiträge zu entrichten. Nach Zuteilung wird das Bankvorausdarlehen durch die Bausparsumme abgelöst. Tilgungsbausparvertrag, Vorfinanzierungskredit.
(vgl. Wikipedia "Vorausdarlehen")

       

HYPOXX AG:  Bauabnahme

Prüfung der Baurechtsbehörde, ob bestimmte Bauarbeiten in Übereinstimmung mit der Baugenehmigung durchgeführt worden sind. Unterschieden werden: die Rohbauabnahme, die Teilabnahme (bestimmter Bauarbeiten) und die Schlussabnahme (des fertigen Gebäudes).

       

HYPOXX AG:  Bauabzugssteuer

Alle Unternehmer, die im Inland eine Bauleistung in Auftrag geben, die der Herstellung, Instandsetzung, Änderung oder der Beseitigung von Bauwerken dient, sind grundsätzlich verpflichtet, von der Rechnung des Bauunternehmers/Handwerkers einen Steuerabzug von 15 % direkt an das Finanzamt des Bauunternehmers abzuführen. Dies gilt zwar nicht für selbstgenutztes jedoch für vermietetes Wohneigentum, sobald ein Vermieter mehr als 2 Wohnungen vermietet.

Der Steuerabzug muss von jeder tatsächlich erfolgten Gegenleistung, also auch für Voraus-, Teil- und Abschlagszahlungen vorgenommen werden. Der Steuerabzug kann nur dann unterbleiben, wenn die Baufirma eine durch das Finanzamt ausgestellte Freistellungsbescheinigung vorlegt oder wenn die Zahlungen an die jeweilige Firma im laufenden Jahr den Betrag von 5.000 Euro voraussichtlich nicht übersteigen wird.

Die Freigrenze erhöht sich auf 15.000 Euro, wenn der auftraggebende Unternehmer ausschließlich umsatzsteuerbefreite Vermietungsumsätze erzielt. Liegt keine gültige Freistellungsbescheinigung vor und werden die genannten Freigrenzen voraussichtlich überschritten, hat der Leistungsempfänger den Steuereinbehalt in Höhe von 15 % vorzunehmen und bis zum 10. des Folgemonats beim zuständigen Finanzamt anzumelden und abzuführen. Der Auftraggeber haftet für die abzuführenden Beträge, wenn er den Steuerabzug unterlassen hat.

(vgl. Wikipedia "Bauabzugssteuer")

       

HYPOXX AG:  Bauantrag

Antrag an die Gemeinde, das geplante Bauvorhaben auf seine Vereinbarkeit mit dem öffentlichen Recht zu überprüfen und die Erlaubnis zu seiner Durchführung zu erteilen. Er ist bei der Gemeinde zu stellen, in deren Gebiet das zu bebauende Grundstück liegt. Er muss u.a. Angaben (Bauvorlagen) enthalten über Bauart, Bauweise und Grundstücksgrößen sowie Nachweise über die Standsicherheit und die Schall- und Wärmeisolierung.

Beizufügen sind ferner eine Baubeschreibung, Bauzeichnungen und Lagepläne sowie Berechnungen des umbauten Raumes und der Wohn- und Nutzfläche. Mit dem Bau kann erst nach Erteilung der Baugenehmigung begonnen werden.

(vgl. Wikipedia "Bauantrag")

       

HYPOXX AG:  Bauanzeige

Schriftliche Anzeige des Bauherrn bei der Baubehörde, dass er ein anzeige-, also nicht baugenehmigungspflichtiges Bauvorhaben ausführen will.

       

HYPOXX AG:  Baubeschreibung

Differenzierte Beschreibung der Bauweise, der Baukonstruktion, der Baumaterialien und der Haustechnik

       

HYPOXX AG:  Baudenkmal

Nach den Richtlinien des Denkmalschutzes baugeschichtlich besonders wertvolles Gebäude, das in die Denkmalliste eingetragen ist. Bei baulichen Veränderungen muss die Zustimmung der zuständigen Denkmalschutzbehörde eingeholt werden. Herstellungskosten können nach § 7i EStG abgeschrieben werden, wenn diese nach Art und Umfang zur Erhaltung des Gebäudes als Baudenkmal und zu einer sinnvollen Nutzung erforderlich sind. In manchen Bundesländern besteht die Möglichkeit, für bestimmte bauliche Maßnahmen öffentliche Zuschüsse zu erhalten.

       

HYPOXX AG:  Bauerwartungsland

Im Flächennutzungsplan zur Bebauung vorgesehene Fläche. Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine (spätere) Bebauung.

       

HYPOXX AG:  Baufinanzierung

Finanzierung des Baues oder Erwerbs einer Immobilie durch Einsatz von Eigenkapital bzw. Eigenleistungen und Aufnahme von Darlehen. Für die Beantragung von Baudarlehen benötigen die Kreditinstitute Unterlagen über die zu finanzierende Immobilie (Beleihungsunterlagen) sowie Angaben über die persönlichen Verhältnisse des Antragstellers (z. B. Einkommensnachweise, Eigenkapitalnachweise, Finanzierungsnachweise).

Anhand dieser Unterlagen wird ein Beleihungswert der Immobilie ermittelt und auf Grund von persönlichen Finanzierungswünschen und Zielen des Kunden ein persönlicher Tilgungsplan erstellt mit entsprechenden dazupassenden Finanzierungsbausteinen. Auf dem Tilgungsplan ist der zeitliche Ablauf der Finanzierung als auch sämtliche Kosten und Bedingungen, wie Sondertilgungen, Zinsbindungsfrist u.s.w. zu ersehen.

(vgl. Wikipedia "Baufinanzierung")

       

HYPOXX AG:  Baufläche

(§ 5 BauGB). Im Flächennutzungsplan für die Bebauung vorgesehene Fläche, dargestellt nach der allgemeinen Art ihrer baulichen Nutzung. In der Baunutzungsverordnung (BauNVO) werden folgende Bauflächen unterschieden: Wohnbauflächen, gemischte Bauflächen (Mischgebiet), gewerbliche Bauflächen (Gewerbegebiet) und Sonderbauflächen. Die Art und das Maß der baulichen Nutzung sowie die Art der zulässigen Betriebe und Anlagen sind je nach Baugebiet unterschiedlich.
       

HYPOXX AG:  Baugebiet

(§ 111 Baunutzungsverordnung, BauNVO) Im Bebauungsplan zur Bebauung vorgesehenes Gebiet. Nach Art der zulässigen Nutzung und der Art der im Gebiet zulässigen Betriebe und Anlagen werden dabei folgende Gebiete unterschieden: Kleinsiedlungsgebiete (im Bebauungsplan abgekürzt mit WS), reine Wohngebiete (WR), allgemeine Wohngebiete (WA), besondere Wohngebiete (WB), Dorfgebiete (MD), Mischgebiete (MI), Kerngebiete (MK), Gewerbegebiete (GE), Industriegebiete (GI) und Sondergebiete (SO). Das Maß der baulichen Nutzung für die einzelnen Baugebiete ist in § 17 BauNVO festgelegt.
       

HYPOXX AG:  Baugebot

(§ 176 BauGB). Im Geltungsbereich eines Bebauungsplans kann die Gemeinde den Eigentümer durch Bescheid verpflichten, innerhalb einer angemessenen Frist sein Grundstück entsprechend den Festsetzungen des Bebauungsplans zu bebauen oder ein vorhandenes Gebäude den Festsetzungen anzupassen.
       

HYPOXX AG:  Baugenehmigung

Schriftlicher Bescheid der örtlich zuständigen unteren Bauaufsichtsbehörde, dass dem beantragten Bauvorhaben (Bauantrag) nach öffentlichem Recht keine Hindernisse entgegenstehen. Die Baugenehmigung kann mit Auflagen verbunden sein. Sie ist befristet und gebührenpflichtig. Das Baugenehmigungsverfahren ist in den Bauordnungen der Bundesländer geregelt.

(vgl. Wikipedia "Baugenehmigung")

       

HYPOXX AG:  Baugesetzbuch (BauGB)

Es regelt insbesondere die Bauleitplanung, die Bodenordnung, die Enteignung, die Erschließung, die Ermittlung von Grundstückswerten sowie die städtebauliche Sanierung und Entwicklung.

(vgl. Wikipedia "Baugesetzbuch")

       

HYPOXX AG:  Baugrenze

(§ 23 Baunutzungsverordnung, BauNVO). Diejenige Grenze im Bebauungsplan, die von Gebäuden oder Gebäudeteilen nicht überschritten werden darf.
       

HYPOXX AG:  Bauherr

(§ 11c EStDV – Einkommenssteuer-Durchführungsverordnung) - Derjenige, der selbst oder durch Dritte ein Bauvorhaben in eigenem Namen und auf eigene Rechnung durchführt bzw. durchführen lässt.

Der Bauherr trägt die Risiken der Bauvorbereitung und der Baudurchführung einschließlich des Bauherrenhaftungsrisikos. Er entscheidet letztlich auch über die architektonische und technische Gestaltung und die Finanzierung.

       

HYPOXX AG:  Bauherren-Haftpflichtversicherung

Unterart der Allgemeinen Haftpflichtversicherung. Sie schützt den Versicherungsnehmer für den Fall, dass er in seiner Eigenschaft als Bauherr auf Grund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen von einem Dritten auf Schadensersatz in Anspruch genommen wird.

Voraussetzung ist, dass Planung, Bauleitung und Bauausführung an einen Dritten vergeben sind. Gegen Prämienzuschlag kann auch das Bauen in eigener Regie versichert werden. Das Grundstücks-Haftpflichtrisiko ist bis zur Bauabnahme, längstens bis zum Bezug des Gebäudes mitgedeckt. Die Bauherren-Haftpflichtversicherung deckt nicht Eigenschäden des Bauherrn ab(Bauwesenversicherung).

       

HYPOXX AG:  Bauherrenmodell

Steuermodell, basierend auf dem Zusammenschluss mehrerer Interessenten zu einer Bauherrengemeinschaft (BGB-Gesellschaft) auf Initiative eines Promotors (Baubetreuers) mit dem Ziel, die aus der Bauherreneigenschaft resultierenden steuerlichen Vorteile, insbesondere die sofort abzugsfähigen Werbungskosten, optimal zu nutzen.

Die Gesamtabwicklung, einschließlich der typischen Aufgaben des Bauherren, wie z.B. die Beschaffung von Finanzierungsmitteln, wird dabei einem Treuhänder übertragen. Mit dem sog. Bauherrenerlass vom 13.8.1981 wurden die Voraussetzungen für die steuerlichen Absetzungsmöglichkeiten präzise geregelt und eingeschränkt. Das Modell hat seither kaum noch Marktbedeutung.

(vgl. Wikipedia "Bauherrenmodell")

       

HYPOXX AG:  Bauleistungsversicherung

Die Bauleistungsversicherung sichert den Bauherrn gegen Schäden ab, für die nicht die bauausführenden Firmen oder Architekten haftbar gemacht werden können. Versichert sind das Bauobjekt und die erbrachten Bauleistungen, inkl. Baustoffe und Bauteile gegen Schäden, die z.B. entstehen können durch fehlerhafte statische Berechnung, mangelnde Bauaufsicht, höhere Gewalt und Elementarereignisse, ungewöhnliche Witterungseinflüsse, Konstruktions- und Materialfehler, Fahrlässigkeit der Bauhandwerker, mutwillige Zerstörung Dritter oder durch Diebstahl von eingebauten Materialien. Nicht unter die Bauleistungsversicherung fallen die Baustelleneinrichtung, die Baugeräte, Leistungsmängel oder Schäden durch normale Witterungseinflüsse.

       

HYPOXX AG:  Bauleitplanung

Aufgabe der Bauleitplanung ist es, die bauliche und sonstige Nutzung der Grundstücke in der Gemeinde vorzubereiten und zu leiten.

       

HYPOXX AG:  Baulinie

(§ 23 Baunutzungsverordnung, BauNVO) Diejenige Linie im Bebauungsplan, auf der gebaut werden muss.

       

HYPOXX AG:  Baumangel

(§ 633 BGB; § 13 VOB, Teil B) Fehler an einem Bauwerk, die den Wert oder die Tauglichkeit zu dem gewöhnlichen oder nach dem Vertrag vorausgesetzten Gebrauch aufheben oder mindern.

Gewöhnlicher Gebrauch bedeutet, dass die Bauleistung den heute üblichen und notwendigen Anforderungen genügen und den allgemein anerkannten Regeln der Technik und der Baukunst entsprechen muss. Der Bauherr hat im Streitfall darzulegen (sog. Darlegungslast), welcher Baumangel besteht und zu beseitigen ist. Bei einem Baumangel hat der Bauherr einen Anspruch auf Erfüllung oder Gewährleistung.

       

HYPOXX AG:  Baunebenkosten

(§ 22 WertV). Zu den Baunebenkosten gehören u.a. die Honorare für Architekten- und Ingenieurleistungen, die Gebühren für behördliche Prüfungen und Genehmigungen (Baugenehmigung) und die Kosten der für die Herstellung erforderlichen Finanzierung.

       

HYPOXX AG:  Bauordnung

Landesrechtliche Gesetze (= Landesbauordnung), in denen die materiellrechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung, die Änderung und den Abbruch baulicher Anlagen und das baurechtliche Verfahren geregelt sind.

Die Bauordnungen enthalten darüber hinaus u.a. Bestimmungen über die Bauabnahme, die Aufgaben der Bauaufsicht, die bautechnische Sicherheit, die Schall- und Wärmeisolierung und den Feuerschutz.

       

HYPOXX AG:  Baureifes Land

Nach öffentlich-rechtlichen Vorschriften baulich nutzbare Fläche.

       

HYPOXX AG:  Bauspar-Kollektiv

Grundgedanke des Bausparsystems. Der Begriff Bauspar-Kollektiv wird in doppelter Bedeutung verwendet:

1) Das Prinzip des Bauspar-Kollektivs: Viele Gleichgesinnte schließen sich zu einer Bauspargemeinschaft zusammen und sparen in einen Topf. Hier fließen neben den Spargeldern und den Guthabenzinsen u.a. auch die Tilgungsbeiträge zusammen. Aus der damit gebildeten Zuteilungsmasse wird den Bausparern nach einem bestimmten Auswahlverfahren (Zuteilung) die Bausparsumme zur Verfügung gestellt.

2) Die Personengemeinschaft des Bauspar-Kollektivs: Gesamtheit aller Bausparer und deren Bausparverträge, die mit ihren Spargeldern und Tilgungsrückflüssen die gemeinsame Zuteilungsmasse bilden.

       

HYPOXX AG:  Bauspar-Vorratsvertrag

Bausparvertrag, der von einem Kreditinstitut abgeschlossen und angespart wird. Nach der Zuteilung oder kurz vor der Zuteilung werden diese Verträge geteilt und die Teilverträge an Kreditkunden übertragen, die dann in den Genuss des zinsgünstigen Bauspardarlehens kommen, ohne zuvor über lange Jahre hinweg angespart zu haben. I.d.R. handelt es sich bei den Bauspar-Vorratsverträgen um Großverträge, die beim späteren Verkauf aufgeteilt werden.

       

HYPOXX AG:  Bauspardarlehen

(§ 1 BSpKG) Darlehen einer Bausparkasse, auf das der Bausparer nach Erfüllung der Mindestansparung und nach Erreichen der für die Zuteilung der Bausparsumme erforderlichen Bewertungszahl einen Rechtsanspruch hat. Ein Bauspardarlehen ist ein besonders zinsgünstiges Darlehen, dessen Zinssatz unabhängig vom Kapitalmarkt für die gesamte Darlehenslaufzeit festgeschrieben ist und bei dem zudem Sondertilgungen jederzeit möglich sind. Beim Bauspardarlehen handelt es sich um ein unkündbares, i.d.R. nachrangig abzusicherndes Tilgungsdarlehen in der Höhe des Unterschiedsbetrages zwischen der Bausparsumme und dem zum Zeitpunkt der Zuteilung angesammelten Bausparguthaben.

 Zur Verzinsung und Tilgung ist in den meisten Bauspartarifen monatlich ein gleichbleibender Rückzahlungsbetrag zu leisten. Bauspardarlehen sind i.d.R. durch Grundpfandrechte an einem inländischen Pfandobjekt (= Grundstück oder grundstücksgleiches Recht) zu sichern. Mit Zustimmung der Bausparkasse kann das Bauspardarlehen auch durch ein Grundpfandrecht an einem Pfandobjekt in einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union gesichert werden (Auslandsimmobilie).

Das durch Grundpfandrecht zu sichernde Bauspardarlehen darf zusammen mit vor- und gleichrangigen Belastungen 80 Prozent des Beleihungswertes des Pfandobjekts nicht übersteigen. Als weitere Voraussetzung für die Gewährung eines Bauspardarlehens kann die Bausparkasse den Nachweis für den Abschluss einer Gebäudeversicherung verlangen. Bauspardarlehen dürfen nur für "wohnungswirtschaftliche Zwecke" verwendet werden.

       

HYPOXX AG:  Bauspareinlagen

(§ 1 BSpKG). Die von einem Bausparer auf einen Bausparvertrag geleisteten Einlagen, bestehend aus den Regelsparbeiträgen (inkl. vermögenswirksamer Leistungen), Sonderzahlungen, Guthabenzinsen sowie den dem Bausparkonto gutgeschriebenen Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmersparzulagen.
       

HYPOXX AG:  Bausparen

Zielgerichtetes Sparen, um für wohnwirtschaftliche Verwendungen ein Darlehen zu erlangen. Durch den Abschluss eines Bausparvertrages wird der Bausparer Mitglied einer Zweckspargemeinschaft (Bausparkollektiv). Am Beginn steht dabei die Sparphase, also eine Leistung des Bausparers an die Gemeinschaft.

Damit erwirbt der Sparer das Recht auf eine spätere Gegenleistung in Form eines Bauspardarlehens, dessen Zins besonders niedrig, von Anfang an fest vereinbart und von Zinsschwankungen am Kapitalmarkt unabhängig ist. Die Mittel hierfür stammen aus den von den Bausparern angesammelten Geldern, insbesondere den Spar- und Tilgungsleistungen.

       

HYPOXX AG:  Bausparförderung

Das Bausparen wird in mehrfacher Weise staatlich gefördert: durch die Gewährung von Wohnungsbauprämien sowie durch die Gewährung einer Arbeitnehmersparzulage nach dem Vermögensbildungsgesetz.

       

HYPOXX AG:  Bausparguthaben

Das Bausparguthaben setzt sich zusammen aus allen Einzahlungen, den Guthabenzinsen, einem eventuellen Zinsbonus oder Treuebonus sowie den Prämien aus der staatlichen Bausparförderung. Die Wohnungsbauprämie und/ oder Arbeitnehmersparzulage werden nach Ablauf der Bindungsfrist oder nach Zuteilung bei wohnwirtschaftlicher Verwendung dem Bausparguthaben zugeschlagen.

       

HYPOXX AG:  Bausparkasse

(§ 1 BSpKG). Kreditinstitut, dessen Geschäftsbetrieb darauf gerichtet ist, Einlagen von Bausparern nach Kollektivgrundsätzen (kollektives Bausparen) entgegenzunehmen und aus den angesammelten Beträgen den Bausparern Gelddarlehen für wohnwirtschaftliche Maßnahmen zu gewähren, die i.d.R. nachstellig zu sichern sind. 

Es gibt privatrechtlich und öffentlich-rechtlich (Landesbausparkassen) organisierte Bausparkassen. Die Tätigkeit der Bausparkasse unterliegt der Aufsicht durch das Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen.

       

HYPOXX AG:  Bausparkassengesetz (BSpKG)

(Gesetz über Bausparkassen vom 16.11.1972/ 15.2.1991). Enthält spezielle Regelungen für den Betrieb einer Bausparkasse und den Schutz des Bausparers. Darunter u.a. Bestimmungen über die Beschränkung des Bauspargeschäfts auf bestimmte (wohnwirtschaftliche) Zwecke, die Verwendung bestimmter Sicherheiten und über die Anlage verfügbarer Mittel. Im Bausparkassengesetz ist außerdem festgelegt, dass das Bauspargeschäft nur von Bausparkassen betrieben werden darf (sog. Spezialitätsprinzip).
       

HYPOXX AG:  Bausparkassenverordnung (BSpKVO)

(Verordnung zum Schutz der Gläubiger von Bausparkassen vom 19.12.1973). Erlassen auf der Grundlage des § 10 BSpKG. Die Verordnung dient der Sicherung der der Bausparkasse anvertrauten Vermögenswerte und einer ausreichenden Zahlungsbereitschaft sowie der Aufrechterhaltung einer möglichst gleichmäßigen Zuteilungsreihenfolge.

Zu diesem Zweck enthält sie u.a. nähere Bestimmungen über die vorübergehende Anlage der bereits zugeteilten, aber von den Bausparern noch nicht in Anspruch genommenen Bausparmittel, über Großbausparverträge sowie über die Gewährung bestimmter Darlehensarten (Vorfinanzierungskredite, Zwischenkredite, Darlehen gegen Negativerklärung).

       

HYPOXX AG:  Bausparmarkt

Etwa ein Drittel aller Personen über 14 Jahre besitzt mindestens einen Bausparvertrag, das sind etwa 21 Millionen Bundesbürger. Ende 1998 belief sich der Bestand an Bausparverträgen auf 33 Millionen über eine Bausparsumme von ca. 1300 Milliarden Mark.

Der Bausparmarkt wird zu etwa zwei Dritteln durch private Bausparkassen und zu etwa einem Drittel durch die Landesbausparkassen abgedeckt. Ende der 80er-Jahre wurde er durch die Allfinanz-Überlegungen in der Kreditwirtschaft neu belebt, was u.a. zur Neugründung von Bausparkassen führte.

Hinzu kam die Markterweiterung infolge der Wiedervereinigung. In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg hat das Bausparen erheblich zu den Aufbauleistungen im Wohnungssektor beigetragen. Zwischen 1948 und 1998 wurden insgesamt Bausparmittel von über 900 Milliarden Mark zugeteilt. Damit konnten über 13 Millionen Wohnungen mitfinanziert werden.

       

HYPOXX AG:  Bausparsumme

Das ist der Betrag, über den der Bausparvertrag abgeschlossen worden ist. Diese Vertragssumme kommt bei Zuteilung zur Auszahlung an den Vertragsnehmer. Die Bausparsumme wird ausgezahlt, wenn der Bausparvertrag die Voraussetzungen für eine Zuteilung (Mindestguthaben und Zielbewertungszahl) erfüllt. Die Höhe der Bausparsumme ist auch die Grundlage für die Abschlussgebühr, ein eventuell erforderliches Mindestguthaben und die zu zahlenden Tilgungsraten. Bausparer können jederzeit für ihren Bausparvertrag eine Erhöhung der Bausparsumme beantragen.

Die Erhöhung der Bausparsumme kostet die übliche Abschlussgebühr. Ab dem Zeitpunkt der Erhöhung gilt eine Zuteilungssperrfrist von 12 Monaten. Die zum Erhöhungszeitpunkt vorhandene Bewertungszahl wird auf die neue erhöhte Bausparsumme umgerechnet. Die Bausparkasse kann eine Erhöhung der Bausparsumme verweigern, wenn zum Beispiel der Bauspartarif nicht mehr angeboten wird.

       

HYPOXX AG:  Bauspartarif

Spezifiziert die genaue Art des Bausparvertrages u.a. durch die folgenden Tarifmerkmale: Höhe der Guthaben- und Darlehenszinsen, Höhe der Spar- und Tilgungsbeiträge, Höhe der Mindestansparsumme, die Mindestwartezeit sowie das Zuteilungsverfahren.

Alle Tarife sind vor ihrer Einführung von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ( BaFin) zu genehmigen. Bis Ende 1980 führten die Bausparkassen ausschließlich 2 Standardtarife mit einem Guthabenzins von 3 Prozent bzw. 2,5 Prozent und einem Darlehenszins von 5 Prozent bzw. 4,5 Prozent.

Die Landesbausparkassen überarbeiten seit 1999 ihr Tarifangebot ständig und erweitern es um neue Varianten. Seither ist eine Vielzahl von weiteren Tarifen eingeführt worden, z.B. für Schnell- und Langsamsparer, für Renditesparer oder Finanzierer oder auch Tarife, bei denen der Bausparer während der Ansparphase in andere Tarifvarianten wechseln kann. Die genauen Tarifkonditionen erfragen Sie bitte bei der für Ihr Bundesland zuständigen Landesbausparkasse.

       

HYPOXX AG:  Bausparvertrag

(§ 1 Abs.2 BSpKG). Vertrag mit einer Bausparkasse, durch den der Bausparer nach Leistung von Bausparbeiträgen einen Rechtsanspruch auf ein Bauspardarlehen erwirbt, dessen Absicherung nachrangig (Nachrang) erfolgt. Rechtlich ist der Bausparvertrag ein gegenseitiger, langfristiger Darlehensvorvertrag (nach § 320 BGB), der seine Ausgestaltung durch die Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge erhält.

Der Bausparvertrag wird über eine bestimmte Bausparsumme abgeschlossen. Auf Antrag kann der Bausparvertrag geteilt werden (Teilbausparvertrag) oder Verträge gleicher Vertragsmerkmale können zusammengelegt werden. Die speziellen Vertragsmerkmale werden als Bauspartarife bezeichnet. Zentrale Rechtsfigur des Bausparvertrags ist die Zuteilung der Bausparsumme.

Der Bausparvertrag wird schriftlich auf einem besonderen Vordruck beantragt. Er wird mit dem Eingang dieses Antrages oder der ersten Sparleistung wirksam. Mit dem Abschluss eines Bausparvertrags wird eine Abschlussgebühr fällig. Zur Zeit haben über 25 Mio. Bundesbürger insgesamt mehr als 33 Mio. Bausparverträge.

       

HYPOXX AG:  Bauträger

Plant und realisiert gewerbsmässig (ohne selbst Bauleistungen zu erbringen) als Bauherr in eigenem Namen für eigene oder fremde Rechnung (schlüsselfertige) Bauvorhaben unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern. Vor Erhalt und Verwendung der vorgenannten Vermögenswerte hat der Bauträger nach der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) u.a. in Höhe dieser Werte Sicherheiten zu leisten oder eine zu diesem Zweck geeignete Versicherung abzuschließen.
       

HYPOXX AG:  Bauträgermodell

Steuermodell, basierend auf dem Abschluss eines Kaufvertrages über die Errichtung eines schlüsselfertigen Gebäudes von einem Bauträger, bevor mit dem Bau begonnen wird. Ermöglicht dem Käufer, von zur Vermietung vorgesehenen Wohnimmoblien im Gegensatz zum Erwerbermodell, den Abzug von Finanzierungskosten als Werbungskosten.
       

HYPOXX AG:  Bauvorlageberechtigung

Bauunterlagen für genehmigungsbedürftige Errichtung und Änderung von Gebäuden müssen nach den Bauordnungen der Bundesländer von einem Entwurfsverfasser unterschrieben sein, der bauvorlageberechtigt ist. Das sind beispielsweise Architekten, Innenarchitekten oder beratende Ingenieure, die nach dem Landesrecht eine solche Berufsbezeichnung zu führen berechtigt sind.
       

HYPOXX AG:  Bauvorlagen

Dem Bauantrag nach der Bauvorlagenverordnung beizufügende Unterlagen. Hierzu zählen beispielsweise Baubeschreibung, Grundrisse, Darstellung der Grundstücksentwässerung und Angaben zum Schall- und Wärmeschutz.
       

HYPOXX AG:  Bauweise

(§ 22 Baunutzungsverordnung. BauNVO) Die Bauweise kann im Bebauungsplan als offen oder geschlossen festgesetzt werden. In der offenen Bauweise werden Gebäude mit seitlichem Grenzabstand (Bauwich) zueinander als Einzelhäuser, Doppelhäuser oder Hausgruppen errichtet.

In der geschlossenen Bauweise werden die Gebäude ohne seitlichen Grenzabstand errichtet, es sei denn, dass die vorhandene Bebauung eine Abweichung erfordert.

       

HYPOXX AG:  Bauwert

Eine von mehreren Grundlagen für die Festsetzung des Beleihungswertes. Summe der angemessenen Herstellungskosten für Gebäude und Außenanlagen. Die angemessenen Herstellungskosten werden dabei entweder nach dem Abschlags- oder nach dem Indexverfahren ermittelt.

Das Abschlagsverfahren wird vornehmlich bei Neubauten verwendet. Dabei wird in der Regel vom Kubikmeterpreis ausgegangen, der mit dem umbauten Raum multipliziert und anschließend um einen Risikoabschlag vermindert wird. Dieser Risikoabschlag richtet sich u.a. nach den Veräußerungschancen des Objekts. Das Indexverfahren wird zumeist bei Altbauten verwendet.

Grundlage bilden dabei die Bauwertverhältnisse des Jahres 1913, die gleich Hundert gesetzt werden. Mittels Baukostenindex werden sie dem jeweiligen Kostenniveau angepasst. In der Regel wird auch bei dieser Methode zusätzlich noch ein Risikoabschlag vorgenommen.

       

HYPOXX AG:  Bauwich

Grundstücksteil, der sich von der Straßenbegrenzungslinie oder der tatsächlichen Straßengrenze parallel zur seitlichen Grundstücksgrenze in der Breite des seitlichen Grenzabstands erstreckt und der grundsätzlich von baulichen Anlagen freizuhalten ist.

       

HYPOXX AG:  Bearbeitungsgebühr

Einmaliges Entgelt für die Bearbeitung des Darlehensantrages. Die Bearbeitungsgebühr wird in der Regel bei der ersten Auszahlung des Darlehens vom Auszahlungsbetrag abgezogen.
       

HYPOXX AG:  Bebauungsplan

(§§ 8 – 10 BauGB). Verbindlicher Bauleitplan. Wird aus dem Flächennutzungsplan entwickelt. Enthält als gemeindliche Satzung rechtsverbindliche, konkrete und parzellenscharfe Festsetzungen über Art und Maß der baulichen Nutzung innerhalb des Plangebietes. Qualifizierte Bebauungspläne enthalten ferner Festsetzungen über die örtlichen Verkehrsflächen und die überbaubaren Grundstücksflächen.

       

HYPOXX AG:  Beleihung

Kreditbewilligung auf der Grundlage einer Sicherheit. Die Höhe der möglichen Beleihung hängt ab vom Beleihungswert des Sicherungsgutes und von seiner Beleihungsgrenze. Das Beleihungsverfahren ist i.d.R. institutsübergreifend in sog. Musterrichtlinien, wie z.B. den landesspezifischen Beleihungsgrundsätzen für Sparkassen, geregelt. Beleihungsunterlagen.
       

HYPOXX AG:  Beleihungsgrenze

Derjenige Prozentteil des Beleihungswertes eines Pfandobjekts, den Kreditinstitute nach den für sie maßgebenden Rechtsvorschriften beleihen dürfen. Für sog. Deckungshypotheken privater Hypothekenbanken liegt sie bei 60 Prozent des Beleihungswertes. Die gleiche Grenze gilt auch für dinglich gesicherte Kredite von Sparkassen.

Bei Sparkassen und den meisten anderen Kreditinstituten kann diese Beleihungsgrenze überschritten werden, wenn für den übersteigenden Betrag Bürgschaften der öffentlichen Hand oder anderer öffentlich-rechtlicher Institutionen gestellt werden. Außerdem kann ein über der 60-Prozent-Grenze liegender Kreditbedarf (i.d.R. bis 80 Prozent des Beleihungswertes) durch einen Personalkredit abgedeckt werden. Durch Kombination der beiden vorgenannten Möglichkeiten ist damit u.U. auch eine Vollfinanzierung darstellbar.

Beim Einsatz von Baudarlehen von Bausparkassen ist bei entsprechender grundbuchlicher Sicherung eine Beleihung bis zu 80 Prozent des Beleihungswertes zulässig (§ 7 BSpKG). Eine Beleihung über 80 Prozent des Beleihungswertes hinaus ist den Bausparkassen nur dann gestattet, wenn ausreichende Zusatzsicherheiten beigebracht werden können.

       

HYPOXX AG:  Beleihungsunterlagen

Um eine Wertermittlung für eine Immobilie durchführen und den Beleihungswert festzusetzen zu können, benötigen Finanzdienstleistungsunternehmen bestimmte Unterlagen, z.B.:

Unbebaute Grundstücke: Unbeglaubigter Grundbuchauszug, Lageplan. Gebrauchte Immobilien:
Unbeglaubigter Grundbuchauszug, Lageplan, Baubeschreibung, ( falls vorhanden Expose ), Wohnflächenberechnung, Gebäude- bzw. Feuerversicherung, Miet- / Pachtverträge. Bei Eigentumswohnungen: eine Teilungserklärung. Bei Neubauten, Um- und Ausbauten: Unbeglaubigter Grundbuchauszug, Lageplan, Genehmigte Pläne, Wohnflächenberechnung, Berechnung des umbauten Raumes, Baukostenaufstellung, Miet- / Pachtverträge, Gebäude- bzw. Feuerversicherung, Beleihungswert Grundbuchauszug, Baubeschreibung, Gebäude- Feuerversicherung.

       

HYPOXX AG:  Beleihungswert

Der vom Kreditgeber auf der Grundlage geltender Bestimmungen festgelegte Wert für Gegenstände oder Rechte, die beliehen werden, d.h. als Kreditsicherheit dienen sollen. Der Beleihungswert ist der Wert, der dem Beleihungsgegenstand unter Berücksichtigung aller für die Bewertung maßgebenden Umstände beigemessen wird.

Als Bewertungsgrundlage für die Festsetzung dienen der Ertragswert, der Bauwert, der Bodenwert und der Verkehrswert. Ziel der Beleihungswertermittlung ist es, nachhaltig, zumindest für die Darlehenslaufzeit, eine ausreichende und möglichst krisenfeste Besicherung zu gewährleisten. Nach den Beleihungsgrundsätzen für Sparkassen soll deshalb dieser Wert weder die angemessenen Herstellungskosten noch den Verkehrswert übersteigen.

       

HYPOXX AG:  Bereitstellungszinsen

Von einem Kreditinstitut in Rechnung gestellte Zinsen/ Provision für einen zugesagten, aber noch nicht in Anspruch genommenen Kredit. Die Begründung dafür liegt darin, dass der Darlehensgeber mit der Darlehenszusage die bewilligten Kreditmittel bereitstellt, für die ab diesem Zeitpunkt Refinanzierungskosten anfallen, die auch durch Zwischenanlage in der Regel nicht voll ausgeglichen werden können.
       

HYPOXX AG:  Bestandsverzeichnis

Das Bestandsverzeichnis des Grundbuches enthält das Verzeichnis sämtlicher Grundstücke, jeweils unter einer gesonderten Nummer, nach Gemarkung, Flur, Flurstück, Liegenschaftsbuch (= Verbindung zum Liegenschaftskataster), Wirtschaftsart, Lage und Größe, sowie sämtliche mit dem Eigentum verbundenen Rechte. Außerdem sind Teilungen sowie Zu- und Abschreibungen vermerkt, im Allgemeinen auch die Straßenbezeichnungen und Hausnummern.
       

HYPOXX AG:  Betriebskosten

(§ 18 WertV; § 27 Abs.1 II. BV). Kosten, die dem Eigentümer/Erbbauberechtigten durch das Eigentum am Grundstück oder den bestimmungsgemäßen Gebrauch des Grundstücks und seiner baulichen und sonstigen Anlagen laufend entstehen. Hierzu zählen u.a. die Kosten für die Wasserversorgung, Heizungsanlagen, Straßenreinigung, Entwässerung, Müllabfuhr, Beleuchtung, Gartenpflege, Sach- und Haftpflichtversicherung. Betriebskosten können im Rahmen der vertraglichen und gesetzlichen Bestimmungen auf den Mieter umgelegt werden.
       

HYPOXX AG:  Beurkundungspflicht

Grundstücksgeschäfte (Grundstückskaufvertrag) müssen generell notariell beurkundet werden.

       

HYPOXX AG:  Bewertungsstichtage

Termine, an denen für jeden Bausparvertrag die (individuellen) Bewertungszahlen ermittelt und die Zuteilungsreihenfolge festgelegt werden. Die Bausparkassen haben in ihren Allgemeine Bedingungen für Bausparverträge vier oder zwölf Bewertungsstichtage jeweils zum Monats- oder Quartalsende bestimmt. Die auf diese Stichtage bezogenen Zuteilungen erfolgen dann überwiegend jeweils zwei bis vier Monate später (= Zuteilungsperiode).
       

HYPOXX AG:  Bewertungsszahl

Kriterium zur Gewährleistung einer möglichst gerechten Zuteilungsreihenfolge. Die Verteilungsregeln des Bausparsystems basieren auf den vom Bausparer durch seine Sparleistungen und ihre Liegezeit erworbenen Sparverdiensten. Die Messgröße dafür ist die Bewertungszahl. Sie bringt die Dauer und Höhe der Sparleistung zum Ausdruck (Zeit x Geld-System).

Die Bewertungszahl wird jeweils an den Bewertungsstichtagen ermittelt und ist dann für die nachfolgende Zuteilungsperiode maßgeblich. Die Ermittlungsmethoden sind bei den einzelnen Bausparkassen unterschiedlich. Für die Zuteilung gibt jede Bausparkasse eine Mindestbewertungszahl bekannt, die erreicht werden muss, damit der Bausparvertrag zugeteilt werden kann. Die individuelle Bewertungszahl ist bei den Bausparkassen auf dem Jahreskontoauszug zu jedem Bausparvertrag aufgeführt.

       

HYPOXX AG:  Bewirtschaftungskosten

(§ 18 WertV; § 24 II. BV). Kosten für die Abschreibung und Unterhaltung baulicher Anlagen. Sie setzen sich zusammen aus der Abschreibung, den Verwaltungskosten, den Betriebskosten, den Instandhaltungskosten und dem Mietausfallwagnis. Unberücksichtigt bleiben durch Umlagen gedeckte Betriebskosten. Im Rahmen der Ertragswert-Berechnung häufig pauschal mit 25 Prozent bis 35 Prozent des Rohertrages angesetzt.
       

HYPOXX AG:  Bindungsfrist

Bausparbeiträge, für die Prämienbegünstigung oder aber der Sonderausgabenabzug in Anspruch genommen worden ist, unterliegen nach § 2 Abs. 2 WoPG bzw, § 10 Abs. 5 a.F. EStG bestimmten Bindungsfristen. Dadurch soll einer längerfristigen Bindung der angesparten Bausparmittel erreicht und die mißbräuchliche Inanspruchnahme der staatlichen Sparförderung verhindert werden. Eine Verfügung über den Bausparvertrag innerhalb der Bindungsfrist darf nur zu wohnwirtschaftlichen Zwecken geschehen. Trifft dies nicht zu, gehen Steuer- und Prämienvorteile grundsätzlich verloren.

Änderung der Bindungsfrist bei der Wohnungsbauprämie zum 1. Januar 2009: Für prämienbegünstigte Bausparverträge für die Wohnungsbauprämie gewährt wird gilt nach neuem Recht eine sogenannte ewige Zweckbindung. Dieses neue Recht gilt für alle Bausparverträge, die ab 01.01.2009 abgeschlossen werden, sowie für alle bereits in 2008 (oder früher) abgeschlossenen Bausparverträge, für die nicht mindestens ein Beitrag in Höhe der Regelsparrate noch in 2008 entrichtet worden ist. Ebenso ist das neue WoP-Recht auch auf alle Erhöhungen ab 01.01.2009 anzuwenden.

Diese Verträge dürfen also prämienunschädlich nur zum Wohnungsbau verwendet werden. Eine nicht wohnwirtschaftliche Verwendung ist grundsätzlich auf Dauer prämienschädlich. Ausnahme: Wer bei Abschluss eines Bausparvertrages das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann auch künftig nach sieben Jahren frei über den Guthabenbetrag verfügen. Die Prämie gibt es in diesem Fall für die letzten sieben Jahre. Diese Ausnahmeregelung kann jeder Sparer nur einmal in Anspruch nehmen.

       

HYPOXX AG:  Blankodarlehen

(§ 7 Abs.4 BSpKG). Bauspardarlehen bis maximal 10.000 Euro oder Zwischenkredit bis 5.000 Euro, bei dem wegen des geringen Darlehensbetrages auf eine grundpfandrechtliche Sicherung verzichtet werden kann. Der Umfang der von der Bausparkasse ausgereichten Blankodarlehen ist aufsichtsrechtlich begrenzt. Voraussetzung ist die einwandfreie Bonität des Schuldners.
       

HYPOXX AG:  Bodenrichtwert

Durchschnittlicher Lagewert für den Boden unter Berücksichtigung des unterschiedlichen Entwicklungsstands. Die Bodenrichtwerte werden jährlich auf der Basis der Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse ermittelt und in Form von Bodenrichtwertkarten veröffentlicht, in die jedermann auf Verlangen Einsicht erhalten kann. Aus dieser Karte können i.d.R. folgende Angaben entnommen werden:

Durchschnittlicher Kaufpreis pro Quadratmeter Grundstück, bezogen auf das vergangene Jahr Angaben zur Nutzung und Bauweise ggf. durchschnittliche Grundstücksgröße

       

HYPOXX AG:  Bodenwert

Der Bodenwert ist der Wert des unbebauten Grundstückes. Bei der Ermittlung des Bodenwertes ist von den Preisen auszugehen, die für Grundstücke gleicher Art und Lage und Dauer voraussichtlich zu erzielen sind. Bei vorliegenden Kaufverträgen wird der darin genannte Wert i.d.R. übernommen.
       

HYPOXX AG:  Bonität

Wertmaßstab für die Kreditwürdigkeit einer natürlichen oder juristischen Person. Entscheidend sind die persönlichen, fachlichen, finanziellen Voraussetzungen und die Vermögensverhältnisse des potentiellen Kreditnehmers.

       

HYPOXX AG:  Bonus

Einige Bauspartarife sehen einen speziellen Bonus vor, der von der Bausparkasse ab einer gewissen Anspardauer (in der Regel 7 Jahre) und bei Nichtinanspruchnahme des Darlehens gewährt wird.
       

HYPOXX AG:  Briefgrundschuld

§ 1191 ff BGB / § 1116 Abs.1 BGB - Grundschuld, über die das Grundbuchamt nach der Eintragung im Gegensatz zur Buchgrundschuld zusätzlich eine Urkunde (= Grundschuldbrief) ausstellt. Der Grundschuldbrief enthält u.a. die Bezeichnung des belasteten Grundstücks und der Grundschuldhöhe. Verfügungen über die Grundschuld sind nur dem möglich, der den Grundschuldbrief besitzt. Im Gegensatz zu Hypotheken sind Grundschulden nicht akzessorisch, sondern abstrakt. Sie sind also nicht von Bestand und Umfang der gesicherten Forderung(en) (beispielsweise Darlehen) abhängig und können für sich allein übertragen oder genutzt werden. Grundschulden können daher – anders als Hypotheken – auch nach deren Bestellung noch für andere Forderungen als Sicherheit herangezogen werden, indem einfach der Sicherungsvertrag entsprechend erweitert wird.

       

HYPOXX AG:  Briefhypothek

§ 1116 Abs.1 BGB - Hypothek, über die das Grundbuchamt nach der Eintragung im Gegensatz zur Buchhypothek zusätzlich eine Urkunde (= Hypothekenbrief) ausstellt. Der Hypothekenbrief enthält u.a. die Bezeichnung des belasteten Grundstücks und den Hypothekenbetrag. Verfügungen über die Hypothek sind nur dem möglich, der den Hypothekenbrief besitzt.
       

HYPOXX AG:  Buchgrundschuld

§ 1191 ff BGB / § 1116 Abs.2 BGB - Grundschuld, deren Bestehen im Gegensatz zur Briefgrundschuld nur im Grundbuch vermerkt ist.

       

HYPOXX AG:  Buchhypothek

§ 1116 Abs.2 BGB - Hypothek, deren Bestehen im Gegensatz zur Briefhypothek nur im Grundbuch vermerkt ist.
       

HYPOXX AG:  Bürgschaft

§ 765 Abs.1 BGB - Vertrag zwischen dem Gläubiger und dem Bürgen, in dem sich der Bürge (gegebenenfalls gegen Zahlung einer Bürgschaftsprovision) verpflichtet, für die Erfüllung einer näher bezeichneten Verbindlichkeit des Schuldners einzustehen (= Ausfallbürgschaft). Die Bürgschaft dient damit zur Sicherung einer Forderung des Gläubigers bei Zahlungsunwilligkeit oder -unfähigkeit des Schuldners.

Sie ist forderungsabhängig (Akzessorietät). Die sogenannte Übergangsbürgschaft dient zur Wahrung des vorrangigen Darlehens vor Ansprüchen anderer Gläubiger, bis das vorgesehene Grundpfandrecht eingetragen ist. Die Werthaltigkeit richtet sich unter anderem nach der Art des Bürgschaftgebers.

Man unterscheidet in diesem Sinne Bürgschaften von Körperschaften des öffentlichen Rechts, von Kreditinstituten (Avalkredit), von sogenannten Kreditgarantiegemeinschaften des Handwerks oder des Handels sowie in der Regel selbstschuldnerische Bürgschaften von juristischen Personen des Privatrechts, einer Handelsgesellschaft oder von Privatpersonen. Siehe auch Ersatzsicherheiten, Gewährleistungsbürgschaft oder Vertragserfüllungsbürgschaft.

       

HYPOXX AG:  Bürgschaftsgebühr

Soweit im Rahmen der Wohnungsbaufinanzierungen Bürgschaften, insbesondere von Kreditinstituten, eingesetzt werden, erhebt der Bürge für die Übernahme des Risikos sowie den Prüfungs- und Verwaltungsaufwand eine einmalige oder laufende Bürgschaftsgebühr (Avalgebühr), die dem Darlehensnehmer in Rechnung gestellt wird.
       
  
   

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HYPOXX AG:  Damnum

Selten verwendeter Begriff für Disagio.
       

HYPOXX AG:  Darlehen gegen Negativerklärung

Darlehen gegen Verpflichtungserklärung (§ 7 Abs.4 BSpKG; § 6 BSpKV). Im Bauspargeschäft: Bauspardarlehen bis zu einem Betrag von 30.000 Euro oder Vorfinanzierungs- und Zwischenkredite bis zu 45.000 Euro, die einer grundpfandrechtlichen Sicherung oder einer Sicherung durch Ersatzsicherheiten nicht bedürfen, weil sich der Darlehensnehmer gegenüber der Bausparkasse verpflichtet, eine mögliche Sicherung durch Grundpfandrechte nicht durch eine Verpfändung oder Veräußerung des als Pfandobjekt in Frage kommenden Grundstücks zu verhindern.

Bei einer Mischung von kollektiven und außerkollektiven Mitteln gilt grundsätzlich eine gemeinsame Höchstgrenze von 30.000 Euro. Der Bestand an diesen Darlehen ist bei einer Bausparkasse aufsichtsrechtlich begrenzt.

       

HYPOXX AG:  Darlehensauszahlung

Sie ist i.d.R. an bestimmte Auszahlungsvoraussetzungen gekoppelt, die im Darlehensvertrag näher geregelt sind. So wird bei Neubauten in Anlehnung an die Makler- und Bauträgerverordnung im Allgemeinen dem Baufortschritt entsprechend ausgezahlt.
       

HYPOXX AG:  Darlehensbewilligung

Verfahren, beginnend mit der Überprüfung der Kreditfähigkeit und -würdigkeit des Kreditnehmers, der Sicherheiten und der Rentabilität des Beleihungsobjekts anhand der Kreditunterlagen. Das Prüfungsergebnis wird in einer sog. Beschlussvorlage niedergelegt, die die Grundlage für den Bewilligungsbeschluss der zuständigen Stellen (Beschlussorgane) in der Bank oder Sparkasse bildet.

Anschließend erfolgt im sog. Bewilligungsschreiben das Darlehensangebot. Diesem Schreiben liegt häufig eine Annahme- oder Einverständniserklärung bei, mit deren Unterzeichnung sich der Darlehensnehmer mit den genannten Darlehensbedingungen einverstanden erklärt.

       

HYPOXX AG:  Darlehensnominalbetrag

Kapitalbetrag, der an die Bank oder Sparkasse zurückgezahlt werden muß.

       

HYPOXX AG:  Dauerwohnrecht

§§ 31ff. WEG - Das übertragbare, beschränkt dingliche Recht, eine bestimmte Wohnung unter Ausschluss des Eigentümers zu bewohnen oder in anderer Weise zu nutzen.
       

HYPOXX AG:  Deckungshypothek

Hypotheken, die als Sicherheit für die von den Hypothekenbanken ausgegebenen Pfandbriefe dienen. Das gewährte Darlehen darf 60 % des Beleihungswertes nicht übersteigen. Hypothekenbanken refinanzieren sich hauptsächlich durch Ausgabe von Pfandbriefen.

Um die Sicherheit dieser Pfandbriefe zu gewährleisten, ist die Ausgabe von Pfandbriefen nicht unbegrenzt möglich, sondern der Gesamtbetrag der im Umlauf befindlichen Pfandbriefe muß in Höhe des Nennwertes jederzeit durch Hypotheken in gleicher Höhe und gleichem Zinsertrag gedeckt sein (ordentliche Deckung).

       

HYPOXX AG:  Degressive Abschreibung

§ 7 Abs.5 EStG - Je nach dem Zeitpunkt ihrer Fertigstellung können vermietete Wohngebäude mit im Zeitverlauf abnehmenden Sätzen steuerlich abgeschrieben werden. Für Wohngebäude, die auf Grund eines nach dem 31.12.2003 gestellten Bauantrages hergestellt oder auf Grund eines nach diesem Zeitpunkt rechtswirksam abgeschlossenen Vertrages angeschafft worden sind, gelten folgende Abschreibungssätze: im Jahr der Fertigstellung und in den folgenden 9 Jahren jeweils 4 Prozent, in den darauffolgenden 8 Jahren 2,5 Prozent und in den restlichen 32 Jahren jeweils 1,25 Prozent der Herstellungs- oder Anschaffungskosten.

Für vermietete Objekte im Privatvermögen ist die Möglichkeit der degressiven Abschreibung für Neufälle (Stichtag 01.01.2006) entfallen. Die degressive Abschreibung gilt nur noch für Gebäude, die entweder auf Grund eines vor dem Stichtag gestellten Bauantrags hergestellt werden oder die auf Grund eines vor dem Stichtag rechtswirksam abgeschlossenen obligatorischen Vertrags angeschafft werden. Es bleibt dem Vermieter in Neufällen nur die lineare Abschreibung des Gebäudes auf 50 Jahre mit 2 % jährlich.

       

HYPOXX AG:  Dingliche Absicherung

Sicherung eines Kredits durch Grundpfandrechte wie Grundschuld oder Hypothek (Realkredit). In der Regel werden Kredite, die zur Finanzierung größerer wohnwirtschaftlicher Maßnahmen verwendet werden, dinglich sichergestellt. Generelle Auflage für die Gewährung eines Bauspardarlehens. (Ausnahmen: Blankodarlehen, Darlehen gegen Negativerklärung.)
       

HYPOXX AG:  Dingliche Lasten

Grundbuchlich verankerte Auflagen, die die Nutzung eines Grundstücks beeinträchtigen und deshalb bei der Beleihungsprüfung besonders zu berücksichtigen sind. Man unterscheidet dabei in Reallasten, Vorkaufsrechte und Dienstbarkeiten (Grunddienstbarkeit, Nießbrauch, beschränkt persönliche Dienstbarkeit).
       

HYPOXX AG:  Dingliche Sicherheiten

Dingliche Sicherheiten sind Sicherheiten, die sich auf Sachen erstrecken (z.B. Grundstücke). In der Baufinanzierung werden üblicherweise Grundschulden als dingliche Sicherheit verwendet. Gegensatz: persönliche Sicherheiten.
       

HYPOXX AG:  Dingliches Recht

Unmittelbares Recht an Sachen und Grundstücken wie Eigentum oder Besitz, aber beispielsweise auch die Verwertungsrechte aus Grundschuld und Hypothek.
       

HYPOXX AG:  Disagio

Damnum, Abgeld. Differenz zwischen dem Nominalbetrag und der tatsächlichen, unter dem Nennbetrag liegenden Auszahlungssumme eines Darlehens. Zumeist ausgedrückt in Prozent des Darlehensbetrages. Vergütung für die Gewährung eines Darlehens. Wird i.d.R. bereits bei der Auszahlung der ersten Rate in voller Höhe einbehalten. Einzubeziehen in den Effektivzins. Gegenbegriff: Agio.
       

HYPOXX AG:  Disagiorückerstattung

Bei vorzeitiger Rückzahlung eines Darlehens mit Disagio muß das noch nicht verbrauchte Disagio bei der Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung berücksichtigt werden.
       
  
   

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HYPOXX AG:  Effektivzins

Der effektive Jahreszins sind die als jährlicher Vomhundersatz anzugebenden Gesamtkosten eines Kredits (§ 6 Abs. 1 PAngV). Er weicht in der Regel von dem im Kreditvertrag enthaltenen Nominalzins ab. Bei Darlehen, deren Konditionen sich nicht auf die gesamte Darlehenslaufzeit beziehen, spricht man von einem „anfänglichen effektiven Jahreszins“.

Die Preisangabenverordnung (PangV) verpflichtet zur Angabe eines Effektivzinses und schreibt die Berechnungsmethode (europaweit wird die versicherungsmathematische AIBD-Methode verwendet) sowie die in die Berechnung einzubeziehenden Kostenbestandteile vor. Einzubeziehen sind danach insbesondere der Nominalzins, Agio und Disagio, Bearbeitungsgebühren, Kreditvermittlungskosten und Prämien für Restschuldversicherungen. Nicht einzubeziehen sind dagegen u.a. allgemeine Kontoführungsgebühren, Schätzgebühren und Kosten der Besicherung.

       

HYPOXX AG:  Eigenheim

Eine vom Eigentümer selbst bewohnte Immobilie, i.d.R. Ein-bzw. Zweifamilienhaus, Eigentumswohnung.
       

HYPOXX AG:  Eigenheimzulage

Für alle Bauanträge bzw. Kaufverträge nach dem 31.12.2005 wurde die Eigenheimzulage abgeschafft. Das Gesetz wurde Ende Dezember 2005 in Bundestag und Bundesrat beschlossen. Wer bereits Eigenheimzulage bezieht, behält seinen Anspruch darauf. Bereits laufende Förderungen werden für die vollen acht Jahre ungekürzt ausbezahlt. (Eigenheimzulagengesetz EigZulG vom 26.10.1995). Ersetzt seit 1.1.1996 den § 10e EStG.

Die Eigenheimzulage erhalten Käufer und Bauherren einer selbstgenutzten Immobilie. Allerdings nur, wenn bis zum 31.12.2005 ein Bauantrag gestellt (bei genehmigungsfreien Objekten die Bauunterlagen eingereicht) oder ein notarieller Kaufvertrag abgeschlossen worden ist. Zudem hat jeder unbeschränkt steuerpflichtige Bauherr oder Käufer nur Anspruch auf die Zulage, wenn er noch keine Förderung nach dem Eigenheimzulagengesetz oder den §§ 7b bzw. 10e EStG erhalten hat.

Bauherren und Erwerber von selbstgenutztem Wohneigentum, deren Jahreseinkommen (= Gesamtbetrag der positiven Einkünfte) im Antragsjahr und im Vorjahr zusammen 70.000 Euro (Ledige) bzw. 140.000 Euro (Verheiratete) nicht überschreitet, haben Anspruch auf eine Eigenheimzulage. Für jedes Kind, das zur Familie gehört und für das Kindergeld gezahlt wird, erhöht sich die Einkommensgrenze für den Zweijahreszeitraum um 30.000 Euro.

Nach Bezug der Immobilie können auf Antrag im Jahr der Fertigstellung bzw. Anschaffung und in den folgenden sieben Jahren Bauherren und Käufer als Zulage vom Finanzamt bei einem Wohnungsneubau oder Kauf 1,0 Prozent, höchstens 1.250 Euro, beim Erwerb aus dem Wohnungsbestand (Gebrauchtimmobilie) 1,0 Prozent, höchstens 1.250 Euro der Herstellungs- oder Anschaffungskosten inkl. der vollen Anschaffungskosten für das Grundstück erhalten. Die Förderung kann nur für den Erwerb eines Objekts – bei Ehegatten von zwei verschiedenen Objekten – in Anspruch genommen werden (Objektbeschränkung).

Die Inanspruchnahme für ein Folgeobjekt ist nur dann möglich, wenn die Zulage für das Erstobjekt zeitlich nicht voll ausgeschöpft wurde. Achtung: Zu einer Kürzung des Förderungszeitraums kommt es allerdings dann, wenn in Anschaffungsfällen die Anschaffung (Übergang von Besitz, Nutzung und Lasten) und der Einzug nicht im selben Kalenderjahr stattfinden.

Bezieht also der Anspruchsberechtigte die Wohnung nicht mehr im Jahr der Anschaffung, verliert er ein Jahr der Förderung. Neu seit 21.12.2005: Die bisherige Förderung kann allerdings - etwa nach einem berufsbedingten Umzug - ab 2006 nicht mehr auf neue Objekte übertragen werden. Bei Erfüllung der Anspruchsvoraussetzungen kann neben dem vorgenannten Fördergrundbetrag zusätzlich eine Kinderzulage gewährt werden.

       

HYPOXX AG:  Eigenkapital

Dazu zählen Barmittel, Festgeld, Guthaben auf Sparkonten, Guthaben auf zugeteilten Bausparverträgen, Wertpapiere, Aktien, das im Eigentum stehende Baugrundstück und Eigenleistungen, die vom Käufer zum Kauf bzw. zur Finanzierung einer Immobilie eingesetzt werden können.
       

HYPOXX AG:  Eigenkapitalersatz

Fremdmittel, die nicht von einem Kreditinstitut stammen.

       

HYPOXX AG:  Eigenleistung

Persönliche Arbeitsleistung, die für den Bau oder Ausbau eines Bauwerks eingesetzt wird. Wird als Teil des Eigenkapitals grundsätzlich zu Unternehmerpreisen bewertet. Bauherren, die Eigenleistung zusammen mit Hilfskräften durchführen, haben diese Arbeiten als Unternehmer nicht gewerbsmäßiger Bauarbeiten bei der örtlich zuständigen Bau-Berufsgenossenschaft anzumelden, die Namen der beschäftigten Personen, deren geleistete Arbeitsstunden und evtl. Entgelte dafür nachzuweisen und ggf. einen von der Berufsgenossenschaft festgelegten Beitrag für die gesetzliche Unfallversicherung zu zahlen.
       

HYPOXX AG:  Eigentumsquote

Anteil der privaten Haushalte mit Haus- und Grundbesitzvermögen, das heißt Haushalte mit Eigentum an einem oder mehreren Grundstücken oder selbstbewohnten oder vermieteten Häusern und Wohnungen. Die so definierte Quote lag 1998 in den alten Bundesländern bei 48, in den neuen Bundesländern bei 33 Prozent.
       

HYPOXX AG:  Eigentumswohnung

Die Eigentumswohnung umfasst das Einzeleigentum an einer Wohnung, den hiermit verbundenen Miteigentumsanteil an dem Grundstück und den Gebäudeteilen, die der gemeinschaftlichen Nutzung dienen. Sie bietet den Vorteil eines unmittelbaren Rechts auf Nutzung einer Wohnung. Die Grundstückskosten werden anteilig auf alle Wohnungseigentümer (Eigentümergemeinschaft) umgelegt. Der Wohnungseigentümer erhält die gleichen Steuervergünstigungen und die gleiche Förderung beim Erwerb wie der Eigentümer eines selbstgenutzten Eigenheimes.
       

HYPOXX AG:  Eigentümergemeinschaft

(§ § 10 – 19 WEG). Gemeinschaft der Eigentümer einer Eigentums-Wohnanlage. Sie hat u.a. zu bestimmen über Veräußerungen, Renovierungen, die Verwendung der Finanzmittel und u.U. über die Entziehung des Eigentums.

       

HYPOXX AG:  Eigentümerwechsel

(§ 566 BGB). Kauf bricht nicht Miete. Wenn jemand ein Haus oder eine Wohnung erwirbt, muss er alle bestehenden Rechtsverhältnisse übernehmen. Der Abschluss eines neuen Mietvertrages mit dem bisherigen Mieter ist nicht nötig. Der Mieter ist in seinen Rechten so zu stellen, als wenn ein Eigentümerwechsel überhaupt nicht stattgefunden hätte.

       

HYPOXX AG:  Einheitswert

Von der Finanzverwaltung festgelegter Grundstückswert. Dient als Grundlage für die Festsetzung der Grundsteuer. Er wird jeweils auf den 1.1. eines Kalenderjahres festgestellt. Die letzte allgemeine Feststellung erfolgte auf den 1.1.1964 und ist seit dem 1.1.1974 steuerwirksam. Der Einheitswert ist u.a. abhängig von der Grundstücksart.
       

HYPOXX AG:  Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

(§ 21 EStG). Einkommensteuerpflichtige Überschüsse oder Verluste aus Vermietung oder Verpachtung eines unbebauten oder bebauten Grundstücks. Abziehbar sind als Werbungskosten beispielsweise Kosten für Reparaturen, Modernisierung, Grundsteuer, Versicherung sowie die Gebühren für Wasser und Schornsteinfeger. Zusätzlich können Schuldzinsen, Absetzungen für Abnutzung (AfA) und Sonderabschreibungen steuerlich geltend gemacht werden.
       

HYPOXX AG:  Einliegerwohnung

Eine in einem Einfamilienhaus befindliche zusätzliche Wohnung, die bestimmte Anforderungen, z.B. an die Wohnfläche, Hygiene, sanitäre Ausstattung, erfüllt sowie eine Kochgelegenheit und einen separaten Eingang aufweisen muss.

       

HYPOXX AG:  Einmalzahlung

Einige Bausparkassen bieten die Möglichkeit durch eine Einmalzahlung der Mindestansparsumme die Wartezeit bis zur Zuteilungsreife des Darlehens erheblich zu verkürzen.
       

HYPOXX AG:  Einrede der Vorausklage

Entgegensetzung eines an sich rechtlich begründeten Anspruchs. In der Regel steht einem Bürgen vor Inanspruchnahme die Einrede der Vorausklage zu, d.h. der Gläubiger kann den Bürgen erst in Anspruch nehmen, wenn er erfolglos versucht hat, seine Forderungen aus dem beweglichen Vermögen des Schuldners zu befriedigen. Allerdings kann die Einrede der Vorausklage vertraglich ausgeschlossen werden.

       

HYPOXX AG:  Eins B-Hypothek (1b-Hypothek)

Darlehen, für das als Sicherheit ein Grundpfandrecht dient, das im Rang nach einer erststelligen Hypothek oder Grundschuld (1a-Hypothek) eingetragen ist und dessen Nominalbetrag zusammen mit dem der Vorlast 80 Prozent des Beleihungswerts des belasteten Objekts nicht übersteigt. Bei Beleihungen über 80 Prozent sind Zusatzsicherheiten (beispielsweise eine Ausfallbürgschaft) erforderlich.
       

HYPOXX AG:  Energiebedarfsausweis (Energiepass)

Für Neubauten mit normalen Innentemperaturen, deren Bauantrag ab dem 1. Februar 2002 gestellt wird, sowie für bestehende Gebäude, die nach dem 1. Februar umfassend saniert werden, schreibt die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) einen Energiebedarfsausweis (§ 13 EnEV) vor.

In diesem Dokument sollen alle wesentlichen energierelevanten Gebäudekennwerte, insbesondere der Heiz- bzw. Endenergiebedarf und der Primärenergiebedarf, ausgewiesen werden. Bei den erfassten Daten handelt es sich im Wesentlichen um die Ergebnisse der Berechnungen, die im Rahmen der EnEV ohnehin durchzuführen sind.

Der Energiebedarfsausweis ermöglicht dem Bewohner eine Einschätzung der zu erwartenden Heizkosten und stellt damit ein wichtiges Kriterium für den Immobilienwert dar. Der Energiebedarfsausweis ist den zuständigen Behörden auf Verlangen vorzulegen und Käufern, Mietern und sonstigen Nutzungsberechtigten zur Einsichtnahme zugänglich zu machen. Weitere Informationen zur EnEV und dem Energiebedarfsausweis finden Sie unter www.enev-online.de.

       

HYPOXX AG:  Energieeinsparverordnung

Die Energieeinsparverordnung ist am 1.2.2002 in Kraft getreten und ersetzt die Wärmeschutzverordnung vom 16.8.1994 sowie die Heizungsanlagen-Verordnung in der Fassung vom 4.5.1998.

Sie schreibt den Niedrigenergiehausstandard für neue Gebäude verbindlich vor und gilt sowohl für Gebäude mit normalen Innentemperaturen (insbesondere Wohngebäude) als auch für Gebäude mit niedrigen Innentemperaturen (z.B. bestimmte Verkaufsstätten) einschließlich ihrer Heizungs-, raumlufttechnischen und zur Warmwasserbereitung dienenden Anlagen.

Es können sich auch Auswirkungen auf bestehende Gebäude ergeben: So müssen z.B. vor dem 1.10.1978 eingebaute Heizkessel erneuert bzw. ausgetauscht und – allerdings nur im Rahmen ohnehin durchgeführter Renovierungsmaßnahmen – bestimmte ungedämmte Rohrleitungen und oberste Geschoßdecken unter nicht ausbaufähigen Dachräumen wärmegedämmt werden. Siehe auch Energiebedarfsausweis (Energiepass).

       

HYPOXX AG:  Enteignung

§§ 85ff. BauGB - Entziehung, Belastung oder Beschränkung von Rechten an einem Grundstück, wenn das Wohl der Allgemeinheit es erfordert und dieser Zweck auf andere Weise nicht erreicht werden kann. Für die Enteignung ist eine Entschädigung zu zahlen.
       

HYPOXX AG:  Entschädigung

§§ 39ff. BauGB - Wird die zulässige Nutzung eines Grundstücks, z.B. durch die Aufstellung, Änderung, Ergänzung oder Aufhebung eines Bebauungsplans, aufgehoben oder geändert und entstehen dem Grundstückseigentümer dadurch Vermögensnachteile, z.B. eine wesentliche Wertminderung des Grundstücks, kann der Eigentümer eine angemessene Entschädigung in Geld verlangen.
       

HYPOXX AG:  Erbbaurecht

§ 1 ErbbauVO -Veräußerliches und vererbliches, grundstücksgleiches Recht, auf oder unter einem (fremden) Grundstück ein Bauwerk zu errichten und zu nutzen. Es ist i.d.R. befristet. Für das Erbbaurecht wird ein besonderes Grundbuch (Erbbaugrundbuch) gebildet. Als Entgelt ist ein Erbbauzins zu entrichten.
       

HYPOXX AG:  Erbbaurechtsverordnung (ErbbauVO)

Verordnung über das Erbbaurecht vom 15.1.1919 - Definiert Begriff und Inhalt des Erbbaurechts, regelt die Höhe und Zahlungsweise des Erbbauzinses, die Rangstelle des Erbbaurechts im Grundbuch, das Bauwerk und seine Bestandteile, Grundbuchvorschriften, Fragen der Beleihung, der Feuerversicherung, der Zwangsversteigerung sowie die Beendigung, die Erneuerung und den sogenannten Heimfall.
       

HYPOXX AG:  Erbbauzins

§ 9 ErbbauVO - In wiederkehrenden Leistungen bestehendes Entgelt für die Bestellung eines Erbbaurechts. Der Erbbauzins muss für die ganze Erbbauzeit im Voraus bestimmt sein. Ein gleitender Erbbauzins kann nur durch Vormerkung gesichert werden. Er steht, wenn er dinglich gesichert ist, dem jeweiligen Eigentümer des Grundstücks zu.
       

HYPOXX AG:  Erhaltungsaufwand

Abschn.157, Abs.1 Einkommensteuerrichtlinie, EStR - Alle Aufwendungen, die dazu dienen, das Haus ordnungsgemäß entsprechend seinem ursprünglichen Zustand zu erhalten oder diesen Zustand in zeitgemäßer Form wiederherzustellen. Erhaltungsaufwendungen, die bis zum Beginn der Nutzung zu eigenen Wohnzwecken entstanden sind, konnten zwischen 1996 und 1998 pauschaliert abgesetzt werden (Vorkostenabzug).

Anders verhält es sich, wenn die Instandsetzungs- oder Modernisierungsarbeiten über eine zeitgemäße, substanzerhaltende Erneuerung hinausgehen und den Gebrauchswert des Hauses im Ganzen deutlich erhöhen. Dann sind die Aufwendungen für sämtliche Maßnahmen insgesamt Herstellungskosten.

       

HYPOXX AG:  Erhöhte Abschreibungen

Bei vermieteten Wohnungen können anstelle der linearen Abschreibung auf Antrag folgende Aufwendungen z.T. befristet erhöht abgeschrieben werden: - Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsgebieten (gem. § 7h EStG) - Baudenkmäler (gem. § 7i EStG).
       

HYPOXX AG:  Erhöhung

Für einige Bauspar-Vertragstypen zulässige Veränderung. Die Bausparsumme kann nach den jeweils geltenden ABB der Bausparkasse erhöht werden.
       

HYPOXX AG:  Ermäßigung

Ermäßigung eines Bausparvertrages. Die Bausparsumme kann nach den ABB der Bausparkasse ermäßigt werden. Die Ermäßigung bewirkt eine Verminderung des Darlehensanspruchs und kann eine Erhöhung der Bewertungszahl zum nächsten Bewertungsstichtag sowie eine schnellere Zuteilung bewirken. Um unerwünschte Zuteilungsoptimierungen zu Lasten des Bausparkollektivs zu verhindern, nehmen manche Bausparkassen eine Kürzung der sich aufgrund der Ermäßigung ergebenden Bewertungszahl vor.

Andere Bausparkassen kennen Zuteilungssperren von mehreren Monaten. Die Ermäßigung führt i.d.R. nicht zu einer entsprechenden Erstattung der ursprünglich gezahlten Abschlussgebühr. Allerdings wird in den meisten Fällen der gebührenfreie Abschluß eines neuen Bausparvertrages bis zur Höhe der untergegangenen Bausparsumme gestattet.

       

HYPOXX AG:  Ersatzsicherheiten

§ 7 Abs.3 BSpKG - Anstelle von Grundpfandrechten können Darlehen von Bausparkassen auch durch ausreichende anderweitige Sicherheiten abgesichert werden. Ob die Sicherheit ausreicht, hat die Bausparkasse mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu entscheiden. Kriterien dafür sind beispielsweise eine hohe Wertbeständigkeit und eine leichte Liquidisierbarkeit.

Zu den Ersatzsicherheiten zählen u.a. die Bürgschaft eines geeigneten Kreditinstituts, die Abtretung von Sparguthaben sowie die Verpfändung von Lebensversicherungen oder von Wertpapieren. Nach § 5 BSpKVO darf der Anteil der so gesicherten Darlehen 25 % des Gesamtbestandes an Darlehensforderungen der Bausparkasse nicht überschreiten.

       

HYPOXX AG:  Erschließung

Zur Baureifmachung eines Grundstücks erforderliche Maßnahmen der Gemeinden bzw. der Versorgungsträger, z.B. Straßen- und Kanalbau, Wasser- und Elektrizitätsversorgung. Erschließungsbeitrag.
       

HYPOXX AG:  Erschließungsbeitrag

§§ 127 ff. BauGB - Der von der Gemeinde beim Eigentümer erhobene Beitrag zur Deckung der Kosten für die Erschließung eines Grundstücks bzw. eines Baugebietes, basierend auf einer entsprechenden Gemeindesatzung. Den rechtlichen Rahmen dafür bilden u.a. die Abgabengesetze der Bundesländer. I.d.R. tragen die Grundstückseigentümer 90 Prozent der von der Gemeinde aufgewendeten Kosten.
       

HYPOXX AG:  Erschließungsvertrag

§ 124 BauGB - Vertrag, in dem einem Dritten von der Gemeinde die Errichtung von Erschließungsmaßnahmen in einem bestimmten (Erschließungs-)Gebiet übertragen wird. Dabei können die Erschließungskosten ganz oder teilweise auf den Dritten übertragen werden

       

HYPOXX AG:  Ertragswert

Der Ertragswert bildet bei vermieteten Mehrfamilienhäusern und sonstigen Renditeobjekten die Grundlage für die Ermittlung des Beleihungswertes. Er stellt den wirtschaftlichen Wert der Immobilie dar und berechnet sich aus den auf Dauer nachhaltig erzielbaren kapitalisierten jährlichen Reinerträgen (Einnahmen aus Mieten nach Abzug der Bewirtschaftungskosten).
       

HYPOXX AG:  Erweiterung einer eigengenutzten Wohnung

Schaffung von neuem, bisher nicht vorhandenem Wohnraum durch bauliche Ergänzungen an einem vorhandenen Gebäude, z.B. durch Aufstockung oder Anbau. Dabei anfallende, nachträgliche Herstellungskosten bilden die Bemessungsgrundlage für eine mögliche Förderung nach dem Eigenheimzulagengesetz. Siehe Ausbau.
       

HYPOXX AG:  Erwerbskosten

Alle beim Erwerb einer Immobilie anfallenden Kosten, z.B. Maklerprovision, Gerichts- und Notargebühren, Vermessungskosten, Kosten für die Grundbucheintragung und Kosten für Bodenuntersuchungen. Sie können bei Immobilien, die nicht zur Selbstnutzung vorgesehen sind, vor Bezug steuerlich abgesetzt werden.
       

HYPOXX AG:  EURIBOR

EURIBOR ist die Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Dies ist der Zinssatz, den europäische Banken beim Handel von Geldern mit festgelegter Laufzeit voneinander verlangen. Der Euribor wird im Wirtschaftsteil der Tageszeitungen für 1 bis 12 Monatsgelder täglich veröffentlicht. Die Euribor-Sätze bilden die jeweilige Verhandlungsbasis für Kredite mit variabler Verzinsung.
       

HYPOXX AG:  Exposé

Objektangebot des Immobilienmaklers. Enthält, soweit es im Einzelfall in Betracht kommt, Informationen, Grundrisse und Bilder über das Grundstück und die Immobilie.
       
  
   

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HYPOXX AG:  Fehlbelegung

Von einer Fehlbelegung spricht man, wenn der Mieter einer Sozialwohnung aufgrund seiner Einkommenshöhe nicht mehr zum Kreis der Wohnberechtigten gehört.

       

HYPOXX AG:  Fertighaus

Nach den Erhebungsgrundlagen der amtlichen Statistik gilt ein Bauwerk dann als Fertighaus, wenn geschosshohe oder raumbreite Fertigteile für Außen- und Innenwände verwendet werden. Nach § 94 BGB muss das Fertighaus fest mit dem Grund und Boden verbunden sein.

       

HYPOXX AG:  Fertigstellung

Hier: Fertigstellung einer Wohnung. I.S. des Steuerrechts ist eine Wohnung dann fertiggestellt, wenn der Bezug zugemutet werden kann. Insbesondere müssen die sanitären Einrichtungen sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Heizung vorhanden, Türen und Fenster eingebaut und die Möglichkeit zur Einrichtung einer Küche gegeben sein. Auf die behördliche Bauabnahme kommt es damit ebensowenig an wie auf den tatsächlichen Einzug.
       

HYPOXX AG:  Festdarlehen

Bei einem Festdarlehen wird das Darlehen nach einer bestimmten Frist in einer Summe getilgt. Während der Laufzeit des Darlehens beschränkt sich die Belastung auf die Zahlung der Zinsen. Sonderformen sind Festdarlehen in Verbindung mit einer Lebensversicherung (die zunächst unter evtl. Inanspruchnahme von Steuervorteilen angespart und nach Ablauf zur Ablösung des Festdarlehens eingesetzt wird) oder eines Bausparvertrages (der zunächst unter evtl. Inanspruchnahme von staatlicher Förderung angespart und nach Ablauf zur Ablösung des Festdarlehens eingesetzt wird)
       

HYPOXX AG:  Festpreis

Fest vereinbarter Preis für alle definierten und entstehenden Kosten, z.B. eines von einem Bauträger errichteten Bauwerks, die bis zur endgültigen Fertigstellung anfallen.

       

HYPOXX AG:  Festsetzungsbescheid

§ 11 EigZulG - Bescheid des Finanzamtes, in dem die Höhe der Förderung nach dem Eigenheimzulagengesetz festgesetzt wurde. Die Auszahlung erfolgte im Erstjahr innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe des Bescheids, für die folgenden Jahre jeweils zum 15. März. Die Eigenheimzulage ist seit dem 31.12.2005 weggefallen.

       

HYPOXX AG:  Festzinsdarlehen

Darlehen, bei dem der vereinbarte Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum unabhängig vom Kapitalmarkt festgeschrieben ist. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist ist eine Anschlußfinanzierung erforderlich.

Eine besondere Form des Festzinsdarlehens ist das Bauspardarlehen, bei dem der Zinssatz für die gesamte Darlehenslaufzeit festgeschrieben ist.

       

HYPOXX AG:  Feuerversicherung

Versicherung gegen Schäden, die durch Brand, Blitzschlag oder Explosion entstanden sind. Der Nachweis einer bestehenden Feuerversicherung ist Voraussetzung oder Bedingung für eine Kreditbewilligung.

       

HYPOXX AG:  Finanzierung aus einer Hand

Spezielle Art der Verbundfinanzierung in der bestimmten Finanzgruppe. Danach werden die Finanzierungsmittel unterschiedlicher Kreditgeber, z.B. die erstrangige Hypothek einer Bank oder Sparkasse und das Bauspardarlehen einer Bausparkasse, bei der Sicherstellung und Abwicklung zusammengefasst. Die Finanzierung aus einer Hand erleichtert und verkürzt das Bewilligungsverfahren. Weitere Vorteile für den Kreditnehmer: Es wird nur eine Grundschuld bestellt, und man hat nur einen Ansprechpartner.

       

HYPOXX AG:  Finanzierungsbausteine

Eine Immobilienfinanzierung setzt sich i.d.R. aus Eigenkapital und Fremdkapital zusammen. Für die Finanzierung des Fremdkapitals gibt es drei verschiedene Darlehensarten:

  • Annuitätendarlehen klassisches Tilgungsdarlehen bei Banken und Sparkassen, Bauspardarlehen
  • Festdarlehen ( Endfälliges Darlehen ) Zwischenkredite, alle Vorfinanzierungsmodelle der Bausparkassen, Finanzierungsmodelle mit Lebensversicherungen
  • Abzahlungsdarlehen In der Immobilienfinanzierung nicht üblich.
       

HYPOXX AG:  Finanzierungsbedarf

Bedarf an Geldmitteln zur Finanzierung eines Bauvorhabens oder des Erwerbs einer Immobilie. Der Finanzierungsbedarf an Fremdmitteln ergibt sich aus den ermittelten Bau- und Nebenkosten bzw. Kaufpreis und Nebenkosten abzüglich des vorhandenen Eigenkapitals. Siehe Fremdkapital, Finanzierungsplan

       

HYPOXX AG:  Finanzierungselemente

Sammelbegriff für die von Kreditinstituten angebotenen, z.B. nach der Art der Beleihung unterschiedlichen und mit unterschiedlichen Konditionen versehenen Baufinanzierungskredite. Beispielhaft lassen sich die Finanzierungselemente wie folgt untergliedern:

  • Erststelliger Beleihungsraum
  • Zinsvariables Hypothekendarlehen
  • Festzinshypothek
  • Festdarlehen mit Lebensversicherung
  • Zweitstelliger Beleihungsraum
  • Bauspardarlehen
  • Dinglich gesicherter Personalkredit
  • Vorfinanzierungs- oder Zwischenkredit
  • Restfinanzierung
  • Verbürgtes Bauspardarlehen
  • Verbürgtes Hypothekendarlehen
       

HYPOXX AG:  Finanzierungsplan

Auf dem ermittelten Finanzierungsbedarf, der tragbaren Belastung und den Finanzierungszielen basierende Zusammenstellung, aus der sich die für den Kreditnehmer monatliche Belastung durch Zins- und Tilgungsleistungen ergibt. (Tilgungsplan)

       

HYPOXX AG:  Finanzierungsziele

Zum Teil miteinander konkurrierende Ziele, auf die eine Baufinanzierung (Finanzierungsplan) ausgerichtet ist. Denkbar sind folgende Finanzierungsziele:

  • möglichst kurze Darlehenslaufzeiten
  • möglichst geringe monatliche Belastung
  • niedriger, möglichst lange festgeschriebener Darlehenszins
  • Möglichkeit von Sondertilgung oder zeitweiser Tilgungsaussetzung
  • möglichst niedriger Gesamtaufwand

Bei der Erstellung des Finanzierungsplans geht es darum, die einzelnen Finanzierungselemente so miteinander zu kombinieren, dass sich ein optimaler Zielerreichungsgrad ergibt.

       

HYPOXX AG:  Flurstück

Amtlich vermessene und mit einer besonderen Nummer im Liegenschaftskataster bezeichnete Bodenfläche.

       

HYPOXX AG:  Folgeobjekt

§ 7 EigZulG- Bis Ende 2005 galt, dass ein Anspruchsberechtigter die Eigenheimzulage für den verbleibenden Förderzeitraum beim Erwerb einer weiteren eigengenutzten Wohnung oder bei einem Ausbau oder einer Erweiterung einer eigengenutzten Wohnung (= Folgeobjekt) in Anspruch nehmen konnte.

       

HYPOXX AG:  Forward-Darlehen

Mit einem Forward-Darlehen kann man sich bereits im Vorfeld einer zukünftigen Investition oder der Verlängerung eines bestehenden Darlehens günstige Zinsen sichern. Der Vorteil ist die langfristige Kalkulationsgrundlage. Allerdings kostet diese Zinssicherheit je Monat Vorratshaltung 0,01 bis 0,03 % Zinsaufschlag. Und wie sich die Zinsen entwickeln werden, weiß niemand. Ein Forward-Darlehen wird allgemein mit einer Laufzeit von maximal zwei bis drei Jahren bis zur eigentlichen Auszahlung abgeschlossen.

       

HYPOXX AG:  Freifinanzierter Wohnungsbau

Wohnungen, die weder öffentlich gefördert noch als steuerbegünstigt anerkannt sind. Im allgemeinen Sprachgebrauch: Wohnungen, die keinen Belegungsbindungen unterworfen sind.

       

HYPOXX AG:  Freistellungsauftrag

Per Freistellungsauftrag kann ein Kreditinstitut beauftragt werden, den Sparerpauschbetrag beim Steuerabzug zu berücksichtigen.

       

HYPOXX AG:  Fremdkapital

Der Bedarf an Fremdkapital wird ermittelt durch die Differenz aus den ermittelten Bau- und Nebenkosten bzw. Kaufpreis und Nebenkosten abzüglich des vorhandenen Eigenkapital. Siehe Finanzierungsplan.

       

HYPOXX AG:  Förderung des Wohneigentums

Erklärtes wohnungspolitisches Ziel aller in den letzten Jahrzehnten amtierenden Bundesregierungen war die Erhöhung der Wohneigentumsquote. Die dazu installierten Förderinstrumente konzentrierten sich dabei zum einen auf die Förderung des Vorspar-/Bauspargedankens (zur Ansparung des notwendigen Eigenkapitals), zum anderen auf die Erleichterung der Baufinanzierung, z.B. durch die Bereitstellung öffentlicher Mittel (öffentliche Wohnungsbauförderung) oder durch öffentliche Bürgschaften sowie auf die Reduzierung der finanziellen Belastung, z.B. durch Lastenzuschüsse oder in der Vergangenheit durch die Gewährung von Zulagen (bis 2005 die Eigenheimzulage, bis Ende 1995 die Grundförderung nach § 10e EStG und Baukindergeld nach § 34f EStG).

       
  
   

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HYPOXX AG:  Gebrauchsabnahme

Bestätigung der Bauaufsichtsbehörde, dass die genehmigungspflichtigen Bauwerke oder Anlagen den Vorschriften entsprechend errichtet wurden. Das amtliche Prüfprotokoll wird als Gebrauchsabnahmeschein bezeichnet.

       

HYPOXX AG:  Gebrauchtimmobilie

Im Gegensatz zur neu errichteten, vor dem Erstbezug stehenden Immobilie i.d.R. Objekt, das bereits bewohnt ist oder war. Demgegenüber unterscheidet das Eigenheimzulagengesetz nach dem Zeitpunkt der Anschaffung: Gebrauchtimmobilien sind danach Wohnungen, die nicht spätestens bis zum Ende des zweiten auf das Jahr der Fertigstellung folgenden Jahres angeschafft worden sind. Bedingt durch Baualter, Zustand und Ausstattung häufig preiswerter und vielfach günstiger gelegen als Neubauten. Siehe Immobilienmarkt.

       

HYPOXX AG:  Gebäudeabschreibung

§ 7 EStG - Wie bei allen Wirtschaftsgütern können auch bei vermieteten Gebäuden die Aufwendungen für die Herstellung oder den Erwerb sowie die durch Abnutzung bedingten Wertminderungen durch Abschreibungen (= Absetzung für Abnutzung, AfA) als Werbungskosten bei der Ermittlung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung von Wohneigentum steuerlich berücksichtigt werden. Bemessungsgrundlage sind die Herstellungs- oder Anschaffungskosten. Die Gebäudeabschreibung beginnt mit dem Zeitpunkt der Anschaffung oder Herstellung des Gebäudes. Siehe auch Lineare, Degressive, Erhöhte Abschreibung.

       

HYPOXX AG:  Gebäudepass

Der Gebäudepass ist eine Urkunde, die nach einem standardisierten Raster die Eigenschaften einer Immobilie objektiv wiedergibt. Der Gebäudepass dokumentiert die wichtigsten technischen und baulichen Daten des Hauses, beispielsweise mit einer Kurzbeschreibung der Baukonstruktion und ihrer Materialien sowie der technischen Anlagen.

Bauherren dient der Gebäudepass als Checkliste für Planungsvorgaben und der Qualitätssicherung. Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie dient der Gebäudepass als objektives Element der Immobilienbewertung. Die Einführung des Gebäudepasses geschieht auf freiwilliger Basis, er wird vom Architekten oder Bauträger ausgestellt. Der Gebäudepass ist zugleich Bestandteil der Hausakte.

       

HYPOXX AG:  Gebäudeversicherung

Kombinierte Versicherung. Umfasst beispielsweise bei Gebäuden einfacher Gefahr (z.B. Wohngebäude) die Feuer-, Sturm- und Leitungswasserversicherung. Häufig ausgestaltet als gleitende Neuwertversicherung. Eine Gebäudeversicherung ist häufig Voraussetzung für die Kreditbewilligung (Beleihungsunterlagen).
       

HYPOXX AG:  Geldbeschaffungskosten

Kosten, die im Zusammenhang mit der Aufnahme von Baufinanzierungskrediten stehen. Hierzu gehören u.a. Disagio, Notar- und Grundbuchgebühren (für die Eintragung einer Grundschuld), Schätzgebühren, Darlehensgebühren, Provisionen an Finanzierungsvermittler.
       

HYPOXX AG:  Gemeinschaftseigentum

Gemeinschaftliches Eigentum gem. § 1 Abs.5 WEG - Das Grundstück sowie Teile, Anlagen und Einrichtungen des Gebäudes, die nicht im Sondereigentum oder im Eigentum eines Dritten stehen. Zum Gemeinschaftseigentum gehören alle Dinge, die für den Bestand und die Sicherheit des Gebäudes erforderlich sind, so z.B. Wände, Dach, Treppen, Fahrstühle, Strom-, Wasser- und Gasleitungen und Außenanlagen. Es wird von allen Wohnungseigentümern gemeinsam verwaltet und in Stand gehalten.

       

HYPOXX AG:  Gemeinschaftseinrichtungen

§ 5 Abs.2 WEG - Anlagen und Einrichtungen im Bereich des Wohnungseigentums, die dem gemeinschaftlichen Gebrauch der Wohnungseigentümer dienen. Sie sind deshalb zwingend Gemeinschaftseigentum.

Zu den Gemeinschaftseinrichtungen gehören u.a. Zugangswege, Treppenhaus, Fahrradkeller, Fahrstühle, Trockenräume sowie alle Ver- und Entsorgungsanlagen für Wasser, Strom, Gas und Heizung.

       

HYPOXX AG:  Gemeinschaftsordnung

§ 10 WEG - (Materieller) Teil der Teilungserklärung. Sie bestimmt das Verhältnis der Miteigentümer untereinander sowie ihre Rechte und Pflichten. In ihr werden u.a. näher bestimmt: der Inhalt des Sondereigentums, die Sondernutzungsrechte an bestimmten Bereichen (z.B. Kfz-Abstellplatz im Freien), der Kostenverteilungsschlüssel und die Hausgeldvorauszahlungen, die Stimmrechte, die Stimmrechtsvertretungsregelungen und die Stimmanteile in der Eigentümerversammlung, die Hausordnung und den Verwaltervertrag.

       

HYPOXX AG:  Gemischt genutztes Grundstück

Grundstück, das teils Wohnzwecken, teils gewerblichen oder öffentlichen Zwecken dient.

       

HYPOXX AG:  Generalunternehmer

Ein Generalunternehmer erbringt Bauleistungen schlüsselfertig zu einem festen Preis und zu einem festen Termin, wobei Teile der Bauleistungen in eigenem Namen und für eigene Rechnung an Subunternehmer vergeben werden können.

       

HYPOXX AG:  Generalübernehmer

Privatperson oder juristische Person, die sowohl Planungsaufgaben als auch die Bauausführung in eigenem Namen und für eigene Rechnung durchführt, wobei die Aufträge i.d.R. an Subunternehmer vergeben werden.

       

HYPOXX AG:  Geschlossener Immobilienfonds

Beim geschlossenen Immobilienfonds wird für ein bestimmtes Objekt, das aus einem oder mehreren Bauvorhaben bestehen kann, ein gesonderter Fonds gegründet.

Im Gegensatz zum offenen Fonds ist das Zertifikatskapital auf eine festgelegte Summe begrenzt, die sich nach der Höhe des für die Investition benötigten Eigenkapitals richtet.

Die Zertifikatsinhaber werden entweder Gesellschafter einer KG oder einer BGB-Gesellschaft oder Miteigentümer nach Bruchteilen an den Grundstücken.

       

HYPOXX AG:  Geschossfläche

§ 20 Baunutzungsverordnung, BauNVO - Die Geschossfläche ist die Summe der Flächen aller Vollgeschosse (einschließlich Umfassungswände) eines Gebäudes.

       

HYPOXX AG:  Geschossflächenzahl (GFZ)

§ 20 Baunutzungsverordnung, BauNVO - Die GFZ gibt an, wieviel Quadratmeter Geschossfläche je Quadratmeter Grundstücksfläche (i.S. § 19 Abs.3 BauNOV) zulässig sind. Die GFZ wird im Bebauungsplan festgesetzt.

       

HYPOXX AG:  Gewerbeimmobilie

Gebäude für das nichtproduzierende Gewerbe und für die Verwaltung des produzierenden Gewerbes, z.B. Büro- und Verwaltungsgebäude, Beherbergungsimmobilien (Hotels), Senioreneinrichtungen (z.B. Altenwohnungen, Altenheime, Seniorenstifte), Handelsimmobilien (z.B. Supermärkte, Fachmärkte, Einkaufszentren), Freizeitimmobilien (Tennishalle, Fitness-Studio, Solarium), Gewerbe- und Technologieparks.

Die Konzeption, die Realisierung, das Management, die Bewertung, die Finanzierung und die Vermittlung dieser Immobilien erfordert besondere Fachkenntnisse und Voraussetzungen, die zu speziellen Leistungsprofilen geführt haben. Siehe auch Projektentwicklung.

       

HYPOXX AG:  Gewerk

Bauleistungen sind in Gewerke aufgeteilt. Eine Übersicht über die einzelnen Gewerke enthält die Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB).

       

HYPOXX AG:  Gewährleistung

Architekt und Bauunternehmer haben zeitlich befristet für die ordnungsgemäße und vertragsgemäße Erfüllung ihrer Leistungspflichten einzustehen (= Gewährleistung). Die Frist dafür ist gesetzlich oder einzelvertraglich begrenzt.

Nach dem BGB beträgt die Gewährleistungsfrist 5 Jahre, nach der VOB 2 Jahre nach erfolgter Abnahme oder entsprechenden Vorgängen, z.B. der Schlusszahlung. Innerhalb der Gewährleistungsfrist hat der Auftraggeber einen Anspruch auf Beseitigung von Mängeln (Baumangel), die auf eine vertragswidrige Leistung zurückzuführen sind.

       

HYPOXX AG:  Gewährleistungsbürgschaft

In Bauverträgen kann der Auftraggeber mit dem Auftragnehmer einen Sicherheitseinbehalt für die vertragsmäßige Erfüllung innerhalb der Frist entstehender Gewährleistungsansprüche vereinbaren. Falls der Auftragnehmer in der Gewährleistungsphase Konkurs anmeldet, kann der Auftraggeber dennoch mit dem einbehaltenen Geld etwaige Baumängel beseitigen und mit der Restforderung des Auftragnehmers verrechnen.

Mit einer Gewährleistungsbürgschaft, die meist von der Hausbank des Unternehmens gegeben wird, kann der Auftragnehmer den Sicherheitseinbehalt ablösen. Siehe auch Bürgschaft und Vertragserfüllungsbürgschaft.

       

HYPOXX AG:  Gleitzinsdarlehen

Im Gegensatz zu einem Festzinsdarlehen kann der Darlehensgeber bei einem Gleitzinsdarlehen die Zinsen jederzeit einseitig ändern (Zinsänderungsrisiko, variabler Zins, b. a. w.-Konditionen). Dieses Zinsänderungsrisiko geht allerdings einher mit einer zunächst niedrigeren Einstiegskondition.

       

HYPOXX AG:  Globalbelastung

Grundpfandrecht, das auf einem Grundstück eingetragen ist und zur Absicherung der (Mit-)Finanzierung des Grundstücksankaufes oder des gesamten Bauvorhabens dient.

       

HYPOXX AG:  Grenzbescheinigung

Grenzattest. Bescheinigung des Katasteramtes, in der bestätigt wird, dass ein Gebäude auf dem richtigen Grundstück und innerhalb der rechtmäßigen Grenzen errichtet wurde. Eine Grenzbescheinigung wird oft als Beleihungsunterlage eingefordert.

       

HYPOXX AG:  Großbausparvertrag

§ 10 BSpKG; § 2 BSpKVO - Bausparvertrag mit einer Bausparsumme ab 225.000 Euro. Dabei gelten die innerhalb von 12 Monaten abgeschlossenen Verträge eines Vertragspartners als ein Vertrag. Der Anteil der Großbausparverträge am gesamten Bausparneugeschäft und der Anteil der nicht zugeteilten Großbausparverträge am gesamten nicht zugeteilten Bausparbestand sind kontingentiert. In dieses Kontingent sind auch sog. Schnellbausparverträge einzubeziehen. Siehe auch Bauspar-Vorratsvertrag.
       

HYPOXX AG:  Grundakte

§ 12 GBO - Für jedes Grundbuch wird eine Grundakte geführt. Sie enthält alle Urkunden, die sich auf Grundbucheintragungen beziehen.
       

HYPOXX AG:  Grundbuch

Öffentliches Register, das beim Grundbuchamt geführt wird und dort auch eingesehen werden kann, soweit berechtigtes Interesse besteht (Grundbucheinsicht). Im Grundbuch ist jedes Grundstück im Bezirk auf einem gesonderten Grundstücksblatt eingetragen. Es besteht aus dem Bestandsverzeichnis und drei sog. Abteilungen.

Abteilung I gibt Auskunft über den Eigentümer; Abteilung II über Lasten und Beschränkungen des Eigentums; Abteilung III über eingetragene Grundschulden, Rentenschulden und Hypotheken. Für jede Eintragung in das Grundbuch bedarf es einer öffentlichen oder öffentlich beglaubigten Urkunde. Letztere werden in der sog. Grundakte abgelegt.

       

HYPOXX AG:  Grundbuchamt

Zu den Aufgaben des Grundbuchamts gehört es, die Grundbücher und die Grundakten zu führen. In den meisten Bundesländern ist das Grundbuchamt das Amtsgericht, in dessen Bezirk das Grundstück gelegen ist, in Baden-Württemberg ist es bei den Gemeinden angesiedelt.
       

HYPOXX AG:  Grundbuchauszug

Abschrift aller Eintragungen im Grundbuch. Wird u.a. benötigt für die Beleihungsprüfung (Beleihungsunterlagen) sowie vor dem Ankauf einer Immobilie. Voraussetzung für die Anforderung eines Grundbuchauszugs ist ein berechtigtes Interesse (Grundbucheinsicht).
       

HYPOXX AG:  Grundbucheinsicht

§ 12 GBO - In das Grundbuch kann jeder Einsicht nehmen, der ein berechtigtes Interesse hat. Ein berechtigtes Interesse stellt beispielsweise eine Kaufabsicht dar. Der Eigentümer hat immer ein berechtigtes Interesse und kann damit jederzeit in das Grundbuch Einsicht nehmen oder einen Grundbuchauszug verlangen.
       

HYPOXX AG:  Grundbuchordnung (GBO)

Sie regelt u.a. die Einrichtung des Grundbuches und die Organisation der Grundbuchämter und enthält Verfahrensvorschriften in Bezug auf Grundbuchangelegenheiten. Grundakte, Grundbucheinsicht

       

HYPOXX AG:  Grunderwerbsteuer

§ 11 GrEStG - Steuer, die auf den Umsatz von inländischen Grundstücken, Wohnungseigentum, Erbbaurechten und Gebäuden auf fremdem Grund und Boden erhoben wird. Sie fällt beispielsweise an beim Kauf, Tausch, Erbschaft oder Schenkung. Der Steuersatz beträgt 3,5 % des Kaufpreises zuzüglich etwaiger sonstiger Leistungen, die der Erwerber als Entgelt für den Erwerb des Grundstücks übernimmt oder gewährt.

       

HYPOXX AG:  Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG)

Regelt u.a. die Voraussetzungen und die Bemessungsgrundlagen für die Grunderwerbsteuer und definiert von der Besteuerung befreite Erwerbsvorgänge (z.B. Grundstückserwerb von Todes wegen, Grundstücksschenkungen, Grundstückserwerb durch Personen, die mit dem Veräußerer in gerader Linie verwandt sind).

       

HYPOXX AG:  Grundfläche

Zulässige Grundfläche gem. § 19 Baunutzungsverordnung (BauNVO). Anteil des Baugrundstücks, das von baulichen Anlagen überdeckt werden darf. Für die Ermittlung der zulässigen Grundfläche ist die Fläche des Baugrundstücks maßgebend, die im Bauland und hinter der im Bebauungsplan festgesetzten Straßenbegrenzungslinie liegt. Prinzipiell mitzurechnen sind die Grundflächen von Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten.

       

HYPOXX AG:  Grundflächenzahl (GRZ)

§ 19 Baunutzungsverordnung, BauNVO - Die GRZ gibt an, wieviel Quadratmeter Grundfläche eines Gebäudes je Quadratmeter Grundstücksfläche zulässig sind. Die GRZ wird im Bebauungsplan festgesetzt.

       

HYPOXX AG:  Grundpfandrecht

Ein auf die Zahlung einer Geldsumme gerichtetes, dingliches Recht an einem Grundstück oder an einem grundstücksgleichen Recht. Nach dem BGB können folgende Grundpfandrechte zur Sicherung von Realkrediten herangezogen werden: Hypothek (§ 1113 BGB), Grundschuld (§ 1191 BGB) und die Rentenschuld (§ 1199 BGB).
       

HYPOXX AG:  Grundschuld

§§ 1191ff. BGB - Belastung eines Grundstücks in der Weise, dass an denjenigen, zu dessen Gunsten sie erfolgt, eine bestimmte Geldsumme aus dem Grundstück zu zahlen ist. Im Gegensatz zur Hypothek ist die Grundschuld von einer zu sichernden Forderung unabhängig (Akzessorietät).

       

HYPOXX AG:  Grundschuldbestellung

Die durch eine notarielle Beurkundung erklärte Zustimmung eines Grundstückseigentümers zu der Belastung seines Grundstücks mit einer Grundschuld als Grundpfandrecht in Verbindung mit dem Antrag auf Eintragung in das Grundbuch.

       

HYPOXX AG:  Grundsteuer

Realsteuer auf den Grundbesitz (bebaute und unbebaute Grundstücke, Wohnungseigentum, Teileigentum, Erbbaurechte und Betriebsgrundstücke). Die Grundsteuer fließt den Gemeinden zu, die die Berechtigung zur Festsetzung von Hebesätzen und Erhebung des auf ihrem Gebiet gelegenen Grundbesitzes haben. Sie errechnet sich aus dem Grundsteuermessbetrag als Promillewert des Einheitswertes, der dann mit dem Hebesatz multipliziert wird. Für land- und forstwirtschaftliche Betriebe und für die übrigen Grundstücke können dabei unterschiedliche Hebesätze beschlossen werden, die dann als Grundsteuer A bzw. B bezeichnet werden.

       

HYPOXX AG:  Grundstück

Räumlich exakt abgetrennter Teil der Erdoberfläche, der auf einem Blatt des Grundbuches unter einer besonderen Nummer eingetragen ist.

       

HYPOXX AG:  Grundstückskauf

§ 313 BGB - Ein Grundstückskauf setzt den Abschluss eines notariell beurkundeten Vertrages voraus. Beim Grundstückskauf sind insbesondere folgende Punkte zu beachten: genaue Bezeichnung des Grundstücks, Übernahme von Belastungen, insbesondere öffentliche Lasten (Erschließungskosten) und Nutzungen, Fortbestehen von Belastungen, Belegungs- oder Preisbindungen (bei öffentlich geförderten Wohnungen), Termin für die Zahlung des Kaufpreises sowie Nutzungs- und Übergabetermine.

       

HYPOXX AG:  Grundstückspreise

Seit 1961 werden von den Statistischen Ämtern der Bundesländer regelmäßig Kaufwerte für baureifes Land, Rohbauland, Industrieland und Land für Verkehrszwecke und Freiflächen erfasst und veröffentlicht (Statistisches Bundesamt, Vierteljahres- und Jahresberichte der Fachserie 17, Reihe 5 Kaufwerte für Bauland). Die Grundlage dieser Statistik bilden die Veräußerungsanzeigen der Gerichte, Behörden und Notare (gem. § 18 des Grunderwerbsteuergesetzes), die von den Grunderwerbsteuerstellen der Finanzämter steuerlich ausgewertet und in die Kaufpreissammlungen aufgenommen werden. Aktuelle Informationen über die Preise von unbebauten und bebauten Grundstücken liefern ferner die Erhebungen des Rings deutscher Makler bei ihren Mitgliedern und der LBS-Immobiliengesellschaften.

       

HYPOXX AG:  Gutachterausschuss

§ 192 BauGB- Behördlich eingesetztes selbstständiges, weisungsunabhängiges, aus ehrenamtlichen Mitgliedern (= Gutachtern) bestehendes Gremium, das auf Antrag von Gerichten, Bau- und Justizbehörden sowie von Grundstückseigentümern Gutachten über den Verkehrswert von bebauten und unbebauten Grundstücken erstellt.

Der Gutachterausschuss führt ferner eine Kaufpreissammlung, ermittelt Bodenrichtwerte und sonstige zur Wertermittlung erforderliche Daten wie z.B. Bodenpreisindexreihen oder Liegenschaftszinssätze. Die Gutachterausschüsse sind i.d.R. den Gemeindeverwaltungen zugeordnet.

       

HYPOXX AG:  Guthabenzins

Der auf ein Bausparguthaben zu zahlende Zins. Der Guthabenzins liegt in den Finanzierungs-Tarifen meist zwischen 0,5 und 2,0%; in den Rendite-Tarifen ist eine nominale Guthabenverzinsung von bis zu 4% möglich. Die Guthabenzinsen werden dem Bausparguthaben jeweils am Ende des Kalenderjahres bzw. zum Zeitpunkt des Endes der Verzinsung zugeschrieben. Die Höhe der angesammelten Guthabenzinsen hat Bedeutung für die Ermittlung der für die Zuteilung maßgebenden Bewertungszahl.
       
  
   

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HYPOXX AG:  Handelsvertreter

§ 84 Abs.1 HGB - Gewerbetreibender, der selbstständig dauernd damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Grundlage ist ein Handelsvertretervertrag nach § 85 HGB. Wichtige Wesensmerkmale sind: freie Gestaltung der Arbeitszeit, eigenes Unternehmerrisiko, Lohnsteuer- und Sozialversicherungsfreiheit, Anspruch auf Provision für alle während des Vertragsverhältnisses abgeschlossenen Geschäfte, unter bestimmten Bedingungen Ausgleichsanspruch nach Beendung des Vertragsverhältnisses (gem. § 89b HGB).

Der Handelsvertreter ist grundsätzlich nicht weisungsgebunden, jedoch verpflichtet, bestimmte Auflagen des Unternehmers z.B. bezüglich der Ausführung der Geschäfte, der Einzelbedingungen und der Gestaltung der Kundenbetreuung zu befolgen. Er hat sich ferner besonders um den Abschluss von Geschäften zu bemühen und dabei die Interessen des Unternehmers wahrzunehmen (§ 86 HGB).

       

HYPOXX AG:  Hausakte

In der Hausakte werden alle wichtigen Dokumente aus der Planungs- und Bauphase gesammelt. Hier werden alle Informationen für spätere Instandsetzungen, Ausbauten und Modernisierungen abgelegt und die wichtigsten Veränderungen im Lebenszyklus des Gebäudes dokumentiert. Gemeinsam mit dem Gebäudepass ist die Hausakte ein Instrument zur Sicherung von Bauqualität und Verbraucherschutz.

Bauherren und Käufern wird so der Vergleich von Qualität und Preisen auf dem Immobilienmarkt erleichtert. Mehr Informationen können unter www.kompetenzzentrum-iemb.de nachgelesen werden. Hier gibt es auch die Hausakte und den Gebäudepass als Download.

       

HYPOXX AG:  Hausgeld

Monatliche Vorausleistung des Wohnungseigentümers zur Deckung der laufenden Ausgaben und Aufwendungen für das gemeinschaftliche Eigentum, die nach Ablauf eines Wirtschaftsjahres genau abgerechnet werden. Das Hausgeld setzt sich u.a. aus folgenden Kostenpunkten zusammen: Betriebskosten, Heizungskosten, Warmwasserkosten, Instandsetzungsrücklage, Verwalterkosten. Grundlage ist der Wirtschaftsplan, den der Verwalter jährlich aufzustellen hat.
       

HYPOXX AG:  Haushaltspauschale

Die Bank prüft vor Darlehensgewährung im eigenen Interesse, ob nach Abzug aller Belastungen ein ausreichender Betrag zum Bestreiten des normalen Lebensunterhalts verbleibt. Hierfür werden in der Regel Mindestsätze (Haushaltspauschalen) festgesetzt. Die Monatspauschalen sind je nach Bank verschieden. Hier ein Beispiel: 1-Personen-Haushalt: € 790,00; 2-Personen-Haushalt*):€ 995,00 / je Kind € 154,00 *) bei gesamtschuldnerischer Haftung. Für eine vierköpfige Familie bedeutet dies, daß monatlich mindestens € 1.250,00 für den Lebensunterhalt verbleiben müssen. Werden die Pauschalen nicht erreicht, kann eine Beleihung ausnahmsweise dennoch möglich sein, wenn andere günstige Umstände dafür sprechen.

       

HYPOXX AG:  Hausratversicherung

Verbundene Hausratversicherung. Meist dynamisch gestaltete Versicherung des Hausrats zum Schutz gegen Einbruch sowie gegen Schäden, die verursacht sind durch Leitungswasser, Sturm oder Brand. Teilweise auch Glasbruchschäden. Zum Hausrat gehören alle Sachen, die in einem Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch und zum Verbrauch dienen. Versichert sind eigene und fremde Sachen.

       

HYPOXX AG:  Haustürgesetz

BGB § 355 - Das Widerrufsrecht von sogenannten Haustürgeschäften ist nunmehr im BGB geregelt. Es legt fest, dass Haustürgeschäfte erst dann wirksam werden, wenn der Kunde sie nicht binnen zwei Wochen (§ 361a BGB) schriftlich widerruft. Haustürgeschäfte liegen beispielsweise vor, wenn jemand durch mündliche Verhandlung am Arbeitsplatz oder in der Privatwohnung, die er nicht vorher bestellt hat, eine auf den Abschluss eines Vertrages über eine entgeltliche Leistung gerichtete Willenserklärung abgibt.

Über das Widerrufsrecht muss schriftlich oder in drucktechnisch deutlich gestalteter Weise belehrt werden. Das Haustürgesetz findet unter anderem Anwendung auf das Immobilienvermittlungs- sowie auf das Bauspargeschäft. Die Vorschriften gelten dagegen nicht, wenn der Kunde den Vertrag in Ausübung einer selbstständigen Erwerbstätigkeit (zum Beispiel Bauträger, Baugesellschaften, Architekten) abschließt.

       

HYPOXX AG:  Herstellungskosten

Summe aller Aufwendungen, die zur gebrauchsfähigen Errichtung eines Gebäudes aufgewandt werden. Insbesondere: Baukosten, Kosten für die Außenanlagen, Architektenhonorare, Gebühren für die Baugenehmigung. Herstellungskosten sind als Werbungskosten in Form der Absetzung für Abnutzung (AfA) steuerlich absetzungsfähig (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung). Nachträgliche Herstellungs- (oder Anschaffungskosten) bildeten die Bemessungsgrundlage für eine mögliche Förderung nach dem Eigenheimzulagegesetz. Siehe auch: Angemessene Herstellungskosten.

       

HYPOXX AG:  Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HO

Rechtsverbindliche Grundlage für die Honorarabrechnungen von Architektenleistungen. In der HOAI (derzeit gilt die HOAI in der Fassung der 5. Novelle vom 21.9.1995, in Kraft getreten am 1.1.1996) werden unter anderem in Abhängigkeit vom Schwierigkeitsgrad der Bauaufgabe und den Bauwerkskosten Höchst- und Mindesthonorare festgelegt sowie ein Katalog zu erbringender Grundleistungen definiert. Die Höhe des Honorars wird durch den Umfang der zu erbringenden Leistungen und die anrechenbaren Kosten bestimmt.

       

HYPOXX AG:  Hypothek

§§ 1113, 1190 BGB- Pfandrecht an einem Grundstück, das den Gläubiger berechtigt, sich wegen einer bestimmten Forderung aus dem Grundstück zu befriedigen (= Grundpfandrecht, Grundschuld) Es liegt ihr immer eine bestimmte Forderung zu Grunde (Akzessorietät).

Ist diese z.B. nach vollständiger Tilgung des Darlehens erledigt, so verwandelt sie sich in eine Eigentümergrundschuld. Dies geschieht nicht automatisch, sondern erst auf Antrag. Umgangssprachlich häufig synonym benutzt für annähernd jede Form der langfristigen Baufinanzierung, Briefhypothek, Buchhypothek.Siehe auch Ib-Hypothek.

       

HYPOXX AG:  Hypothekarkredit-Kodex

Der europäische Verhaltenskodex für Hypothekarkreditgeber wurde zwischen den europäischen Verbraucherorganisationen und den europäischen kreditwirtschaftlichen Verbänden, deren Mitglieder wohnungswirtschaftliche Kredite anbieten, ausgehandelt und angenommen. Mit diesem Kodex wird ab dem Herbst 2002 eine grundlegende Transparenz der Informationen gesichert und deren Vergleichbarkeit verbessert.

Dazu dient vor allem das europäische Standard Merkblatt (ESM), mit dem die Kunden künftig vor dem Abschluss eines LBS-Bausparvertrages oder vor der Stellung eines LBS-Kreditantrags national und grenzüberschreitend Kreditangebote vergleichen können. Welche Kreditinstitute sich dem Verhaltenskodex unterworfen haben, ist auf der Internetseite der Europäischen Union aufgelistet.

       

HYPOXX AG:  Hypothekenbank

Realkreditinstitut, das überwiegend mittel- und langfristige Darlehen in Form von Hypotheken und Kommunaldarlehen vergibt und sich durch die Ausgabe von Hypothekenpfandbriefen und Kommunalobligationen refinanziert. Die rechtliche Grundlage bildet das Hypothekenbankgesetz, bzw. seit dem 19.7.2005 das Pfandbriefgesetz.

Für die Hypothekenbanken gelten besondere Vorschriften für die Ermittlung des Beleihungswertes von Grundstücken sowie hinsichtlich Art und Inhalt des Darlehensvertrages. Zur Deckung von Pfandbriefen dürfen nur solche Hypotheken herangezogen werden, die 60 % des Beleihungswertes nicht überschreiten.

       

HYPOXX AG:  Höchtsbetragshypothek

Sonderform der Sicherungshypothek. Nur der Höchstbetrag, bis zu dem das Grundstück haften soll, wird bestimmt und in das Grundbuch eingetragen.

       

HYPOXX AG:  Höhe des Bauspardarlehens

Die Höhe des zinsgünstigen Bauspardarlehens ergibt sich in der Regel aus der Differenz zwischen der Bausparsumme und dem jeweiligen Sparguthaben. Bei Übersparung, d.h. bei Weitereinzahlung über die Ansparleistung hinaus, kann es passieren, dass hierdurch unnötigerweise das rechnerische Bauspardarlehen reduziert wird.

       
  
   

I

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HYPOXX AG:  Identitätsprüfung

Bei Aufnahme der Geschäftsbeziehung läßt sich die Bank die Identität des Darlehensnehmers nachweisen. Sie ist auf Grund des § 154 AO dazu verpflichtet.

       

HYPOXX AG:  Immobilie

Bebaute und unbebaute Grundstücke aller Art.

       

HYPOXX AG:  Immobilienfonds

Fonds, der zur Finanzierung bestimmter Bauobjekte errichtet wird. Immobilienfonds unterliegen dem Gesetz über Kapitalanlagegesellschaften. Man unterscheidet offene und geschlossene Immobilienfonds.

       

HYPOXX AG:  Immobilienmakler

(Grundstücksmakler, Wohnungsmakler). I.d.R. freier Gewerbetreibender (Gewerbeanmeldung nach § 34c Gewerbeordnung), der Interessenten Wohnimmobilien, gemischt genutzte oder gewerbliche Objekte nachweist oder vermittelt. Er erhält für seine erfolgreichen Bemühungen (Erfolgsprinzip) eine Maklerprovision. (Courtage, Maklervertrag).

       

HYPOXX AG:  Immobilienmarkt

Summe der jährlichen Umsätze an Wohnimmobilien (Wohnbauland und Wohngebäude), gewerblichen Immobilien (Nichtwohngebäude und Bauland für gewerbliche Objekte) und sonstigen unbebauten Grundstücken (in der Regel Flächen für die Land- und Forstwirtschaft sowie für den Gemeinbedarf), erhoben von dem Marktforschungsinstitut GEWOS.

       

HYPOXX AG:  Instandhaltungskosten

§ 18 Abs. 4 WertV - Kosten, die infolge Abnutzung, Alterung und Witterung zur Erhaltung des bestimmungsgemäßen Gebrauchs der baulichen Anlagen während ihrer Nutzungsdauer aufgewendet werden müssen.

       

HYPOXX AG:  Instandhaltungsrücklage

§ 21 Abs.5 WEG - Nach dem Wohnungseigentumsgesetz vorgeschriebene Ansammlung einer angemessenen Geldsumme, aus der notwendige Reparaturen am gemeinschaftlichen Gebäude bezahlt werden. Für die Instandhaltungsrücklage wird in der Regel ein monatlich gleichbleibender Betrag erhoben, der sich an der Wohnfläche der einzelnen Eigentumswohnungen orientiert. Sie wird von allen Miteigentümern aufgebracht. Die Rückstellungsbeträge gehören zum Gemeinschaftseigentum.
       

HYPOXX AG:  Instandsetzung

§ 177 BauGB - Baumaßnahmen zur Beseitigung von Mängeln, die durch Abnutzung, Alterung, Witterungseinflüsse oder Einwirkungen Dritter entstanden sind und zur Wiederherstellung der bestimmungsgemäßen Nutzung der baulichen Anlage dienen.

       

HYPOXX AG:  Investitionszulagengesetz (InvZulG)

Gesetz vom 18.8.1997. Regelt das Verfahren und die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme staatlicher Zulagen für bestimmte Investitionen in den neuen Bundesländern (Fördergebiet). Danach können Steuerpflichtige im Sinne des Einkommens- und Körperschaftsteuergesetzes auf Antrag Investitionszulagen in unterschiedlicher Höhe für bestimmte betriebliche Investitionen, für Modernisierungsmaßnahmen, das heißt nachträgliche Herstellungsarbeiten (Herstellungskosten) oder Erhaltungsarbeiten an Mietwohnungen und an eigengenutzten Wohnungen sowie für die Anschaffung neuer Mietwohngebäude im innerörtlichen Bereich erhalten.

Begünstigt waren alle Modernisierungsinvestitionen, die bis zum Ende des Jahres 2004 vorgenommen wurden. Für die Investitionszulage im Bereich des Mietwohnungsneubaus galt die Förderung bis Ende 2002.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Jahresleistung

Siehe Annuität.

       

HYPOXX AG:  Jahresreinertrag

Der Jahresreinertrag eines Objektes ist der Jahresrohertrag (Nettosollmiete) abzüglich der nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten.

       

HYPOXX AG:  Jahresrohertrag

Bruttokaltmiete. Mietertrag inkl. umlagefähiger Betriebskosten.
       
  
   

K

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HYPOXX AG:  Kapitaldienst

Aufwendungen eines Darlehensnehmers für Zinsen und Tilgung sowie etwaige Nebenkosten des aufgenommenen Darlehens. Kapitaldienstfähigkeit.

       

HYPOXX AG:  Kapitaldienstfähigkeit

Fähigkeit eines Kreditkunden, eine zu erwartende Kreditbelastung aus seinen laufenden Einnahmen zu tragen. Teil der Kreditwürdigkeitsprüfung, zu der ferner die Selbstauskunft, die Schufa-Auskunft sowie aktuelle Gehaltsabrechnungen herangezogen werden. Voraussetzung für die Kreditgewährung. Bonität
       

HYPOXX AG:  Kapitalmarkt

Im Gegensatz zum Geldmarkt der Markt für mittel- und langfristige Kredite und Beteiligungskapital.

       

HYPOXX AG:  Katasterkarte

Flurkarte. Zeichnerische Darstellung der Grundstücke eines Bezirks nach Lage und Größe.

       

HYPOXX AG:  Kaufeigenheim

Eigenheim, das i.d.R. von einem Bauträger errichtet worden ist mit dem Ziel der späteren Veräußerung.

       

HYPOXX AG:  Kaufvertrag

§§ 433ff. BGB - Durch den Kaufvertrag wird der Verkäufer einer Sache verpflichtet, dem Käufer die Sache zu übergeben und das Eigentum an der Sache zu verschaffen. Der Käufer ist verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten Kaufpreis zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen.

       

HYPOXX AG:  Kinderzulage

(§ 9 Abs.5 Eigenheimzulagengesetz*). Ersetzt seit dem 1.1.1996 das Baukindergeld nach § 34f. EStG. Bauherren und Erwerbern, die Anspruch auf eine Eigenheimzulage* haben, kann auf Antrag für jedes Kind, für das sie im Förderzeitraum einen Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhalten, jährlich für die Dauer der Grundförderung eine Kinderzulage in Höhe von 800 Euro gewährt werden. *Hinweis: Seit dem 1. Januar 2006 erhalten künftige Immobilienbesitzer keine Eigenheimzulage mehr. Das Gesetz wurde Ende Dezember 2005 in Bundestag und Bundesrat beschlossen.

       

HYPOXX AG:  Kollektives Bausparen

Grundgedanke des deutschen Bausparsystems. Geschlossenes System, bei dem alle durch Spar- und Tilgungsleistungen der Zuteilungsmasse zufließenden Einlagen wieder als Bausparguthaben und Bauspardarlehen an die (Bau-)Sparer zurückfließen. Im Gegensatz zum individuellen Sparen zu Bauzwecken der selbsthilfemäßige Zusammenschluß Kreditsuchender, die sich vertraglich zu planmäßigem Sparen verpflichten, um aus dem sich daraus ansammelnden Kapitalstock nach einem bestimmten Zuteilungsmodus ein Darlehen zu erhalten.

       

HYPOXX AG:  Kommunaldarlehen

Kommunaldarlehen sind Kredite, die an Körperschaften oder Anstalten des öffentlichen Rechts (z.B. Bund, Länder, Gemeinden) gewährt - echte Kommunalkredite - oder durch diese verbürgt - unechte Kommunalkredite - werden. Die Bonität der Schuldner ist in der Regel einwandfrei, sie haften mit ihrem gesamten Vermögen und mit dem Steueraufkommen, daher werden Kommunaldarlehen meist blanko, d.h. ohne Sicherheitenstellung gewährt.
       

HYPOXX AG:  Kompensation

Unter Kompensation versteht man die Ausgleichszahlung, mit der entweder der Erwerber für die Übernahme eines weniger attraktiven Darlehens enstchädigt wird oder die gezahlt werden muss, um einen Darlehensvertrag mit niedrigen Zinsen zu übernehmen.

       

HYPOXX AG:  Konditionen

Bedingungen, zu denen ein Darlehensgeber bereit ist, ein Darlehen zur Verfügung zu stellen. Wichtige Bestandteile sind: der Nominal- und der Effektivzinssatz, die Darlehenslaufzeit, der Auszahlungskurs, die Zinsbindungsfrist, der Tilgungssatz und der Tilgungsbeginn, die Bereitstellungszinsen, evtl. eine Nichtabnahmeentschädigung sowie die Bearbeitungsgebühren und evtl. Schätzgebühren.
       

HYPOXX AG:  Konditionenanpassung

Vor Ablauf der Zinsfestschreibung müssen für einen weiteren Zeitraum neue Konditionen für die Darlehensgewährung zwischen Darlehensnehmer und Darlehensgeber vereinbart werden. Zu diesem Zweck unterbreitet der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer einige Wochen vor Ablauf der Zinsfestschreibung ein Angebot für einen weiteren Zinsfestschreibungszeitraum, dessen Konditionen sich nach den aktuellen Verhältnissen am Kapitalmarkt richten.

       

HYPOXX AG:  Kontoführungsgebühren

Für die Führung von Konten berechnen Kreditinstitute unter Umständen Gebühren. Diese meist quartalsweise oder monatlich zu entrichtenden Entgelte finden vereinzelt auch bei Baudarlehen Anwendung. Da Kontoführungsgebühren nicht Gegenstand des Effektivzinssatzes nach Preisangabeverordnung sind, sollten Sie beim Angebotsvergleich auch diese Position prüfen.
       

HYPOXX AG:  Kostenmiete

§8 WoBindG - Die zur Deckung der laufenden Aufwendungen für den Kapitaldienst und die Bewirtschaftung eines Wohngebäudes oder einer Wirtschaftseinheit erforderliche Miete. Sie kann bei nach dem Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) geförderten Wohnungsbau nach den Vorschriften des Wohnungsbindungsgesetzes, der Neubaumietenverordnung und der Zweiten Berechnungsverordnung von den sogenannten Bewilligungsbehörden festgesetzt werden. Nach § 8 Wohnungsbindungsgesetz (WoBindG) ist die Kostenmiete zugleich die Höchstmiete für die Überlassung einer öffentlich geförderten Wohnung.

       

HYPOXX AG:  Kostenordnung (KostO)

Regelt u.a. die Gebührensätze der Notare, z.B. für die Beurkundung von Kaufverträgen oder für Eintragungen in das Grundbuch. Die Höhe der Gebühren richtet sich dabei nicht nach dem Aufwand, sondern nach dem Geschäftswert des zu beurkundenden Gegenstands bei Grundstücken nach dem Verkehrswert und der Art der Leistung. Einzelheiten sind in einer Gebührentabelle festgelegt.
       

HYPOXX AG:  Kreditantrag

Jeder Krediteinräumung geht im Allgemeinen eine mündliche Vorverhandlung des Kunden mit seinem Kreditinstitut voraus, in der der Kunde seine Kreditwünsche unter Anbietung etwaiger Sicherheiten vorträgt. In der Regel folgt darauf ein schriftlicher Kreditantrag, der im Allgemeinen folgende Punkte beinhaltet: Angaben über die Person, die Rechtsstellung und die finanzielle Lage des Kreditnehmers, Sicherheiten, Höhe und Laufzeit des beantragten Kredits, Rückzahlungswünsche, Verwendungszweck des Kredits. Der Kreditantrag bildet die Grundlage für die anschließende Prüfung der Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit (Bonität) des Antragstellers. Beleihungsunterlagen.
       

HYPOXX AG:  Kreditfähigkeit

Fähigkeit, in rechtlicher Hinsicht Kredite aufnehmen zu können. Eine natürliche Person ist nur dann kreditfähig, wenn sie nach dem BGB unbeschränkt geschäftsfähig ist. Diese wird mit Vollendung des 18. Lebensjahres erreicht. Jüngeren Personen kann durch gerichtliche Erklärung die volle Geschäftsfähigkeit zugesprochen, älteren unter bestimmten Bedingungen entzogen werden.

       

HYPOXX AG:  Kreditsicherheiten

Summe aller Maßnahmen, die den Kreditgeber vor etwaigen Verlusten schützen sollen. Kreditsicherheiten dienen zur Befriedigung des Kreditgebers, falls der Kreditnehmer nicht in der Lage ist, den ihm gewährten Kredit zurückzuführen. Sie können Immobilien, Mobilien, Rechte, Forderungen und Ansprüche sein. Grundpfandrechte, Ersatzsicherheiten.
       

HYPOXX AG:  Kreditunterlagen

Für die Kreditbewilligung erforderliche Informationen und Nachweise zur Prüfung der Kreditwürdigkeit des Antragstellers sowie der Beleihbarkeit des Pfandobjekts. Einzureichen sind dazu u.a. Unterlagen über die persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse sowie über die zu beleihende Immobilie bzw. das Bauvorhaben.

Dazu gehören z.B. Lageplan, Kaufvertrag, Baubeschreibung, Berechnung des umbauten Raumes sowie der Wohn- und der Nutzfläche und der Gesamtkosten, Finanzierungsplan, Wirtschaftlichkeitsberechnung (wenn das Gebäude nicht eigengenutzt wird). Bei der Beleihung von Wohnungseigentum ist ferner eine beglaubigte Abschrift der Teilungserklärung beizufügen.

       

HYPOXX AG:  Kreditzusage

Nach positiver Prüfung (Kreditbewilligung) seiner Kreditwürdigkeit und der Beleihbarkeit des Pfandobjekts anhand der Kreditunterlagen erhält der Darlehensnehmer vom Kreditinstitut oder von der Bausparkasse die schriftliche Kreditzusage (Bewilligungs-, Kreditbescheid) mit dem Kreditvertrag, dem Schuldanerkenntnis und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen bzw. Bausparbedingungen (AGB/ABB).
       

HYPOXX AG:  Kündigungsschutz

§§ 564ff. BGB - Die (ordentliche) Kündigung eines unbefristeten Mietverhältnisses darf vom Vermieter nur dann ausgesprochen werden, wenn sie auf schriftlichem Wege erfolgt und er ein berechtigtes Interesse an der Beendigung des Mietverhältnisses hat.

Letzteres liegt beispielsweise dann vor, wenn der Mieter seine Verpflichtungen schuldhaft nicht unerheblich verletzt, wenn der Vermieter die Wohnung für seinen eigenen Bedarf benötigt oder der Vermieter durch die weitere Vermietung an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwendung des Grundstücks gehindert wird und ihm dadurch erhebliche Nachteile drohen. Die Kündigung zum Zwecke der Mieterhöhung ist ausgeschlossen.

Der Mieter hat dagegen nur das Schriftformerfordernis zu beachten. Die Kündigungsfristen (§ 573c BGB) für vermietete Wohnräume betragen: bei einem Mietverhältnis von bis zu 5 Jahren 3 Monate, von mehr als 5 bis zu 8 Jahren 6 Monate, von mehr als 8 bis zu 10 Jahren 9 Monate und von mehr als 10 Jahren 12 Monate. Für Mieter gilt generell eine Frist von 3 Monaten. Fristlose Kündigungen sind für beide Parteien zulässig, wenn sich ein Vertragspartner so schwerwiegender Vertragsverletzungen schuldig macht, dass dem anderen Teil eine Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht zugemutet werden kann.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Lastenberechnung

Teil des Finanzierungsplans. Mehrjährige Berechnung der Aufwendungen für Zins- und Tilgungsleistungen, Betriebs- und Instandhaltungskosten unter Abzug der sich z.B. aus Mieteinnahmen, steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten, staatlichen Lastenbeihilfen oder Aufwendungszuschüssen ergebenden Entlastungseffekte. Für bestimmte Vorhaben vorgeschrieben.
       

HYPOXX AG:  Lastenzuschuss

Zuschuss der öffentlichen Hand an Eigentümer von selbstgenutztem Wohnraum zur Verminderung der monatlichen Belastung auf der Grundlage des Wohngeldgesetzes. Ob und in welcher Höhe ein Lastenzuschuss gewährt wird, hängt ab vom Familieneinkommen, der Familiengröße, der berücksichtigungsfähigen Belastung sowie dem Alter und der Ausstattung des Wohneigentums. Zu beantragen bei den Wohngeldstellen der Gemeinde- oder Kreisverwaltungen.

       

HYPOXX AG:  Lebensversicherungshypothek

Durch eine Hypothek gesicherter Kredit einer Versicherungsgesellschaft kombiniert mit dem Abschluss einer Lebensversicherung. Bei deren Fälligkeit wird der Kredit durch die Versicherungssumme abgelöst. Bis dahin sind zusätzlich zu den Hypothekenzinsen die Versicherungsbeiträge als Tilgungsersatz zu zahlen.

       

HYPOXX AG:  Liegenschaftskataster

Beim Katasteramt geführtes Register (Liegenschaftsbuch) und Flurkartenwerk (Katasterkarte, Flurkarte), in dem sämtliche Grundstücke und grundstücksgleichen Rechte eingetragen sind. Das Liegenschaftskataster enthält u.a. Angaben über Lage, Größe, Gebäudebestand und Nutzungsart. Die Verzeichnisse können gebührenpflichtig eingesehen oder angefordert werden.

       

HYPOXX AG:  Lineare Abschreibung

§ 7 Abs.4 EStG - Vermietete oder teilweise vermietete Wohngebäude können bis zur vollen Absetzung mit folgenden, von Jahr zu Jahr gleichbleibenden Sätzen abgeschrieben werden: Gebäude, die vor dem 1.1.1925 fertiggestellt wurden: 2,5% der Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten, Gebäude, die nach dem 31.12.1924 errichtet wurden: 2% der Herstellungs– bzw. Anschaffungskosten.
       

HYPOXX AG:  Löschungsbewilligung

Öffentlich beglaubigte Erklärung des Berechtigten, dass er ein zu seinen Gunsten im Grundbuch eingetragenes Recht aufgibt.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV)

Die MaBV regelt die Pflichten von Gewerbetreibenden, die nach § 34c GewO der Erlaubnis bedürfen, namentlich der Immobilienmakler, der Bauträger und der Baubetreuer.

       

HYPOXX AG:  Makler-Alleinauftrag

Besondere Art des Maklervertrages. Der Makler-Alleinauftrag ist gesetzlich nicht geregelt. Er unterscheidet sich vom Allgemeinauftrag dadurch, dass der Makler innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes zum Tätigwerden verpflichtet ist, insbesondere auf eigene Kosten angemessene Werbemaßnahmen (z.B. Insertionen) durchzuführen. Demgegenüber verzichtet der Auftraggeber darauf, andere Makler oder Dritte einzuschalten. Außerdem kann er im Gegensatz zum Allgemeinauftrag den Auftrag innerhalb der vereinbarten Laufzeit nicht widerrufen, es sei denn wegen Untätigkeit des Maklers.

       

HYPOXX AG:  Maklervertrag

§§ 652ff. BGB - Vertrag über die Vermittlung und/oder den Nachweis einer Vertragsgelegenheit zum Verkauf, zur Vermietung oder zur Verpachtung einer Immobilie zwischen dem Auftraggeber und dem Immobilienmakler. Wesentlicher Inhalt ist das sog. Provisionsversprechen (Courtage) des Auftraggebers, wenn die Tätigkeit des Maklers den angestrebten Erfolg bewirkt.

Der Maklervertrag kann schriftlich, mündlich oder stillschweigend abgeschlossen werden. Man unterscheidet zwei Arten des Maklervertrags: den normalen Maklervertrag, auch Allgemeinauftrag genannt, und den sog. Makler-Alleinauftrag. Im Maklervertrag kann nicht die Möglichkeit ausgeschlossen werden, dass der Verkäufer an einen von ihm selbst gefundenen Interessenten verkauft.

       

HYPOXX AG:  Marge

Die Spanne (Gewinn/Verlust)) zwischen dem Preis, den der Kreditgeber für die Refinanzierungsmittel zu entrichten hat, und dem mit dem Kreditnehmer vereinbarten Preis (= Zinssatz) für ein Gelddarlehen. In der Marge ist zudem ein Anteil für das Kreditausfall-Risiko enthalten.

       

HYPOXX AG:  Markt für Wohnungsbaufinanzierungen

Marktteilnehmer: Im Prinzip alle Kreditinstitutsgruppen, namentlich Sparkassen, Realkreditinstitute, Bausparkassen, Genossenschaftsbanken und Geschäftsbanken. Marktvolumen, gemessen am Bestand an Hypothekarkrediten auf Wohngrundstücken und sonstiger Kredite für den Wohnungsbau an inländische Unternehmen und Privatpersonen 2004: 1.153 Milliarden Euro. Gemessen an den jährlichen Kreditauszahlungen (für Neubau, Erwerb, Modernisierung und Ablösungen bestehender Kredite) laut Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) im Jahr 2004: rund 120 Milliarden Euro. Marktverteilung, gemessen an den Auszahlungen: Sparkassen 26 Prozent, Realkreditinstitute 10 Prozent, Genossenschaften und Kreditbanken 37 Prozent und Bausparkassen 27 Prozent.
       

HYPOXX AG:  Mehrzuteilung

Bei einem Bauspartarif mit Mehrzuteilung kann der Bausparer ein höheres Bauspardarlehen wählen und sich so mehr als die Bausparsumme auszahlen lassen. Entweder sind dann höhere Tilgungsratenzu zahlen oder es muss bereits eine hohe Sparleistung erbracht worden sein.

Einzelne Bauspartarife erlauben dem Bausparer sogar die Festlegung der Höhe des Bauspardarlehens oder der Tilgungsrate. Abhängig von der Darlehenshöhe und der vorliegenden Ansparsumme wird von der Bausparkasse die monatliche Tilgungsrate ermittelt.

       

HYPOXX AG:  Mieterhöhungen

Mieterhöhungen bei nicht preisgebundenem Wohnraum. Die gesetzlichen Voraussetzungen für die Mieterhöhung waren bisher im Mieterhöhungsgesetz (MHG) enthalten. Seit dem 1.9.2001 sind sie in die §§ 558 – 560 BGB integriert. Das MHG ist außer Kraft getreten. Der Vermieter kann vom Mieter die erforderliche Zustimmung zur Mieterhöhung unter folgenden Voraussetzungen verlangen:

  • Die Mieterhöhung darf nicht ausgeschlossen sein. Ein Mieterhöhung ist ausgeschlossen, wenn ein befristeter Mietvertrag mit einem festen Mietzins abgeschlossen wurde oder es sich aus sonstigen Umständen ergibt. In Index- und Staffelmietverträgen ist die Mieterhöhung im Mietvertrag selbst geregelt; außerhalb dieser Regelungen kommt eine Mieterhöhung nicht in Betracht.
  • Die bisherige Miete muss seit mindestens einem Jahr unverändert sein. Die Erhöhung, sofern sie nicht auf Modernisierungsmassnahmen, Betriebs- oder Kapitalkostenerhöhung beruht, darf erst eintreten, wenn die letzte Erhöhung 15 Monate zurückliegt. - Der Mietzins darf die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschreiten. - Der Mietzins darf innerhalb eines Zeitraumes von drei Jahren um nicht mehr als 20% erhöht werden. - Der Vermieter muss die Mieterhöhung gegenüber dem Mieter schriftlich geltend machen und begründen. Als Begründung können beispielsweise der Mietspiegel oder drei Vergleichswohnungen benannt werden. Bauliche Veränderungen, die den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen (Modernisierung), können mit 11% der Kosten pro Jahr auf den Mieter umgelegt werden. Eine Erhöhung der Kapitalkosten kann seit der Mietrechtsreform im September 2001 nicht mehr auf den Mieter umgelegt werden.
       

HYPOXX AG:  Mietermodernisierung

Mit diesem Begriff wird die seit 1981 bestehende Möglichkeit für den Mieter bezeichnet, Bausparmittel gem. § 2 WoPG prämien- bzw. steuerbegünstigt für bauliche Maßnahmen zur Modernisierung der von ihm angemieteten Wohnung einsetzen zu können. Grundlage jeder Mietermodernisierung sollte eine Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter sein, in der die geplante Baumaßnahme detailliert beschrieben wird und der Vermieter seine Zustimmung zu deren Durchführung erklärt.

Des Weiteren sollte vertraglich die Gegenleistung des Vermieters für die Werterhöhung seines Eigentums festgelegt werden. Eine entsprechende Mustervereinbarung ist vom Bundesjustizministerium herausgegeben worden. Werden zur Finanzierung von Mietermodernisierungsmaßnahmen Bauspardarlehen oder außerkollektive Mittel eingesetzt, hat eine entsprechende Sicherstellung zu erfolgen, ggf. kann auf eine spezielle Bürgschaft einer staatlichen Wohnungsbauförderungsanstalt zurückgegriffen werden.

       

HYPOXX AG:  Miethöhegesetz (MHG)

Gesetz zur Regelung der Miethöhe, Teil des II. Wohnraumkündigungsschutzgesetz, WKSchG vom 18.12.1974. Das MHG regelte die Möglichkeiten von Mieterhöhungen im sogenannten freifinanzierten Wohnungsbau, namentlich das Verfahren zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete. Seit dem 1.9.2001 sind diese Regelungen in die §§ 558 – 560 BGB integriert und das MHG ist außer Kraft getreten.

       

HYPOXX AG:  Mietkauf

Vermietung eines Wohngebäudes durch den Bauherrn, verbunden mit einer Verkaufsofferte an den Mieter, die innerhalb eines bestimmten Zeitraumes (in der Regel fünf bis sieben Jahre) angenommen werden kann. Das Verkaufsangebot verpflichtet den Mieter, neben der Miete einmalig oder laufend sogenannte Optionsgebühren zu zahlen, die im Falle eines Kaufs auf den Kaufpreis angerechnet werden.

Das Ankaufsrecht des Mieters wird durch die Eintragung einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch gesichert. Das Mietkaufmodell hat bisher praktisch keine Marktbedeutung erlangt, insbesondere deshalb, weil die steuerliche degressive Abschreibung überwiegend dem Bauherren (Vermieter) zufließt.

       

HYPOXX AG:  Mietspiegel

§558c BGB - Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten, soweit die Übersicht von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter gemeinsam erstellt oder anerkannt worden ist. Die Bundesregierung kann durch Rechtsverordnung Vorschriften über den näheren Inhalt und das Verfahren zur Aufstellung und Anpassung von Mietspiegeln erlassen.

Ein qualifizierter Mietspiegel (§ 558d BGB) ist ein Mietspiegel, der nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen erstellt und von der Gemeinde oder von Interessenvertretern der Vermieter und der Mieter anerkannt worden ist. Er ist im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung anzupassen und nach vier Jahren neu zu erstellen. Die Mietspiegel liefern Orientierungsgrößen für Mietanhebungen im freifinanzierten Wohnungsbau.

       

HYPOXX AG:  Mietvertrag

§§ 535ff. BGB - Vertrag zwischen Vermieter und Mieter, in dem sich der Vermieter verpflichtet, dem Mieter den Gebrauch der vermieteten Sache während der Mietzeit zu gewähren, und sich der Mieter verpflichtet, dafür dem Vermieter den vereinbarten Mietzins zu entrichten.

Hinweise für die Vertragsgestaltung, z.B. zur Mietdauer, Mietzahlungen, Kündigung, Instandhaltung und Untervermietung, enthält der vom Bundesjustizministerium herausgegebene Mustermietvertrag, der bei Aktualisierung im Bundesanzeiger veröffentlicht wird. Siehe auch Kündigungsschutz, Kündigungsfristen.

       

HYPOXX AG:  Mindestbewertungszahl

§ 7 BSpKVO - Mit den festzulegenden Mindestbewertungszahlen wird erreicht, dass bei dem jeweiligen Sparverhalten des Bausparers in dem gewählten Bauspartarif bestimmte Wartezeiten bis zur Zuteilung seiner Bausparsumme nicht unterschritten werden können.

Sie dienen damit zur Sicherung eines auf Dauer ausgeglichenen kollektiven Sparer-Kassen-Leistungsverhältnisses. Die Bewertungszahl, mit der Bausparverträge tatsächlich zugeteilt werden (Zielbewertungszahl), darf die tarifliche Mindestbewertungszahl nicht unterschreiten.

       

HYPOXX AG:  Mindestsparguthaben

§ 10 BSpKG; §§ 1, 2 BSpKVO - Bei den meisten Bauspartarifen eine der Zuteilungsvoraussetzungen. Danach beträgt das Mindestsparguthaben in der Regel 40 oder 50 % der Bausparsumme. Die Höhe ist in den Allgemeinen Bedingungen der jeweiligen Tarife einer Bausparkasse festgelegt.
       

HYPOXX AG:  Mindestsparzeit

Bei den meisten Bauspartarifen eine Voraussetzung für die Zuteilung der Bausparsumme. Es ist der Zeitraum zwischen dem Abschluss des Bausparvertrages und je nach Bausparbedingungen dem Zuteilungstermin oder dem Bewertungsstichtag. Die Mindestsparzeit ist in den Allgemeinen Bedingungen festgelegt und umfasst je nach Tarif eine Zeitspanne von 12 bis 60 Monaten.
       

HYPOXX AG:  Mitschuldner

Ein Darlehensnehmer, zumeist Ehegatte, der als Gesamtschuldner zusammen mit einem anderen Schuldner haftet.

       

HYPOXX AG:  Modernisierung

Im Sinne von § 177 BauGB. Baumaßnahmen zur Anpassung baulicher Anlagen an die Anforderungen gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse.I.S. des Modernisierungs- und Energieeinsparungsgesetzes (ModEnG)(§ 3): Die Verbesserung von Wohnungen durch bauliche Maßnahmen, die den Gebrauchswert nachhaltig erhöhen oder die allgemeinen Wohnverhältnisse auf Dauer verbessern.

Darunter fallen insbesondere Maßnahmen zur Verbesserung des Schallschutzes, der Energieversorgung, der Wasserversorgung und der Entwässerung, der Beheizung und der sanitären Einrichtungen. Die Durchführung von Modernisierungsmaßnahmen wird unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich gefördert; bestimmte Modernisierungskosten können steuerlich abgeschrieben werden.

       

HYPOXX AG:  Modernisierungsvolumen

Die Summe der in einem Jahr erbrachten Bauleistungen an bestehenden Wohngebäuden (Gebäude- und Wohnungsmodernisierung, einschließlich Um- und Ausbaumaßnahmen). Sie werden vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) jährlich neu berechnet.

Nach diesen Berechnungen betrug das Modernisierungsvolumen in Gesamtdeutschland 2004 circa 74 Milliarden Euro und überschritt damit das Niveau des Neubauvolumens von etwa 56 Milliarden Euro. Siehe auch: Wohnungsbau

       
  
   

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HYPOXX AG:  Nachbarrecht

Regelt als privatrechtliches Nachbarrecht die Rechtsverhältnisse der Grundstückseigentümer untereinander. Die Grundlagen dafür bilden zum einen bundesrechtliche Vorschriften (§§ 906ff. BGB), zum anderen landesrechtliche Bestimmungen, z.B. die Nachbarrechtsgesetze einiger Bundesländer. Geregelt werden u.a. vom Nachbargrundstück ausgehende Immissionen, der Grenzabstand von Gebäuden und Pflanzen, die Einfriedung, das Hammerschlags- und Leiterrecht sowie das Fenster- und Lichtrecht. Als öffentliches Nachbarrecht geregelt im Bau- bzw. Bauplanungsrecht, namentlich in den Bauordnungen der Bundesländer. Öffentlich-rechtliche Bestimmungen legen dem Eigentümer gewisse Duldungspflichten auf oder verlangen von ihm eigene Einwirkungen auf sein Grundstück.

       

HYPOXX AG:  Nachrang

Rangstelle im Grundbuch nach einer besser platzierten Voreintragung. Die Rangstelle hat Auswirkungen auf eine evtl. Sicherheitenverwertung. Gläubiger mit vorrangigen Sicherheiten werden zuerst befriedigt. Typisches Beispiel für eine nachrangige Finanzierung ist das Bauspardarlehen.

       

HYPOXX AG:  Nachrangfinanzierung

Darlehen, das im Rang (Rangstelle) nach bereits bestehenden Grundpfandrechten im Grundbuch abgesichert wird. Wegen des höheren Risikos für den Darlehensgeber werden Nachrangfinanzierungen in der Regel teurer angeboten als erstrangige Finanzierungen.

       

HYPOXX AG:  Negativerklärung

Eine Negativerklärung ist eine im Kreditvertrag vom Kreditnehmer gegenüber dem Kreditgeber übernommene Verpflichtung, Vermögenswerte - insbesondere Immobilien - für die Dauer des Kreditverhältnisses ohne Einverständnis des Kreditinstitutes weder zu veräußern noch zu belasten. Die Negativerklärung ist ein rechtsgeschäftliches Veräußerungs- und Verfügungsverbot (§ 137 BGB).

       

HYPOXX AG:  Nießbrauch

§§ 1030 ff. BGB - Das Recht, alle Nutzungen einer Sache zu ziehen. Ein Grundstück kann durch Nießbrauch in der Weise belastet werden, dass derjenige, zu dessen Gunsten die Belastung erfolgt, berechtigt ist, das Grundstück in vorher bestimmter Weise oder uneingeschränkt zu nutzen.

Ein mit einem Nießbrauch belastetes Grundstück ist im allgemeinen zur Beleihung nicht geeignet, weil dem Eigentümer nur das (unmittelbare) Eigentumsrecht verbleibt und sich daher in der Zwangsversteigerung nur selten ein Bieter finden wird. Der Nießbrauch wird in Abt.II des Grundbuches eingetragen.

       

HYPOXX AG:  Nominalzins

Darlehenszins, der tatsächlich zu bezahlen ist ungeachtet eines möglicherweise vereinbarten Disagios bzw. einseitig aufgeschlagener Kosten und Gebühren (Gegenbegriff: Effektivzins).
       

HYPOXX AG:  Notaranderkonto

Spezielles Konto von Notaren, auf dem getrennt von sonstigen Konten des Notars Gelder für Finanztransaktionen deponiert werden, die nach Erfüllung bestimmter Voraussetzungen an Dritte ausgezahlt werden. Beispielsweise bei Veräußerungen im Immobilienbereich. Der Notar haftet dafür, dass die ihm zu treuen Händen anvertrauten Gelder auftragsgemäß verwendet werden.

       

HYPOXX AG:  Notarieller Kaufpreis

Hier: Der in einem beim Notar geschlossenen Kaufvertrag vereinbarte Kaufpreis für eine Immobilie. Der notarielle Kaufpreis ist u.a. maßgebend für die steuerliche Abschreibung, die Grunderwerbsteuer und teilweise auch für die Beleihungswertermittlung.
       
  
   

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HYPOXX AG:  Objektanalyse

Beurteilung einer (vornehmlich gewerblichen) Immobilie zur Ermittlung des Verkehrswertes. Beurteilungskriterien sind dabei u.a. die Lage des Grundstücks, der Gebäudezustand sowie die heutige und zukünftige Ertragskraft.
       

HYPOXX AG:  Objektbeschränkung

§ 10e EStG, § 6 EigZulG - Jeder Steuerpflichtige konnte bis Ende 2005 die Grundförderung nach § 10e EStG bzw. § 6 EigZulG grundsätzlich nur für ein Objekt (einmal im Leben) beanspruchen. Eine evtl. bereits erfolgte Förderung wird angerechnet. Ehegatten können somit die Grundförderung für zwei Objekte geltend machen.

       

HYPOXX AG:  Offene Immobilienfonds

Beim offenen Immobilienfonds verschaffen die erworbenen Fondsanteile unmittelbares, gemeinschaftliches Eigentum der Zertifikatsinhaber an (mindestens 10) Immobilienobjekten, wobei unbeschränkt Immobilienzertifikate ausgegeben, auf Verlangen aber auch wieder zu Lasten des Fondsvermögens zurückgenommen werden können. Siehe auch geschlossene Immobilienfonds.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Personalkredit

Kredit, der nicht durch ein Grundpfandrecht, sondern im Wesentlichen durch die persönliche Kreditwürdigkeit (= Bonität) des Schuldners gesichert wird. Zur Beurteilung der Bonität werden dabei u.a. die Höhe und die dauerhafte Sicherheit des verfügbaren Einkommens, die Vermögenssituation sowie die Kapitaldienstfähigkeit des Schuldners herangezogen.

Im Sparkassenrecht wird vielfach unterschieden in einen z.B. durch Verpfändung oder Sicherungsübertragung von Wertpapieren, beweglichen Sachen oder Forderungen oder gegen selbstschuldnerische Bürgschaft gesicherten Personalkredit und einen ungesicherten Personalkredit (= Blankokredit). I.d.R. ist die Beleihung unter Berücksichtigung vorgehender Rechte auf 80 Prozent des Beleihungswertes begrenzt.

       

HYPOXX AG:  Preisangabenverordnung (PAngVO)

Wer Endverbrauchern regelmäßig Waren oder Leistungen anbietet oder unter Angabe von Preisbestandteilen bewirbt, ist verpflichtet, den Gesamtpreis anzugeben, um dadurch Preisvergleiche zu ermöglichen. Die PAngVO regelt, unter welchen Voraussetzungen ein Unternehmen in der Werbung, im einzelnen Vertragsangebot sowie generell in den Geschäftsräumen, insbesondere im Schaufenster, seine Preise anzugeben hat und welche Preisbestandteile in den Gesamtpreis eingehen.

Ausgehend vom Gebot der Preisklarheit und der Preiswahrheit schreibt die PAngVO vor, dass im einzelnen Vertragsangebot und in der Werbung die Preise vollständig und richtig, d.h. die vollständigen Endpreise anzugeben sind. Für die Kreditwirtschaft gilt die Besonderheit, dass bei Krediten der sog. effektive Jahreszins anzugeben ist. Effektivzins.

       

HYPOXX AG:  Preisstatistik

Vom Statistischen Bundesamt werden regelmäßig folgende immobilienrelevanten Preisstatistiken durchgeführt und veröffentlicht: - Kaufwerte für Bauland (Grundstückspreise) - Mieten und Pachten für Räume und Grundstücke (Mietenindex) - Messzahlen für Bauleistungspreise und Preisindizes für Bauwerke (Baupreisindex).

       

HYPOXX AG:  Projektentwicklung

Projektmanagement. I.e.S.: Erarbeitung eines Nutzungsvorschlages für ein öffentliches oder privates gewerbliches Bauvorhaben (Projektstudie) bis zur Vorbereitung der Projektumsetzung und der Bauüberwachung. I.w.S.: Sämtliche Schritte von der Initiierung eines Projekts bis zur Nutzungsübergabe und dem Verkauf, auch das Facility Management. Die Projektentwicklung umfaßt dabei insbesondere die Standortprüfung, die Prüfung der Umweltverträglichkeit, das Nutzungskonzept, die Kalkulation der Gesamtinvestition und der Mieterträge.

       

HYPOXX AG:  Prolongation

Verlängerung eines Darlehens nach Ablauf der vereinbarten Laufzeit zu gleichen oder veränderten Konditionen.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Rangverhältnisse im Grundbuch

§ 879, § 881 BGB - Unter mehreren Rechten in derselben Abteilung des Grundbuches bestimmt sich das Rangverhältnis (= Rangordnung) nach dem Zeitpunkt des Antrags und der Nummer der Eintragung. Sind Rechte in verschiedenen Abteilungen eingetragen, so hat das unter Angabe des früheren Tages (Eintragungsdatum) eingetragene Recht den Vorrang. Rechte mit demselben Eintragungsdatum haben den gleichen Rang.

Bei der Verwertung eines Grundstücks muss das Recht im höheren Rang vor dem Recht im niedrigeren Rang voll befriedigt werden.Das Rangverhältnis kann nachträglich geändert werden. Hierzu bedarf es der Einigung zwischen dem zurücktretenden und dem vortretenden Berechtigten sowie der Eintragung der Änderung in das Grundbuch.

Räumt der Gläubiger einer Hypothek, Grundschuld oder Rentenschuld den Vorrang ein, so muss außerdem der Eigentümer zustimmen. Die Zustimmung ist dem Grundbuchamt mitzuteilen.

       

HYPOXX AG:  Rangvorbehalt

§ 881 BGB - Das im Grundbuch einzutragende Recht des Grundstückseigentümers oder eines Dritten, sich bei einer Belastung des Grundstücks vorzubehalten, ein anderes Recht mit Rang vor dem bestellten Recht eintragen zu lassen.

       

HYPOXX AG:  Raumordnung

Zielvorstellung über die strukturelle Entwicklung des Bundesgebietes unter Berücksichtigung der natürlichen Gegebenheiten, der Bevölkerungsentwicklung sowie der wirtschaftlichen, infrastrukturellen, sozialen und kulturellen Erfordernisse. Primär ausgerichtet auf die Schaffung gleichwertiger Lebensbedingungen in allen Teilräumen (§ 1 ROG).

Beinhaltet gleichzeitig die Aufforderung zur Durchführung strukturverbessernder Maßnahmen. Verbindliches übergeordnetes Leitbild für die Landes-, Regional- und die gemeindliche Bauleitplanung sowie für die Fachplanungen und sonstigen raumbedeutsamen öffentlichen Maßnahmen. Die rechtlichen Grundlagen bilden das Raumordnungsgesetz (ROG) und die Raumordnungsverordnung (ROVO).

       

HYPOXX AG:  Realkredit

Ein gegen Verpfändung von Grund und Boden (Grundpfandrechte) langfristiger Kredit, der vornehmlich Investitionszwecken dient (Tilgungshypothek). Im Gegensatz zum Personalkredit müssen Zinsen und Tilgung unabhängig von der Person des Kreditnehmers aus dem beliehenen Gegenstand gewährleistet sein, entweder aus dessen Erträgen oder aus seinem Bau- und Boden- bzw. Verkehrswert.

Realkredite von Banken und Sparkassen sind grundsätzlich an erster Rangstelle im Grundbuch abzusichern (sog. erststellige Baudarlehen), Darlehen von Bausparkassen an der zweiten Rangstelle (sog. zweitstellige Baudarlehen).

       

HYPOXX AG:  Reallast

§ 1105 BGB - Recht einer bestimmten Person, wiederkehrende Leistungen aus dem Grundstück zu verlangen. Die Leistungen können in Naturalien, Geld oder Handlungen (z.B. Straßenunterhaltung) bestehen. Sie können zeitlich beschränkt oder unbeschränkt sein. Die Eintragung der Reallast erfolgt in Abteilung II des Grundbuches. Eine Reallast kann eine erhebliche Belastung des Grundstücks bedeuten und damit seine Beleihungsfähigkeit herabsetzen.

       

HYPOXX AG:  Regelsparbeitrag

Der nach den Allgemeinen Bedingungen für Bausparverträge (ABB) vom Bausparer monatlich zu entrichtende Sparbeitrag als Promillesatz der Bausparsumme. Verschiedene Bauspartarife mit unterschiedlichen Regelsparbeiträgen ermöglichen dem Bausparer, die Ansparung entsprechend seiner individuellen Sparziele zu gestalten. Je nach Tarif beträgt der Regelsparbeitrag zwischen drei und zehn Promille der Bausparsumme.

Hochrechnungen auf der Basis der Regelsparbeiträge geben einen ersten Anhaltspunkt für die voraussichtliche Zuteilung der Bausparsumme. Der so genannte Regelsparbeitrag wird in Promille der Bausparsumme gezeigt. Er ist so kalkuliert, dass der Bausparkunde nach einer angemessenen Sparzeit das erforderliche Mindestguthaben erreicht. Wird diese Sparrate unterschritten, wird folglicherweise auch die erforderliche Sparzeit verlängert. Manche Bausparkassen erlauben Sonderzahlungen um die Sparzeit zu verkürzen.

       

HYPOXX AG:  Regionalplanung

§ 5 ROG - Zwischenstufe zwischen der Landesplanung und der gemeindlichen Bauleitplanung. Konkretisiert die Ziele von Raumordnung und Landesplanung für die Entwicklung von Teilräumen des jeweiligen Bundeslandes in sog. Regionalplänen. Die Regionalplanung basiert auf entsprechenden landesrechtlichen Vorschriften. Sie wird i.d.R. durchgeführt von regionalen Planungsgemeinschaften, die von Gemeinden und Gemeindeverbänden getragen werden.

       

HYPOXX AG:  Reihenhaus

Aneinander gereihte Wand-an-Wand stehende Wohnhäuser gleichen Typs auf jeweils eigenem Grundstück. An den Enden der Reihen werden sie als Reiheneckhaus bezeichnet. Auf Grund seiner Bauform und der zumeist geringen Grundstücksgröße i.d.R. deutlich preiswerter als das freistehende Einzelhaus oder das Doppelhaus. Sonderformen sind Gartenhof- oder Atriumhäuser.

       

HYPOXX AG:  Restfinanzierung

Sammelbezeichnung für Kredite außerhalb der Grenze von 80 Prozent des Beleihungswertes. Die Finanzierungslücke kann beispielsweise geschlossen werden durch einen Personalkredit oder durch Darlehen gegen Bürgschaft bzw. Ersatzsicherheiten. Bürgschaft, Ersatzsicherheiten.
       

HYPOXX AG:  Restschuld

Kreditbetrag, der nach Ablauf einer bestimmten Anzahl von Tilgungsjahren (noch) nicht getilgt ist. Die Restschuld wird u.a. zum Vergleich mehrerer Kreditangebote herangezogen.

       

HYPOXX AG:  Restschuldversicherung

Risikolebensversicherung für den Darlehensnehmer, deren Versicherungssumme sich entsprechend der sinkenden Darlehensschuld von Jahr zu Jahr verringert. Bei Eintritt des Versicherungsfalles wird die Restschuld vollständig durch die abgetretene oder verpfändete Versicherungssumme getilgt.

Dient oftmals zur zusätzlichen Sicherung von Personalkrediten, die im Rahmen einer Baufinanzierung eingesetzt werden. Ist bei vielen Bausparkassen obligatorisch mit der Darlehensgewährung verbunden. Da vielfach zwischen Bausparkasse und Versicherungsunternehmen Gruppenversicherungsverträge bestehen, sind die Versicherungsbeiträge zumeist besonders günstig.

       

HYPOXX AG:  Revalutierung

Neuvalutierung. Nutzung einer bestehenden Grundschuld, deren dadurch gesichertes Darlehen ganz oder teilweise zurückgezahlt worden ist, zur Sicherung eines weiteren (neuen) Darlehens. Voraussetzung ist u.a. die Zustimmung der nachrangigen Gläubiger. Nachrang, Rangvorbehalt.

       

HYPOXX AG:  Riester

Mit der nach dem damaligen Bundesarbeitsminister Walter Riester benannten Förderung soll die private Vermögensbildung zur Sicherung der Einkommenssituation im Alter angeregt und unterstützt werden. Basis dieses Konzeptes bildet die nachrangige Besteuerung.

       

HYPOXX AG:  Riester-Jungsparerzulage

Im Rahmen der Riesterförderung soll junge Menschen in besonderem Maße für die Altervorsorge gewonnen werden. Aus diesem Grund wird für Personen, die bei vertragsabschluß das 24. Lebensjahr noch nicht überschritten, eine einmalige Sonderprämie gewährt.

       

HYPOXX AG:  Rohbauland

Im Bebauungsplan zur Bebauung vorgesehene Fläche.

       

HYPOXX AG:  Rückgewähranspruch

Anspruch des Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundschuldgläubiger auf Rückgabe der Grundschuld, wenn die durch die Grundschuld gesicherten Ansprüche der Bank befriedigt sind.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Sachwertverfahren

Im Rahmen der Beleihungswertermittlung (Beleihungswert) eingesetztes Verfahren zur Ermittlung des Bau- und Bodenwerts eines Grundstücks und der darauf errichteten baulichen Anlagen. Wird i.d.R. angewendet bei eigengenutzten Wohngrundstücken. Bei der Ermittlung des Bodenwertes wird dabei im Allgemeinen von dem Preis ausgegangen, der für Grundstücke gleicher Art auf Dauer voraussichtlich zu erzielen ist. Bei der Ermittlung des Bauwertes werden die angemessenen Herstellungskosten zu Grunde gelegt.
       

HYPOXX AG:  Schlussabnahme

Im Bauvertragsrecht (VOB) markiert die Schlussabnahme den Akt der Übergabe, d.h. der Eigentums- und Gefahrenübertragung vom Bauunternehmer auf den Bauherren. Nach der Schlussabnahme kann die Schlussabrechnung erstellt werden. Abnahme.

       

HYPOXX AG:  Schnell(bau)sparvertrag

§ 10 BSpKG; § 2 BSpKVO- Bausparvertrag, bei dem die vertraglich vereinbarte Mindestansparsumme innerhalb von 12 Monaten nach Vertragsabschluss eingezahlt wird. Das Neugeschäft und der Bestand an nicht zugeteilten Schnell(bau)sparverträgen sind kontingentiert.
       

HYPOXX AG:  Schnellspartarif:

Mit einem Schnellspartarif werden Bauherren angesprochen, die in naher Zukunft Baugeld benötigen. Im Extremfall erfolgt die Einzahlung gleich zu Beginn in einer Summe. In der Regel sind die Tilgungsraten bei Schnellspartarifen höher. Die Liquiditätsbelastung ist insoweit höher als bei den normalen Tarifen.

       

HYPOXX AG:  SCHUFA

Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Kreditwirtschaft. Aufgabe der SCHUFA ist es, ihren Vertragspartnern Informationen zu geben, die sie vor Verlusten im Kreditgeschäft schützen. Die Zusammenarbeit beruht auf dem Prinzip der gegenseitigen Information. Kreditnehmer sind unter Verwendung der sog. SCHUFA-Klausel über das SCHUFA-Auskunftsverfahren zu unterrichten.

       

HYPOXX AG:  Schuldanerkenntnis

§ 781 BGB- Einseitige Erklärung, durch die das Bestehen eines Schuldverhältnisses anerkannt wird. Das Schuldanerkenntnis dient zur Beweiserleichterung für den Gläubiger.

       

HYPOXX AG:  Schuldzinsen

Schuldzinsen sind nur bei vermieteten Immobilien als Werbungskosten steuerlich absetzungsfähig.

       

HYPOXX AG:  Selbstschuldnerische Bürgschaft

Bürgschaft, bei der der Bürge auf die Einrede der Vorausklage verzichtet, d.h. der Bürge kann in Anspruch genommen werden, ohne daß die Zahlungsunfähigkeit des Hauptschuldners feststehen muss.

       

HYPOXX AG:  Seniorenheime

Einrichtungen, die zum Zwecke der Unterbringung älterer und pflegebedürftiger Personen entgeltlich betrieben werden. Einzelheiten sind u.a. geregelt im Heimgesetz, in der Heimmindestbauverordnung, im Pflegeversicherungsgesetz sowie in länderspezifischen Bestimmungen. Unterschieden werden Altenheime und Pflegeheime bzw. Altenpflegeheime.

Traditionelles Ziel der Altenheime ist die Versorgung der Heimbewohner mit Leistungen, wie Wohnen, Speisen, Hauswirtschaft, Tagesgestaltung, Kommunikation. Bei den Bewohnern wird ein gewisser Verzicht auf Individualität u.a. durch die Einordnung in den Heimbetrieb, vorgegebene Essenszeiten, Heimordnung erwartet. Bei den Pflegeheimen werden diese Leistungen ergänzt durch altersgerechte medizinische und pflegerische Betreuungsleistungen. Altersgerechtes Wohnen.

       

HYPOXX AG:  Sicherheitseinbehalt

Der Bauherr kann die Sicherstellung der vertragsgemäßen Ausführung bis zur Abnahme durch einen im Bauvertrag vereinbarten Sicherheitseinbehalt auf Abschlagsrechnungen absichern. In der Regel beträgt der Sicherheitseinbehalt zehn Prozent der Bruttovertragssumme. Er ist durch eine Vertragserfüllungsbürgschaft ablösbar.

Die Sicherstellung der Gewährleistungsansprüche bis zum Ablauf der Gewährleistungsfrist kann durch einen im Bauvertrag vereinbarten Sicherheitseinbehalt auf die Schlussrechnung abgesichert werden. Dieser Sicherheitseinbehalt beträgt in der Regel fünf Prozent der Bruttovertragssumme und kann durch eine Gewährleistungsbürgschaft abgelöst werden.

       

HYPOXX AG:  Sicherungsübereignung

§§ 929, 930 BGB - Eigentumsübertragung mit der Abrede, die zur Sicherung übereignete Sache nur bei Nichterfüllung der gesicherten Forderung zu verwerten.

       

HYPOXX AG:  Sitz des Kreditinstitutes

Bitte geben Sie hier den Sitz der Bank oder Sparkasse ein. Bei regional tätigen Kreditinstituten (insbes. Sparkassen oder Banken des genossenschaftlichen Sektors), bitte immer den Ort der Hauptstelle eingeben.

       

HYPOXX AG:  Sondereigentum

§§ 3, 5 WEG - Dem Volleigentum weitgehend gleichgestelltes Recht an einer Wohnung. Zum Sondereigentum gehören die Räume der im Kaufvertrag genannten Eigentumswohnung (einschließlich Bodenbeläge, Einbaumöbel, Heizkörper, Sanitärinstallationen sowie ggf. einschließlich weiterer Räume außerhalb der abgeschlossenen Wohnung) und die dazu gehörenden Gebäudebestandteile (die verändert, beseitigt oder eingefügt werden können, ohne dass dadurch die äußere Gestaltung des Gebäudes verändert oder ein auf Sondereigentum beruhendes Recht eines anderen Wohnungseigentümers über Gebühr beeinträchtigt wird). Nicht zum Sondereigentum gehören die gesamten tragenden Teile des Gebäudes.
       

HYPOXX AG:  Sondertilgung

Tilgung, die über die im Kreditvertrag vereinbarten Leistungsraten hinausgeht. Sondertilgungen sind für Bauspardarlehen (nicht jedoch für Vorfinanzierungs- und Zwischenkredite) bei Bausparkassen jederzeit problemlos möglich, bei den übrigen Kreditinstituten nur mit deren Zustimmung.

Von den letztgenannten wird dann zumeist eine Vorfälligkeitsentschädigung oder ein Zinsausgleich verlangt, wodurch Sondertilgungen häufig wirtschaftlich unrentabel werden.

       

HYPOXX AG:  Sparer-Kassen-Leistungsverhältnis

§ 8 BSpKG - Verhältnis zwischen den Leistungen der Bausparer (Bausparen) und denen der Bausparkasse. Grundvoraussetzung für die Funktionsfähigkeit des kollektiven Bausparsystems ist die dauerhafte Ausgewogenheit der Leistungen der Bausparer (Sparerleistungen) und der Gegenleistung der Bausparkasse aus der von ihr zu verwaltenden Zuteilungsmasse (Kassenleistung).

Das in § 8 BSpKG definierte individuelle Sparer-Kassen-Leistungsverhältnis (SKLV) bezieht sich auf die gesamte Laufzeit der einzelnen Bausparverträge. Für seine Berechnung kommen verschiedene Methoden in Betracht. So beispielsweise die Ermittlung des Quotienten aus der Summe der Guthaben, die der Bausparvertrag zu bestimmten Terminen in der Sparphase aufweist, und der Summe der Restdarlehen in der Tilgungsphase. Gemessen wird damit die jeweils effektive Kapitalbindung eines Bausparvertrages in der Spar- und Darlehensphase.

Das SKLV erlaubt eine theoretische Aussage über die langfristigen Liquiditätswirkungen eines bestimmten Spar- und Tilgungsverhaltens auf das Bausparkollektiv. Nach § 7 BSpKVO sind die Bausparkassen verpflichtet, in ihren ABB geeignete Zuteilungsvoraussetzungen aufzunehmen, die auf Dauer zu einem kollektiven SKLV von mindestens 1,0 führen. Eine Legaldefinition für das kollektive SKLV gibt es nicht. In der Praxis lässt sich das kollektive SKLV für die Vergangenheit durch entsprechende Analysen der Entnahmen aus der Zuteilungsmasse feststellen; für die Zukunft durch entsprechende Simulationsrechnungen, die auf Annahmen über die Entwicklung von Größenordnung und Struktur der Bausparkollektive basieren.

       

HYPOXX AG:  Sparvariante

Bei einigen Bauspartarifen besteht die Möglichkeit, durch eine Einmalzahlung in Höhe der Mindestsparsumme die Wartezeit bis zur Zuteilung des Darlehens zu verkürzen.

       

HYPOXX AG:  Spekulationsgeschäft

§ 23 Abs.1 EStG - Ein steuerpflichtiges Spekulationsgeschäft liegt grundsätzlich vor, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung von Immobilien nicht mehr als zehn Jahre beträgt. Ausnahme: Immobilien, die über den gesamten Zeitraum oder zumindest im Jahr der Veräußerung und den beiden vorangegangenen Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden. Veräußerungsgewinne

       
  
   

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HYPOXX AG:  Tarif

Den Tarif Ihres Bausparvertrages finden Sie in Ihrem letzten Kontoauszug oder im Bausparvertrag. Sollten Sie während der Laufzeit von der Möglichkeit des Tarifwechsels Gebrauch gemacht haben, tragen Sie bitte den aktuellen Tarif ein.
       

HYPOXX AG:  Tarifwechsel:

Die Bausparkassen bieten zunehmend flexible Bauspartarife an. Die Bauspartarife unterscheiden sich vor allem durch Guthabenzins, Darlehenszins, Mindestsparguthaben und Bewertungszahlfaktor. Abhängig von den Tarifbedingungen des Bausparvertrages kann der Bausparer ggf. sogar bis zur Zuteilung aus dem Bausparvertrag innerhalb der vorgegebenen Tarife wechseln. Ein Tarifwechsel kann zum Beispiel sinnvoll sein, wenn der Bausparer schneller als ursprünglich geplant zu einem zuteilungsreifen Bausparvertrag kommen will.
       

HYPOXX AG:  Teilbausparvertrag

Entsteht durch Teilung der ursprünglichen Bausparsumme in einen sog. Teilbausparvertrag und einen Restbausparvertrag. Das gesamte Bausparguthaben wird dabei dem Teilbausparvertrag gutgeschrieben und die Bewertungszahl auf der Grundlage der verminderten Bausparsumme neu berechnet, was zu einer früheren Zuteilung führt. Der Restbausparvertrag wird abschlussgebührenfrei als neuer Bausparvertrag eingerichtet.
       

HYPOXX AG:  Teileigentum

§ 1 WEG- Sondereigentum an nicht zu Wohnzwecken dienenden Räumen eines Gebäudes in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum, zu dem es gehört. Z.B. Ladengeschäfte oder Praxisräume. Für das Teileigentum gelten die Vorschriften über das Wohnungseigentum entsprechend.

       

HYPOXX AG:  Teilungserklärung

§ 8 WEG - Erklärung des Grundstückseigentümers gegenüber dem Grundbuchamt, dass das Eigentum an dem Grundstück in Miteigentumsanteile aufgeteilt ist, die mit Sondereigentum verbunden sind (= Wohneigentumsrechte). Mit der Teilungserklärung wird sachenrechtlich das Wohnungs- und Teileigentum begründet. (§ 2 WEG). Der Teilungserklärung ist zu entnehmen, welche Gebäudeteile in Sondereigentum stehen und welche Gemeinschaftseigentum sind. Ferner sind besondere Nutzungsrechte (z.B. Stellplätze) gekennzeichnet. Die Teilungserklärung ist Voraussetzung für die Anlage der Wohnungsgrundbücher. Danach erst ist eine Belastung der Miteigentumsanteile möglich.

       

HYPOXX AG:  Tilgung

Rückführung der Darlehensschuld durch zeitlich und in der Höhe festgesetzte gleichbleibende (Annuität) oder unterschiedlich hohe Abzahlungsbeiträge (Tilgungshypothek). Die Verrechnung der Tilgungsleistungen erfolgt i.d.R. taggenau. Einzelheiten sind in den Darlehensbedingungen erläutert. Konditionen

       

HYPOXX AG:  Tilgungsbausparvertrag (TBV)

Besondere Form der Verbundfinanzierung durch die Verbindung von Bauspar- und Hypothekenfinanzierung. Dabei gewährt die mit der Bausparkasse kooperierende Bank oder Sparkasse eine erste Hypothek und stellt diese tilgungsfrei. Gleichzeitig mit der Kreditaufnahme schließt der Kreditnehmer einen Bausparvertrag ab, dessen Bausparsumme der Kredithöhe entspricht. Die Ansprüche aus diesem Bausparvertrag werden an den Ersthypothekar (die Bank oder Sparkasse) abgetreten.

Zusätzlich verpflichtet sich der Kreditnehmer, diesen Bausparvertrag zuteilungsreif anzusparen. Bei Zuteilungsreife des Bausparvertrages wird die Hypothek in einer Summe oder schrittweise z.B. mittels Teilbausparsummen abgelöst.

       

HYPOXX AG:  Tilgungsfreijahre

Vereinbarung zwischen Kreditinstitut und Darlehensnehmer, dass die Tilgung erst nach Ablauf eines bestimmten Zeitraumes nach Vollauszahlung des Darlehens beginnt. Üblich ist allerdings danach eine erhöhte Tilgung.

       

HYPOXX AG:  Tilgungshypothek

Hypothek, die bis zur endgültigen Amortisation im Gegensatz zur Abzahlungshypothek durch eine gleichbleibende Jahresleistung (Annuität) oder in gleichmäßigen Raten (monatlich/ viertel-jährlich) zurückgeführt wird. Durch den sich verringernden Zinsanteil erhöht sich automatisch der Tilgungsanteil. Die jeweils getilgten Anteile werden dabei zur Eigentümergrundschuld. Gegensatz: Festdarlehen.

       

HYPOXX AG:  Tilgungsplan

Zeitliche Darstellung einer Darlehensrückzahlung über die gesamte Laufzeit hinweg bis zur restlosen Tilgung des Darlehens. Aus dem regelmäßig zu erstellenden Zins- und Tilgungsplan sind u.a. ersichtlich: die Kreditart und Kredit-höhe, der Zinssatz, die Zins- und Tilgungsraten.

       

HYPOXX AG:  Tilgungsstreckungskredit

Bei den Tilgungsstreckungskrediten der Bausparkassen hat der Bausparer im Tilgungsstreckungsfalle eine reduzierte Monatsrate zu erbringen. Für den reduzierten Teil der Monatsrate richtet die Bausparkasse ein Tilgungsstreckungskonto ein das mit einem kapitalmarktabhängigen Zins verzinst wird und später vom Bausparer ebenfalls zurückgeführt werden muss. Dies führt zu einer Laufzeitverlängerung des Gesamtkredits.

       

HYPOXX AG:  Tilgungsverrechnung

Die Verrechnung der laufenden Tilgungsleistungen kann prinzipiell taggenau, monatlich, quartalsweise oder jährlich erfolgen. Aktuell hat sich mittlerweile auch bei längerfristigen Hypothekendarlehen die taggenaue Tilgungsverrechnung nach der sog. Kontokorrentmethode durchgesetzt. Die Art der Tilgungsverrechnung wirkt sich auf die Höhe des Effektivzinses aus.
       

HYPOXX AG:  Tragbare Belastung

Grundelement des Finanzierungsplans. Derjenige Teil der nachhaltig verfügbaren Einkünfte des Kreditnehmers, der zur Zahlung der Zins- und Tilgungsleistungen verwendet werden kann. Die Grundlagen für die Ermittlung der tragbaren Belastung bilden das monatliche (Netto-) Haushalts-einkommen sowie die sonstigen regelmäßigen Einkünfte abzüglich laufender Belastungen. Erfahrungs-gemäß liegt die tragbare Belastung je nach Einkommenshöhe zwischen 25 und 40% des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens.

       

HYPOXX AG:  Treuhandauftrag

Treuhandaufträge werden an Notare und Banken bei Darlehensauszahlung erteilt. Die Notare und Banken dürfen nur gegen bestimmte Auflagen über das gezahlte Geld verfügen.

       

HYPOXX AG:  Treuhandauszahlungen

Treuhandauszahlungen sind Zahlungen an vertrauenswürdige Dritte mit der Auflage, über das Geld nur zu verfügen, wenn die vom Zahlenden geforderten Auflagen erfüllt sind. Zu den wichtigsten Treuhandzahlungen gehören Zahlungen auf ein Notaranderkonto und Zahlungen an Banken. Letztere werden häufig bei Umschuldungen eingesetzt.

Hier zahlt die Bank an das abzulösende Kreditinstitut mit der Auflage, nur gegen Abtretung oder Löschung der für das abzulösende Institut eingetragenen Grundschuld über das Geld zu verfügen.

       

HYPOXX AG:  Treuhänder

Treuhänder ist eine unabhängige und einer besonderen Kontrolle unterliegende Institution, die eine korrekte Abwicklung sicherstellt und vermeidet, dass eine an dem Übertragungsprozeß beteiligte Person benachteiligt wird.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Umschuldung

Ablösung eines Darlehens durch einen bei einem anderen Kreditinstitut aufgenommenen Kredit, meist zu günstigeren Konditionen. Eventuell berechnet der alte Kreditgeber dafür aber eine Vorfälligkeitsentschädigung. Statt umzuschulden ist es auch möglich, ein Forward-Darlehen als Anschlussfinanzierung abzuschließen.

       

HYPOXX AG:  Umwandlung

Hier: Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. Eine Umwandlung ist nur dann möglich, wenn von der zuständigen Behörde eine Abgeschlossenheitsbescheinigung erteilt wird. Ein neuer Eigentümer kann erst nach Ablauf von 3 Jahren seit dem Erwerb Eigenbedarf beanspruchen (Kündigungssperrfrist). Diese Frist kann seit Mai 1993 durch Rechtsverordnung in bestimmten Gemeinden oder Gemeindegebieten auf 10 Jahre verlängert werden.
       

HYPOXX AG:  Unbedenklichkeitsbescheinigung

§ 22 GrEStG - Bescheinigung des zuständigen Finanzamtes, dass für ein bestimmtes Grundstück keine aktuell fälligen steuerlichen Verpflichtungen (z.B. Grunderwerbsteuer) bestehen. Sie ist Voraussetzung für die Eintragung eines Eigentümerwechsels im Grundbuch.

       

HYPOXX AG:  Unverzinsliche Einlage

Anstelle der Abschlussgebühr ist in verschiedenen Bauspartarifen die Zahlung einer unverzinslichen Einlage vorgesehen. Die Einlage wird i.d.R. unverzinslich auf ein Sonderkonto eingezahlt und bei der Inanspruchnahme des Bauspardarlehens fällig bzw. bei Vorliegen der in den ABB geregelten Voraussetzungen (z.B. bei Darlehensverzicht nach Zuteilung) mit dem Bausparguthaben zurückgezahlt.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Variabler Zins

Im Rahmen bestimmter Bezugsgrößen jederzeit änderbare Verzinsung eines Kredits. Siehe auch Zinsgleitklausel.

       

HYPOXX AG:  Vereinbarte Förderung

Früher: Förderung des sozialen Wohnungsbaus nach dem II. Wohnungsbaugesetz auf der Grundlage freier Vereinbarungen zwischen Darlehens- oder Zuschussgebern und Bauherren über Art und Höhe der Förderung und der daraus resultierenden Verpflichtungen. Dieser sog. Dritte Förderweg wurde im Wohnraumförderungsgesetz (WoFG) flexibler gestaltet. Seit 1.1.2002 haben Gemeinden, Gemeindeverbände und sonstige öffentliche Stellen generell die Möglichkeit, Förderzusagen gegenüber Eigentümern von Wohnraum an Vereinbarungen zu knüpfen, die der sozialen Wohnraumversorgung dienen und sozial stabile Bewohnerstrukturen schaffen oder erhalten (Kooperationsvertrag nach §§ 14, 15 WoFG).

       

HYPOXX AG:  Vergleichsmiete

Hier: ortsübliche Vergleichsmiete gem. § 558 Abs. 2 BGB. Diese wird gebildet aus den üblichen Entgelten, die in der Gemeinde oder einer vergleichbaren Gemeinde für Wohnraum vergleichbarer Art, Größe, Ausstattung Beschaffenheit und Lage in den letzten vier Jahren vereinbart oder geändert worden sind (siehe auch Mietspiegel). Nicht berücksichtigt wird hierbei Wohnraum, bei dem die Miethöhe durch Gesetz oder im Zusammenhang mit einer Förderzusage festgelegt worden ist.

       

HYPOXX AG:  Vergleichswertverfahren

§§ 13 und 14 WertV - Verfahren zur Ermittlung des Verkehrswertes einer Immobilie, das sich an den tatsächlich gezahlten Kaufpreisen geeigneter Vergleichsgrundstücke orientiert. Geeignet sind Vergleichsgrundstücke, wenn sie in den ihren Wert beeinflussenden Merkmalen im Wesentlichen übereinstimmen oder Abweichungen entsprechend erfasst werden können.

Das Vergleichswertverfahren wird insbesondere zur Wertermittlung unbebauter Grundstücke angewendet. Wie viele Vergleichskaufpreise dafür erforderlich sind, lässt sich nur im Einzelfall bestimmen.

       

HYPOXX AG:  Verkehrswert

§ 194 BauGB - Der Preis für ein Grundstück, der in dem Zeitpunkt, auf den sich die Ermittlung bezieht, im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften, der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Die Verfahrensgrundsätze zur Ermittlung des Verkehrswertes sind in der Wertermittlungsverordnung (WertV) geregelt.
       

HYPOXX AG:  Vermögensbildungs-Gesetz (VermBG)

(Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer) Nach dem VermBG muss ein Arbeitgeber dem Arbeitnehmer auf dessen schriftliches Verlangen Teile des Lohns oder Gehalts direkt auf ein Anlagekonto überweisen. Je nach Anlageart werden die überwiesenen Beträge bis zu einem bestimmten Höchstbetrag mit einer Arbeitnehmersparzulage staatlich gefördert. Überweisungen auf einen Bausparvertrag werden bis zum Höchstbetrag von 470 Euro mit einer Zulage von 9 % gefördert. Voraussetzung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen liegt bei Ledigen bei höchstens 17.900 Euro, bei Verheirateten bei maximal 35.800 Euro. Anlagen in Produktivkapital (z. B. Aktien) werden bis zum Höchstbetrag von 400 Euro mit einer Zulage von 20 % staatlich begünstigt. Voraussetzung: Das zu versteuernde Jahreseinkommen liegt bei Ledigen bei höchstens 20.000 Euro, bei Verheirateten bei maximal 40.000 Euro.
       

HYPOXX AG:  Vermögenswirksame Leistungen (vL)

Nach dem Vermögensbildungs-Gesetz (VermbG), können Arbeitnehmer jährlich bis zu 470 Euro ihres Lohns oder Gehalts auf einen Bausparvertrag (und bis zu 400 Euro auf Aktienfonds) vermögenswirksam sparen. Die Überweisung muss durch den Arbeitgeber nach schriftlichem Auftrag des Arbeitnehmers erfolgen (§ 11 VermbG). In vielen Unternehmen werden die vL zusätzlich zum eigentlichen Arbeitslohn vom Arbeitgeber bezahlt. Sollten Sie keine arbeitgeberfinanzierten vL erhalten, beispielsweise weil für Sie ein Tarifvertrag gilt, der statt der vL altersvorsorgewirksame Leistungen fördert, können Sie trotzdem für Ihre Einzahlungen vom Staat die Arbeitnehmer-Sparzulage erhalten: Indem Sie den Maximalbetrag von 470 Euro pro Jahr aus eigener Tasche (vom Gehaltskonto) von der Lohnbuchhaltung direkt auf den Bausparvertrag überweisen lassen.
       

HYPOXX AG:  Versicherung von Immobilieneigentum

Im Zusammenhang mit dem Grundstückskauf und dem Hausbau, aber auch nach Fertigstellung des Wohngebäudes, gibt es eine Fülle von Risiken und Gefahren. Zur Absicherung möglicher Folgeschäden werden von der Versicherungswirtschaft diverse Versicherungsformen angeboten.

Die Wichtigsten davon sind: die Bauherren-Haftpflichtversicherung, Bauwesenversicherung, die Bauleistungsversicherung, die (verbundene) Wohngebäudeversicherung, die Gewässerschaden-Haftpflichtversicherung, die (verbundene) Hausratversicherung und die Privat-Haftpflichtversicherung.

       

HYPOXX AG:  Versorgungslücke

Vergleicht man das letzte Nettoeinkommen einer Person mit der zu erwartenden gesetzlichen Rente, dann hat der Versicherte als Renter monatlich deutlich weniger Geld zur Verfügung als vorher. Diese Differenz zwischen dem Niveau der Rente und dem letzten Nettoeinkommen wird als „Versorgungslücke“ bezeichnet.

       

HYPOXX AG:  Vertragserfüllungsbürgschaft

In Bauverträgen kann ein Sicherheitseinbehalt für die vertragsmäßigen Ausführungen bis zur Abnahme vereinbart werden. So erhält der Bauherr die notwendige Sicherheit, falls ein Unternehmen den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen kann.

Der vom Auftraggeber von den Abschlagszahlungen einbehaltene Sicherheitseinbehalt kann vom Auftragnehmer durch eine Vertragserfüllungsbürgschaft abgelöst werden. Im Rahmen eines übernommenen Auftrages haften der Bürge (in der Regel die Hausbank) für die vertragsgerechte Erfüllung der eingegangenen Verpflichtungen. Siehe auch Bürgschaft und Gewährleistungsbürgschaft.

       

HYPOXX AG:  Veränderungssperre

§§ 14-18, § 51 BauGB - Beschluss der Gemeinde, wonach im Geltungsbereich eines neu aufzustellenden Bebauungsplans oder in Umlegungsgebieten bestimmte Bauvorhaben nicht durchgeführt, bauliche Anlagen nicht beseitigt und erhebliche oder wesentlich wertsteigernde Veränderungen von Grundstücken oder baulichen Anlagen nicht vorgenommen werden dürfen, auch wenn diese nicht genehmigungs-, zustimmungs- oder anzeigepflichtig sind.

       

HYPOXX AG:  Veräußerungsbeschränkung

§ 12 WEG - Als Inhalt des Sondereigentums kann vereinbart werden, dass ein Wohnungseigentümer zur Veräußerung seines Wohneigentums der Zustimmung anderer Wohnungseigentümer oder eines Dritten i.d.R. des Verwalters bedarf. Die Zustimmung darf jedoch nur aus wichtigem Grunde, z.B. Gefahr der Störung des reinen Wohncharakters, Ungeeignetheit des potentiellen Erwerbers, sich in die Gemeinschaft standesgemäß einzuordnen, versagt werden.

       

HYPOXX AG:  Veräußerungsgewinne

Steuerliche Behandlung von Veräußerungsgewinnen bei Grundstücken und Rechten, die den Vorschriften des bürgerlichen Rechts über Grundstücke unterliegen (§ 23 EStG). Seit dem 1.1.1999 gilt: Eine Steuerpflicht besteht, wenn der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung weniger als zehn Jahre beträgt. Ausgenommen sind Grundstücke, die in dieser Zeit ausschließlich oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden.

       

HYPOXX AG:  VOB (Vergabe-u. Vertragsordnung für Bauleist.)

Regelwerk für die Auftragsvergabe und die Ausführung von öffentlichen Bauten, das häufig auch privaten Bauverträgen zu Grunde gelegt wird. Die VOB heißt nicht mehr „Verdingungsordnung“, sondern in der Neufassung von 2002 „Vergabe- und Vertragsordung für Bauleistungen“. Sie ist weder Gesetz noch Rechtsverordnung, sondern hat vielmehr den Rechtscharakter Allgemeiner Geschäftsbedingungen. Sie muss deshalb für jeden Bauvertrag ausdrücklich (in der Fassung von 2002) vereinbart werden, sonst gelten ausschließlich die einschlägigen Bestimmungen des BGB. Die VOB gliedert sich in 3 Teile.

Teil A sind „Allgemeine Bedingungen über die Vergabe von Bauleistungen“, die nur die öffentlichen Auftraggeber binden.

Teil B regelt die Rechte und Pflichten der Beteiligten nach Vertragsabschluss und die Vergabe von Bauleistungen.

Teil C enthält die allgemeinen technischen Vorschriften, in denen festgelegt ist, wie die Bauleistungen auszuführen sind und wo u.a. die einzelnen Bauleistungsgruppen spezifiziert werden. Gewährleistung.

       

HYPOXX AG:  Vorfinanzierung

Bereitstellung von Krediten zur Sofortfinanzierung unter gleichzeitiger Einbindung einer oder mehrerer Endfinanzierungselementen. So z. B. Gewährung eines Vorfinanzierungskredits mit gleichzeitigem Abschluss eines Bausparvertrages. Der Vorfinanzierungskredit wird anschließend durch Mittel aus der Endfinanzierung, hier durch die zugeteilte Bausparsumme, abgelöst.
       

HYPOXX AG:  Vorfinanzierungskredit

§ 4 Abs.1 BSpKG -Gelddarlehen, das der Vorfinanzierung von Leistungen der Bausparkasse auf Bausparverträge, d.h. zur Abdeckung von Finanzierungsbedarf ihrer Bausparer vor Zuteilung der Bausparsumme, dient. Er wird bei Zuteilung der Bausparsumme automatisch durch das Bausparguthaben und das Bauspardarlehen abgelöst. Vorfinanzierungskredite können von der Bausparkasse selbst oder von einem anderen Kreditinstitut gewährt werden. Vorfinanzierungskredite einer Bausparkasse dürfen, soweit sie das Bausparguthaben übersteigen, nur für wohnwirtschaftliche Maßnahmen verwendet werden. Die Refinanzierung von Vorfinanzierungskrediten aus Zuteilungsmitteln ist nach § 1 Abs.1 BSpKVO kontingentiert. Im Gegensatz zum Zwischenkredit ist beim Vorfinanzierungskredit das zur Zuteilung erforderliche Mindestsparguthaben noch nicht angespart. Die Besicherung erfolgt i.d.R. durch Abtretung der Rechte aus dem Bausparvertrag bzw. durch Verpfändung des Bausparguthabens sowie in Höhe des das Bausparguthaben übersteigenden Teils des Darlehens durch Bestellung einer Grundschuld.
       

HYPOXX AG:  Vorfälligkeitsentschädigung

Ausgleich von Zinsverlusten durch die vorzeitige Darlehensrückzahlung, die einem Kreditinstitut dadurch entstehen, dass Wohnungsbaudarlehen fristenkongruent refinanziert werden. Bei der Berechnung der Zinseinbußen wird allgemein die Differenz zwischen entgangenem Darlehenszins und fiktivem Wiederanlagezins für Pfandbriefe berechnet.

       

HYPOXX AG:  Vorkosten(-abzug)

§ 10i Abs.1 EStG a.F. - Vornehmlich Aufwendungen, die bis zum Beginn der erstmaligen Nutzung einer nach dem bis Ende 2005 gültigen Eigenheimzulagengesetz begünstigten Wohnung angefallen sind. Dazu gehören insbesondere Finanzierungskosten (Schuldzinsen, Geldbeschaffungskosten, Disagio und Abschlussgebühren für einen Bausparvertrag, wenn der Abschluss in einem engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Immobilienerwerb stand. Ein steuerlicher Abzug der Vorkosten ist seit dem 1.1.1999 nicht mehr möglich.
       

HYPOXX AG:  Vormerkung

§ 883 BGB- Im Grundbuch eingetragene Sicherung eines schuldrechtlichen Anspruchs auf Einräumung oder Aufhebung, Inhalts- oder Rangänderung eines Rechts an einem Grundstück. Verfügungen, die nach Eintragung der Vormerkung getroffen werden, sind dem Vormerkungsberechtigten gegenüber unwirksam, wenn sie den gesicherten Anspruch vereiteln oder beeinträchtigen würden. Die Vormerkung wird in Abt. II des Grundbuches eingetragen. Auflassungsvormerkung.

       

HYPOXX AG:  Vorschaltdarlehen

Kurz- bis mittelfristiges Darlehen mit Umschuldungsanspruch. In der Regel kann der Darlehensnehmer während der Laufzeit des Vorschaltdarlehens jederzeit die Umwandlung in eine langfristige Finanzierung zu den dann gültigen Marktkonditionen vornehmen.

       

HYPOXX AG:  Vorsorgeaufwendungen

§ 10 Abs.1 Nr.2 EStG - Beiträge an Versicherungen, die sich als Sonderausgaben steuerrechtlich bis zu einer bestimmten Höhe von den Einkünften abziehen lassen.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Wahlzuteilung / Wahltarif:

Die Wahl- oder Optionstarife bieten dem Sparer auch nach Vertragsabschluss, d.h. bis zur Zuteilung, die Möglichkeit den Tarif zu wechseln. Wichtig ist hierbei die Wahl der Zins- und Tilgungshöhe. So kann sich der Kunde bei der Zinsoption später für einen höheren Sparzins entscheiden, wenn zum Beispiel die eigenen Bauabsichten verschoben oder aufgehoben werden. Umgekehrt hat der Sparer die Möglichkeit, nachträglich einen niedrigeren Spar- und Darlehenszins zu wählen.

       

HYPOXX AG:  Wartezeit

Zeitspanne zwischen dem Abschluss und der Zuteilung eines Bausparvertrages. Die allgemeine Wartezeit ist von dem Spar- und Tilgungsaufkommen der Bausparergemeinschaft abhängig (Bauspar-Kollektiv). Die individuelle Wartezeit richtet sich außerdem nach dem eigenen Sparverhalten (Zuteilungsvoraussetzungen).
       

HYPOXX AG:  Werkvertrag

§§ 631-651 BGB- Vertrag mit einem Bauunternehmer oder Bauhandwerker, der den Auftragnehmer zur Herstellung oder Veränderung einer Sache, den Auftraggeber zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichtet. Beinhaltet eine Gewährleistungspflicht des Auftragnehmers und eine Verjährungsfrist von 5 Jahren, beginnend ab dem Zeitpunkt der Abnahme des Werkes soweit nichts anderes (z.B. Gewährleistung nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen) vereinbart wurde.

       

HYPOXX AG:  Wertermittlungsverordnung (WertV)

(Verordnung über Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Grundstücken vom 6.12.1988). Amtliche Verordnung auf der Grundlage des § 199 BauGB über die Bewertung von Immobilien. Beschreibt u.a. folgende Verfahren zur Ermittlung von Immobilienwerten: das Sachwertverfahren, das Ertragswertverfahren und das Vergleichswertverfahren. Sie ist bindend für amtlich zugelassene Sachverständige. Daneben bestehen als Verwaltungsvorschrift Wertermittlungsrichtlinien (WertR), die allerdings nur für Behörden bindend sind.
       

HYPOXX AG:  Wohnbesitzwohnung

(Gesetz zur Förderung von Wohnungseigentum und Wohnbesitz im sozialen Wohnungsbau vom 23.3.1976). Sie ist eine weiterentwickelte Form der Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds, die mit dem Anspruch auf Einräumung eines schuldrechtlichen Dauerwohnrechts zur Eigennutzung einer bestimmten Wohnung des Fondsvermögens verbunden ist. Der Erwerber muss dem begünstigten Personenkreis nach § 25 II. WoBauG (Wohnungsbaugesetz) angehören.

       

HYPOXX AG:  Wohneigentum

Sammelbezeichnung für Eigenheime und Eigentumswohnungen.
       

HYPOXX AG:  Wohnfläche

§ 42 II. BV- Summe der anrechenbaren Grundflächen der Räume, die ausschließlich zu einer Wohnung gehören. Zur Wohnfläche gehört nicht die Grundfläche von sog. Zubehörräumen wie Keller oder Dachräume, von Räumen, die den Anforderungen des Bauordnungsrechts nicht genügen, sowie von Geschäfts- und Wirtschaftsräumen.

Die Gesamtwohnfläche bildet eine wichtige Grundlage für die Finanzierungsplanung und die Darlehensbewilligung. Daraus ergibt sich eine aussagekräftige Grundlage für die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit eines Bauvorhabens.

       

HYPOXX AG:  Wohnflächenberechnung

1) Gemäß §§ 42-44 II. BV. Bei der Ermittlung der Wohnfläche sind die Grundflächen von Räumen und Raumteilen mit einer lichten Höhe von mindestens 2 Metern voll, mit einer lichten Höhe zwischen 1 und 2 Metern zur Hälfte und mit einer lichten Höhe von weniger als 1 Meter nicht anzurechnen.

Zum Wohnbereich zählende Balkone, Loggien, Terrassen können mit 50 Prozent ihrer Fläche der Gesamtwohnfläche zugerechnet werden .2) Gemäß DIN 283/277 bei Bauanträgen zu verwenden. Nach dieser Berechnungsmethode werden Balkone u.ä. (s.o.) mit 25 Prozent der Wohnfläche zugerechnet.

       

HYPOXX AG:  Wohngebiet

§§ 3, 4 Baunutzungsverordnung, BauNVO- Gebiet, in dem nach einem rechtskräftigen Flächennutzungsplan oder Bebauungsplan grundsätzlich nur Wohnungen, Wohngebäude und den Bedürfnissen der Bewohner dienende Handwerks- und Beherbergungsbetriebe (= reines Wohngebiet) oder zusätzlich auch nicht störende Gewerbebetriebe (= allgemeines Wohngebiet) errichtet werden dürfen.

       

HYPOXX AG:  Wohngebäudeversicherung

(= Verbundene Wohngebäudeversicherung). Komplettversicherung für den Hausbesitzer. Sichert Schäden ab, die durch Feuer, Blitzschlag, Hagelschlag, Leitungswasser und Sturm entstehen. Entschädigt werden die Kosten für die Wiederherstellung.

       

HYPOXX AG:  Wohnlage

Umschreibt die Lagequalität des Wohnumfelds. Meist wird in 3 Qualitätsstufen eingeteilt: einfache, mittlere und gute Wohnlage. Einfache Wohnlage: Gebiete des inneren Stadtbereichs mit überwiegend geschlossener, stark verdichteter Bebauung mit sehr wenigen Grün- und Freiflächen, zumeist ungepflegtem Straßenbild und schlechtem Gebäudezustand. U.U. starke Beeinträchtigung durch Geräusch- und Geruchsbelästigung.

Außerorts: Gebiete mit überwiegend offener Bauweise, oft schlechtem Gebäudezustand, mit ungepflegtem Straßenbild, ungünstiger Verkehrsanbindung und wenigen Einkaufsmöglichkeiten.

Mittlere Wohnlage: Gebiete des inneren Stadtbereichs mit überwiegend geschlossener, stark verdichteter Bebauung mit normalem Straßenbild, gutem Gebäudezustand mit wenigen Grün- und Freiflächen. Durchschnittliche Einkaufsmöglichkeiten, gute Verkehrsanbindung, keine Lärm- oder Geruchsbelästigung.

Außerorts: offene Bauweise. Im Übrigen entsprechend den Merkmalen für innerörtliche Stadtbereiche.

Gute Wohnlage: Gebiete des inneren Stadtbereichs mit Frei- und Grünflächen, gepflegtem Straßenbild, sehr guter Verkehrsanbindung, gute bis sehr gute Einkaufsmöglichkeiten, ruhige Wohnsituation und gutes Image. Außerorts: prinzipiell entsprechend den Merkmalen für innerörtliche Stadtbereiche.

       

HYPOXX AG:  Wohnraumkündigungsschutzgesetz (II. WKSchG)

(2. Gesetz über den Kündigungsschutz für Mietverhältnisse über Wohnraum vom 18.12.1974). Es verbietet u.a. Kündigungen zum Zwecke der Mieterhöhung und begrenzt Mieterhöhungen in Ausrichtung auf die ortsübliche Vergleichsmiete.

       

HYPOXX AG:  Wohnung

Nach außen abgeschlossene, zu Wohnzwecken bestimmte, i.d.R. zusammenhängende Räume in Wohngebäuden, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen und von denen einer als Küche bzw. mit einer Kochnische ausgestattet ist.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsbau

Bautätigkeit als Summe der jährlich neu erstellten Wohnungen (Baufertigstellungen) bzw. der jährlich neu erteilten Baugenehmigungen (Bautätigkeitsstatistik). Der Wert der Bauleistungen wird dargestellt im jährlich jeweils neu berechneten Wohnungsbauvolumen.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsbau-Prämiengesetz (WoPG)

(vom 17.3.1953). Es begünstigt als spezifische Maßnahme der Wohnungsbauförderung durch die Gewährung von Wohnungsbauprämien unter bestimmten Voraussetzungen das Zwecksparen für den Wohnungsbau durch folgende 4 Vertragsformen mit jeweils unterschiedlichen Zielsetzungen: Beiträge an Bausparkassen zur Erlangung von Baudarlehen, Aufwendungen für den ersten Erwerb von Anteilen an Bau- und Wohnungsgenossenschaften, Beiträge auf Grund von Sparverträgen mit einem Kreditinstitut oder mit Wohnungs- und Siedlungsunternehmen, wenn die Einzahlungen zum Bau oder Erwerb einer Kleinsiedlung, eines Eigenheims, einer Eigentumswohnung oder eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts verwendet werden.
       

HYPOXX AG:  Wohnungsbauprämie (WoP)

Eine Wohnungsbauprämie (WoP) können nach dem Wohnungsbau-Prämiengesetz Personen erhalten, die das 16. Lebensjahr vollendet und ihren Wohnsitz im Inland haben, begünstigte Bausparaufwendungen leisten, mindestens 50 € pro Jahr auf einen Bausparvertrag einzahlen und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen bei Alleinstehenden 25.600 Euro und bei Verheirateten 51.200 Euro nicht überschreitet. Begünstigt sind dabei Aufwendungen je Kalenderjahr bis zu einem Höchstbetrag von 512 Euro bei Alleinstehenden bzw. 1.024 Euro bei Ehegatten. Das zu versteuernde Einkommen ist nicht zu verwechseln mit dem Bruttoeinkommen. Dieses kann wesentlich höher liegen. Die Prämie wird bei Neuverträgen nur gewährt, wenn das Kapital wohnwirtschaftlich verwendet wird, also für den Bau, Kauf oder die Modernisierung von selbstgenutztem Wohnraum.

Ausnahme: Wer bei Abschluss seines Bausparvertrages das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, kann nach sieben Jahren frei über den gesamten Guthabenbetrag verfügen. Diese Ausnahmeregelung kann jeder Sparer nur einmal in Anspruch nehmen. Die WoP wird nur auf Antrag gewährt. Der von der Finanzverwaltung vorgeschriebene Vordruck wird i.d.R. von den Bausparkassen mit dem Jahreskontoauszug an ihre Bausparer versandt und muss anschließend bei der Bausparkasse eingereicht werden. Die Bausparkasse fordert die Prämie beim Finanzamt an, die dann dem Bausparkonto gutgeschrieben wird.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsbauprämie:

Abhängig von der gerade geltenden Gesetzeslage wird eine Wohnungsbauprämie ab einem Alter von 16 Jahren gewährt. Die Prämie ist auf einen Höchstbeitrag begrenzt und kann nur von Personen in Anspruch genommen werden, deren Einkommensgrenzen ein bestimmtes zu versteuerndes Jahreseinkommen nicht übersteigen.

Der Bausparer erhält auf seinen jährlichen Sparbetrag von bis zu 512 Euro (Ehepaare 1024 Euro) eine Wohnungsbauprämie von 8,8%. Das zu versteuernde Einkommen darf dabei 25.600 Euro (Ehepaare 51.200 Euro) im Jahr nicht übersteigen. Die Wohnungsbauprämie fällt mithin nicht so hoch aus: Maximal 45 Euro für Alleinstehende und 90 Euro für Ehepaare (Stand: 2008). Zum 1. April 2009 ist eine geringe Erhöhung der Wohnungsbauprämie vorgesehen. Siehe hierzu auch den Ratgeber für vermögenswirksame Leistungen.

Für Neuverträge ab 1.1.2009 wird die Wohnungsbauprämie nur noch gezahlt, wenn das Geld für wohnwirtschaftliche Maßnahmen verwendet wird. Die Aufhebung der Zweckbindung für wohnwirtschaftliche Maßnahmen nach 7 Jahren entfällt. Damit haben alle Verträge mit Vertragsbeginn 2009 und später eine unendliche Bindungsfrist. Die freie Verwendung der Bausparprämie nach Ablauf der Bindefrist von 7 Jahren ist damit ab Vertragsbeginn 1. Januar 2009 nicht mehr möglich! Einzige Ausnahme: Für Bausparer im Alter von bis zu 25 Jahren gilt diese Einschränkung nicht. Sie müssen die Wohnungsbauprämie nicht zurückzahlen, auch wenn das gesparte Geld nach der Bindungsfrist von 7 Jahren nicht in eine Immobilie fließt.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsbedarf

Differenz zwischen dem als notwendig angesehenen (normativen) Versorgungsgrad der Bevölkerung mit Wohnraum (z.B. eine Wohnung pro Haushalt) und der tatsächlichen Versorgungssituation. Wohnungsversorgung.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsbestand

Nationaler oder regionaler Bestand an Wohnungen und Gebäuden zu einem bestimmten Stichtag. Er wird u.a. erfasst in der Ein-Prozent-Wohnungsstichprobe des Statistischen Bundesamtes, die in mehrjährigen Abständen durchgeführt wird.

       

HYPOXX AG:  Wohnungseigentum

§ 1 WEG- Sondereigentum an einer Wohnung (Eigentumswohnung) in Verbindung mit einem Miteigentumsanteil an dem gemeinschaftlichen Eigentum (z.B. Wohnhausgrundstück), zu dem es gehört. Gemeinschaftseigentum, Teileigentum.
       

HYPOXX AG:  Wohnungseigentumsgesetz (WEG)

(Gesetz über das Wohnungseigentum und das Dauerwohnrecht vom 15.3.1951). Das WEG definiert den Begriff des Wohnungseigentums, regelt u.a. seine Begründung (durch die vertragliche Einräumung von Sondereigentum oder durch Teilung), die Rechte und Pflichten der Wohnungseigentümer, das Wohnungserbbaurecht, die Verwaltung und Veräußerung des Wohneigentums sowie die Inhalte, Ansprüche, Vermietung und Veräußerung von Dauerwohnrechten.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsmarkt

Austausch von Angebot und Nachfrage nach Wohnnutzungen, unterteilt in eine Vielzahl regionaler und sektoraler Teilmärkte. Weitere Kennzeichen sind die Immobilität der Angebote, die fehlende bzw. begrenzte Markttransparenz, die geringen Elastizitäten bei Marktveränderungen, der erhebliche Einfluss staatlicher Interventionen und die Tatsache, dass Teile der Mietwohnungsbestände besonderen Verfügungsbeschränkungen unterliegen.Das Wohnungsangebot korrespondiert im Wesentlichen mit dem Wohnungsbestand, der jährlich durch Neuzugänge (Wohnungsbau) ergänzt und durch Wohnungsabrisse, Umnutzungen und Zusammenlegungen vermindert wird.

Die Wohnungsnachfrage wird im Wesentlichen bestimmt durch die Bevölkerungsentwicklung, das Wanderungsverhalten und das Haushaltsbildungsverhalten sowie durch wirtschaftliche Faktoren wie Einkommen, Wohnkosten und die Einkommenserwartungen (Wohnungsmarktprognosen). Unterschieden werden u.a. folgende (sektorale) Wohnungsteilmärkte: Wohnungsneubau – Transaktionen im Wohnungsbestand Mietwohnungen – Eigentumswohnungen Wohnungen in Ein-, Zwei- sowie in Drei- und Mehrfamilienhäusern freifinanzierter – sozialer Wohnungsbau.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsmarktprognosen

Sie ermitteln als Bedarfsprognosen den Nachhol-, Ersatz- und Neubaubedarf im Prognosezeitraum auf der Grundlage bestimmter Versorgungsnormen und unter der Annahme einer bestimmten Bevölkerungs-(Haushalts-)Entwicklung. Wohnungsnachfrageprognosen basieren dagegen primär auf individuellen Konsumentscheidungen der Wohnungsnachfrager unter Berücksichtigung der Funktionsweise von Marktprozessen und ihrer Determinanten.

Nachfrageprognosen berücksichtigen damit zusätzlich zu den auch bei Bedarfsprognosen verwendeten demographischen in besonderem Maße ökonomische Einflussgrößen, wie z.B. Einkommen, Einkommensübertragungen, Konsumneigung, Wohnungsgrößen und -ausstattung und Preisniveau.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsprivatisierung

Veräußerung von Wohnungen im Verfügungsbestand von Wohnungsunternehmen in den neuen Bundesländern an die derzeitigen Mieter. Der Erwerb wird durch die Gewährung von Zuschüssen zum Erwerb öffentlich unterstützt. Gleiches gilt für den Verkauf: Nach dem Altschuldenhilfe-Gesetz konnten Wohnungsunternehmen, die sich zur vorrangigen Veräußerung von mindestens 15% ihres Wohnungsbestandes verpflichteten, Zinshilfen und eine sog. Teilentlastung ihrer mietpreisgebundenen Wohnungen in Anspruch nehmen.

       

HYPOXX AG:  Wohnungsvermittler

Wohnungsvermittler i.S. von § 1 des Wohnungsvermittlungsgesetzes ist derjenige, der den Abschluss von Mietverträgen über Wohnräume vermittelt oder die Gelegenheit zum Abschluss von Mietverträgen nachweist (Immobilienmakler).

       

HYPOXX AG:  Wohnungsversorgung

Quantitativ: Das Verhältnis zwischen dem Wohnungsbestand und der Anzahl der Privathaushalte.Qualitativ: Belegungsquote = Wohnfläche (Quadratmeter) bzw. Anzahl der Wohnräume pro Person (nach Alter und Haushaltsgröße), Wohnfläche bzw. Anzahl der Wohnräume pro Wohnung, div. Ausstattungsmerkmale (z.B. Sammelheizung), Wohneigentumsquote. Datenquellen: Wohnungsstichprobe, Gebäude- und Wohnungszählung, Wohnungsbestandsfortschreibung des Statistischen Bundesamtes

       

HYPOXX AG:  Wohnwirtschaftliche Verwendung

Wohnungswirtschaftliche Maßnahmen, wohnwirtschaftliche Zwecke (§ 1 Abs. 3 BSpKG). Nach dem Bausparkassengesetz dürfen Bauspardarlehen nur zur Finanzierung wohnwirtschaftlicher Maßnahmen verwendet werden. Als solche gelten u.a.

  • der Bau und Erwerb sowie die Renovierung und Modernisierung von Gebäuden und Wohnungen, die ausschließlich oder überwiegend Wohnzwecken dienen
  • der Kauf von Bauland und der Erwerb von Erbbaurechten zum Bau von überwiegend zu Wohnzwecken dienenden Gebäuden sowie zum Bau anderer Gebäude hier jedoch beschränkt auf den Teil des Kaufpreises, der dem zu Wohnzwecken bestimmten Anteil am zu errichtenden Gebäude entspricht
  • Maßnahmen zur Erschließung und zur Förderung von Wohngebieten, - der Erwerb von Rechten zur dauerhaften Nutzung von Wohnraum, z.B. bei einem Einkauf in ein Seniorenstift,
  • die Bereitstellung von Darlehen, wenn ihre Gewährung Voraussetzung für die Überlassung einer Wohnung ist, z.B. bei einem Mieterdarlehen
  • die Umschuldung von Krediten, die der Finanzierung der vorgenannten Maßnahmen dienen, die auf einem überwiegend Wohnzwecken dienenden Grundstück abgesichert sind oder die zur Leistung von Bauspareinlagen aufgenommen worden sind.
  • Bauspardarlehen können schließlich auch für gewerbliche Bauvorhaben eingesetzt werden, wenn diese im Zusammenhang mit dem Bau von Wohnungen stehen oder in Wohngebieten durchgeführt werden und dort der Versorgung der Bevölkerung mit Wohnraum dienen.
       

HYPOXX AG:  Wärmeschutzverordnung

(vom 16. 8. 1994). Enthält Anforderungen an den baulichen Wärmeschutz und den Jahresheizwärmebedarf, die für jeden Bauherren zwingend vorgeschrieben sind. Wurde am 1. 2.2002 durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) abgelöst.

       
  
   

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HYPOXX AG:  Übertragung Bausparvertrag:

Ein Bausparvertrag kann mit allen Rechten und Pflichten auf einen Angehörigen nach § 15 AO übertragen werden. Angehörige im Sinne des § 15 AO sind: Ehegatten, Verwandte und Verschwägerte in gerader Linie (Eltern, Kinder, Schwiegereltern, Schwiegerkinder), Geschwister, Kinder der Geschwister, Ehegatten der Geschwister und Geschwister der Ehegatten (Schwager, Schwägerin), Geschwister der Eltern (Onkel, Tante), Pflegeeltern, Pflegekinder, Verlobte. Bei der Übertragung des Bausparvertrages bleibt die Bewertungszahl erhalten. Der voraussichtliche Zuteilungstermin ändert sich daher nicht.
       
  
   

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HYPOXX AG:  Zins

§§ 608, 609 BGB - Preis für die Nutzung von Vermögen. In der Regel handelt es sich um den Geld- oder Darlehenszins. Bei Immobilienkrediten wird der Zins i.d.R. als Prozentsatz des Nennwertes pro Jahr angegeben: v.H. p.a. (p.a. = per annum = pro Jahr).

Die Höhe der Zinssätze richtet sich u.a. nach Angebot und Nachfrage an den Geld- und Kapitalmärkten, nach der Höhe des Kreditausfallrisikos bzw. nach Art und Rangstelle der Absicherung (Rangverhältnis) und nach der Dauer der Zinsfestschreibung.

Für die Bau- und Immobilienwirtschaft sind folgende Arten von Zinsen von Bedeutung: - Festzinsen (Festzinsdarlehen, Zinsbindungsfrist), Gleitzinsen (variabler Zins) - Bereitstellungszinsen - Zinsen vor Bezug (Vorkostenabzug) - Nominalzins, Effektivzins.

       

HYPOXX AG:  Zinsabschlagsteuer

Inhaltsüberschriften

Seit dem 01.01.1993 geltendes Verfahren, bei dem die Kreditinstitute einen Anteil von 30% der Zinserträge des Kunden direkt an das Finanzamt abführen. Seit dem 01.01.2009 durch die Abgeltungsteuer ersetzt.

       

HYPOXX AG:  Zinsbindungsfrist

Zeitraum, für den der im Kreditvertrag vereinbarte Zinssatz festgeschrieben ist (Festzinsdarlehen). Die Zinsbindungsfristen können unterschiedlich sein. Üblich sind zur Zeit Fristen von einem bis zu 15 Jahren.

Je länger die Zinsbindung eines Hypothekendarlehens ist, desto höher ist in der Regel der festgelegte Zinssatz. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist ist eine Anschlussfinanzierung erforderlich.

       

HYPOXX AG:  Zinsgleitklausel

Klausel in den Darlehensbedingungen, wonach der Kreditgeber berechtigt ist, Darlehenszinsen mit sofortiger Wirkung durch einseitige Erklärung gegenüber dem Darlehensnehmer zu senken oder zu erhöhen. I.d.R. sind die Darlehenszinsen dabei an einen bestimmten Wert, z.B. Diskontsatz, gekoppelt.  Siehe Variabler Zins.

       

HYPOXX AG:  Zinsänderungsrisiko

§§ 608, 609 BGB - Preis für die Nutzung von Vermögen. In der Regel handelt es sich um den Geld- oder Darlehenszins. Bei Immobilienkrediten wird der Zins i.d.R. als Prozentsatz des Nennwertes pro Jahr angegeben: v.H. p.a. (p.a. = per annum = pro Jahr).

Die Höhe der Zinssätze richtet sich u.a. nach Angebot und Nachfrage an den Geld- und Kapitalmärkten, nach der Höhe des Kreditausfallrisikos bzw. nach Art und Rangstelle der Absicherung (Rangverhältnis) und nach der Dauer der Zinsfestschreibung. Für die Bau- und Immobilienwirtschaft sind folgende Arten von Zinsen von Bedeutung:

       

HYPOXX AG:  zu versteuerndes Jahreseinkommen

In diesem Feld bitte nicht das Bruttoeinkommen angeben. Dieses ist in aller Regel wesentlich höher als das hier relevante tatsächlich versteuerte Einkommen, also nach Abzug der Werbungskosten und sonstiger abszugsfähiger Positionen. Den genauen Wert können Sie Ihrem letzen Steuerbescheid entnehmen.

       

HYPOXX AG:  Zusatzsicherheit

§ 7 BSpKG - Nach dem Bausparkassengesetz darf eine Beleihung über 80 Prozent des Beleihungswertes des Pfandobjekts nur dann erfolgen, wenn ausreichende zusätzliche Sicherheiten gestellt werden. Die häufigste Form von Zusatzsicherheiten ist die Bankbürgschaft.

Darüber hinaus kommen alle Sicherheiten in Frage, die zugleich auch Ersatzsicherheiten sein können. Im Gegensatz zu den Ersatzsicherheiten ist das Volumen an Zusatzsicherheiten nicht kontingentiert.

       

HYPOXX AG:  Zuteilung

Feststellung, dass der Bausparer das Vertragsziel, die Bereitstellung seines Bausparguthabens und eines Bauspardarlehens durch die Bausparkasse, erreicht hat. Von Bausparkasse zu Bausparkasse unterschiedlich, wird automatisch, auf Antrag oder mit der Annahme der Zuteilung die Bausparsumme zur Auszahlung bereitgestellt. Zu den Zuteilungsvoraussetzungen zählen u. a. der Ablauf der Mindestsparzeit, die Erreichung des Mindestsparguthabens sowie einer von der Bausparkasse ermittelten Zielbewertungszahl, die einen bestimmten Wert nicht unterschreiten darf (Mindestbewertungszahl).

Da die für die Zuteilung verfügbaren Mittel (Zuteilungsmasse) im wesentlichen von den Spar- und Tilgungsleistungen der Bausparer abhängig sind, ist der Zeitpunkt der Zuteilung bei Vertragsabschluss noch unbestimmt, weshalb das Bausparkassengesetz ausdrücklich verbietet, einen bestimmten Zuteilungszeitpunkt zu nennen.

Die Zeit zwischen Vertragsabschluss und Zuteilung nennt man Wartezeit. Ein vom Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen bestellter Vertrauensmann achtet darauf, dass die gesetzlichen Bestimmungen über das Zuteilungsverfahren eingehalten werden.

       

HYPOXX AG:  Zweckbestimmungserklärung

Vereinbarung zwischen Darlehensnehmer und Darlehensgeber, durch die eine Verbindung zwischen der Darlehensforderung und des als Sicherheit eingetragenen Grundpfandrechts hergestellt wird.

       

HYPOXX AG:  Zwischenkredit

§ 4 Abs.1 BSpKG - Gelddarlehen zur Zwischenfinanzierung von Leistungen der Bausparkasse auf Bausparverträge ihrer Bausparer. Zwischenkredite unterscheiden sich von Vorfinanzierungskrediten dadurch, dass hier die Mindestansparsumme vom Bausparer bereits eingezahlt worden ist.

Hinsichtlich Besicherung und Refinanzierung gelten die gleichen Bedingungen wie beim Vorfinanzierungskredit.