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Darlehenszweitmarkt - Bausparverträge

Bausparverträge

   
 

Bausparverträge sind seit mehr als 50 Jahren eine beliebte Sparform in Deutschland. Im Unterschied zu sonstigen Sparformen wie z.B. Sparbriefen, Festgeldern, Sparbuch oder Bundesschatzbriefen erwirbt man über die Spardauer zusätzlich einen Anspruch auf ein Darlehen zu festgelegten Konditionen. Regelmäßig sind diese Darlehenszinsen sehr niedrig und damit für Bauherren oder potentielle Erwerber von Immobilien sehr attraktiv. Einen kleinen Haken gibt es dennoch. Denn per Gesetz müssen diese Darlehen, wenn sie nach 5-10 Jahren zuteilungsreif sind, also zur Auszahlung bereit stehen, für Investitionen im Zusammenhang mit Immobilien verwendet werden.

Diese Beschränkung zusammen mit der langen Ansparzeit kann dazu führen, dass das Darlehen bei Zuteilung nicht mehr benötigt wird. In diesem Fall blieb dem Bausparer nur die Kündigung. Nach Kündigung erhält dieser das angesparte Guthaben zuzüglich der Zinsen zurück. Auf das zinsgünstige Darlehen muss er verzichten, ohne dafür eine Gegenleistung zu erhalten. Einige Verträge sehen zwar inzwischen einen kleinen Bonus für den Darlehensverzicht vor, jedoch entspricht diese Zahlung nicht dem wahren Wert des Darlehensanspruchs.

Auf der anderen Seite gibt es zahlreiche Interessenten, die gerne ein zinsgünstiges Bauspar-Darlehen in Anspruch nehmen würden, es aber versäumt haben, rechtzeitig mit dem Ansparen zu beginnen.

Betrachtet man beide Seiten, sind Angebot und Nachfrage vorhanden und damit die Grundvoraussetzungen für den Zweitmarkt geschaffen. Um eine reibungslose Abwicklung zu gewährleisten, bedarf es allerdings noch der Zustimmung der Bausparkasse. Mit der Aussicht auf einen neuen Darlehenskunden und der Möglichkeit von Anschlussverträgen wird diese aber regelmäßig einer Übertragung zustimmen.